Studie zu Ankunftsgebieten in der Dortmunder Nordstadt

Die Studie wurde vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) an der Ruhr-Universität Bochum Bochum (Autor: Sebastian Kurtenbach) bearbeitet.

Aus dem Vorwort von D. Gehne:

“Das Ruhrgebiet ist schon lange ein Einwanderungsland, um einen Begriff der immer wieder neu aufflammenden deutschen Debatte über Zuwanderung aufzugreifen. Städte, Quartiere und die Menschen vor Ort sind es gewöhnt, neue Nachbarn zu integrieren oder wenigstens zu ignorieren. Vielfalt ist Alltag. Man lebt zwar nicht immer zusammen, aber in der Regel relativ konfliktfrei nebeneinander. Aber die Lasten der Integration sind auch im Ruhrgebiet räumlich ungleich verteilt und einige Stadtteile, sog. Ankunftsgebiete, stehen zurzeit unter starkem Stress. Die (Armuts-) Zuwanderung aus Südosteuropa konzentriert sich in den letzten Jahren in nur wenigen Stadtteilen einiger Großstädte. Darüber wird viel gesprochen und geschrieben, aber bisher gibt es nur wenige empirische Studien, und keine nimmt eine stadtsoziologische Grundperspektive ein. Die hier vorliegende Studie von Sebastian Kurtenbach mit dem Titel „Neuzuwanderer in städtischen Ankunftsgebieten. Rumänischen und bulgarischen Zuwanderer in der Dortmunder Nordstadt“ konnte mit Eigenmitteln im Sommer 2013 durchgeführt werden. Sebastian Kurtenbach zeigt, wie man mit wenig Geld und sehr viel persönlichem Engagement dazu beitragen kann, diese Lücke im Forschungsstand zu schließen und die Diskussion über Zuwanderung zu versachlichen. Gleichzeitig wird die doppelte Herausforderung für Politik und Verwaltung deutlich. Ankunftsgebiete müssen gestärkt werden, denn sie erfüllen eine wichtige Funktion der Aufnahme und Integration von Zuwandern in der Stadt. In keinem Fall dürfen sie mit dem besonderen Stress verstärkter Zuwanderung in kurzen Zeiträumen allein gelassen werden. Neuzuwanderer sind nicht nur jetzt da, sondern werden auch bleiben. Es bedarf daher einer verstärkten Bemühung zur Arbeitsmarktqualifikation und Beschäftigung dieser Neuzuwanderer. Ziel muss es sein, damit die armutsbedingten Folgen zu bekämpfen.”

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