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“Wohn(t)räume der jungen Alten von morgen. Thesen zum zukünftgen Wohnen im Alter”
Autorin: Ilka Markus
Diplomarbeit, Geographisches Institut der HU Berlin 2010
Das Thema „Wohnen im Alter“ ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen Alterung der Bevölkerung in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend in das wissenschaftliche und öffentliche Interesse gerückt. Die Mehrheit der Studien konzentriert sich auf das gegenwärtige Wohnen im Alter, also auf die heutige Generation 65+. Zu den Wohnbedürfnissen der jetzigen Seniorengeneration existieren demnach umfassende Untersuchungen. Die Wohnungsnachfrage der zukünftigen Senioren wird sich aber deutlich von der Nachfrage der heutigen Alten unterscheiden. Momentan bestehen allerdings noch große Unsicherheiten wie die Wohnansprüche der zukünftigen Alten aussehen werden.
An dieser Stelle setzt die Diplomarbeit von Ilka Markus an. Im Mittelpunkt stand die Erfassung von Wohnpräferenzen der jungen Alten von morgen. Konkret ging es um die Frage, wie die heute 35- bis 45-Jährigen in 30 Jahren (2040) wohnen wollen. Um einen Einblick in die Wohnvorstellungen der zukünftigen Alten zu bekommen, wurden 15 qualitative Leitfadeninterviews mit Bewohnern aus drei unterschiedlichen Quartieren in Berlin und Leipzig durchgeführt. Da Wohnwünsche nicht zusammenhangslos betrachtet werden können, wurden in den Interviews auch die Wohnbiographie und Wohnsituation, der aktuelle und zukünftige Lebensalltag sowie die Altersvorstellungen der Befragten thematisiert.
Bei der fallübergreifenden Analyse der Interviews wurden allgemeine Tendenzen wie die Präferenz für urbane und heterogene Quartiere deutlich. Die Einzelfallbetrachtungen (Kurzbeschreibungen aller Interviews sowie Wohnszenarien ausgewählter Interviews) zeigen die Bandbreite und Gegensätzlichkeit zukünftiger Wohnwünsche. Diese reichen von einem innenstadtnahen Mehrgenerationenhaus über eine randstädtische Großwohnsiedlung bis hin zu einer Gated Community. Die abschließenden Thesen zum zukünftigen Wohnen im Alter sind eine gute Grundlage für weiterführende qualitative sowie quantitative Untersuchungen.
Kontakt zur Autorin: per Mail via Mitgliederbereich unter www.quartiersforschung.de
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