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Vollmer, Annette
Business Improvement Districts
Erfolgreicher Politikimport aus den USA?
Erscheinungsjahr: 2011
Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt am Main, New York, Oxford, Wien, 2011. XVI, 561 S., zahlr. Abb. und Tab.
ISBN 978-3-0343-0685-0 br., € 75,90
Abstract
Das Thema Business Improvement Districts hat in Deutschland eine beispiellose Karriere genommen. BIDs sind ein neuartiges Instrument zur Stärkung gewachsener Geschäftsbereiche, das die spezifischen Schwächen der in Deutschland bislang vorhandenen Instrumente überwindet. Der Grundmechanismus der deutschen BIDs orientiert sich dabei stark am US-amerikanischen Vorbild; es liegt hier also ein Politiktransfer vor. BIDs werden als Selbsthilfeinstrument par excellence angesehen und stehen im Kontrast zu der in Deutschland verbreiteten Einstellung, lieber nach dem Staat zu rufen statt Eigenverantwortung zu übernehmen. Dennoch sprechen mittlerweile 20 operative BIDs in Deutschland dafür, dass die Einführung geglückt ist. Angesichts der Unterschiede im Staatsverständnis und weiterer gesellschaftlicher und ökonomischer Unterschiede zwischen den USA und Deutschland bedarf es einer Erklärung, warum dieser Transfer so problemlos über die Bühne gegangen ist.
Mit dieser Frage hat sich Dr. Annette Vollmer in ihrer Dissertation an der HafenCity-Universität Hamburg beschäftigt. In ihrer Arbeit hat sie einen theoretischen Rahmen erarbeitet, dem der Varieties of Capitalism (VoC)-Ansatz von HALL und SOSKICE zugrunde liegt und den sie um zusätzliche Kategorien aus den Bereichen Wertvorstellungen, demokratisches System, Planungsverständnis und öffentlicher Raum ergänzt hat, um damit die aus der unterschiedlichen Kontexteinbettung im Herkunfts- und Zielland resultierenden Reibungspunkte analysieren zu können. Die Promotion bietet darüber hinaus einen Überblick über US-amerikanische BIDs ebenso wie einen Einblick in ein deutsches Fallbeispiel (BID Bergedorf) und arbeitet die kritische Diskussion über BIDs auf.
Nähere Informationen:
http://www.peterlang.com/index.cfm?event=cmp.ccc.seitenstruktur.detailseiten&seitentyp=produkt&pk=61806&cid=539
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Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr…
...wünschen wir allen Mitgliedern, InteressentInnen und BesucherInnen des AK und der Webseite - wie immer (statt eines “Jahresrückblicks”...) mit einem nicht ganz ernst gemeinten Videoclip, diesmal zur Entwicklung des typischen amerikanischen Suburb-Eigenheims bis hin zur höchsten Evolutionsstufe (= Subprime-Krise...) - oder, wie es zum Video lakonisch heißt: “watch the american housing market spiral out of control"…
Herzliche Grüße
Matthias Drilling und Olaf Schnur
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Die Reihe “Quartiersforschung” im VS-Verlag (Wiesbaden) besteht seit 2008. Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass gerade eben bereits der zehnte Band erschienen ist (Band 10), weitere sind in Vorbereitung. Ein Link zu allen bisher verfügbaren Büchern, darunter 6 Monographien und 4 Sammelbände, im Überblick: Reihe Quartiersforschung
Wie und was kann man selbst in der Reihe veröffentlichen?
Anfragen für Monographien und Sammelbände mit Quartiersbezug sind aus allen Disziplinen jederzeit willkommen. Auch Praxisbeiträge sind erwünscht. Bitte sprechen Sie uns einfach an (Mailadressen etc. hier im Impressum). Weitere Infos zur Reihe haben wir bereits in einem früheren Blogbeitrag zusammengestellt.
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Fritsche, Miriam
Mikropolitik im Quartier
Bewohnerbeteiligung im Stadtumbauprozess
Aus der Reihe: Quartiersforschung
2011. 327 S. mit 15 Abb. u. 16 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-18304-6
Klappentext:
Stadtumbau ist ein aktueller Schwerpunkt bundesdeutscher Stadtentwicklungspolitik, der ebenso wie die allseits geforderte Bürgerbeteiligung bislang kaum systematisch an konkreten Fallbeispielen analysiert wurde. Vor dem Hintergrund der Programme „Stadtumbau Ost“ und „Stadtumbau West“ analysiert Miriam Fritsche lokale Bürgerbeteiligungsprozesse in zwei großstädtischen Quartieren: Marzahn-Nord (Berlin) und Tenever (Bremen). Um beteiligungsfördernde und -hemmende Faktoren zu identifizieren, ordnet sie die lokalen Partizipationsformen in den Kontext lokaler Beteiligungskulturen ein. Dabei wird deutlich, dass das Partizipationsverständnis zentraler Akteure sowie die mikropolitische Binnenstruktur lokaler Bewohnergremien die dominierenden Formen von Beteiligung, deren Reichweite und Intensität entscheidend beeinflussen.
Zielgruppen:
Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Stadtgeographie, Stadtsoziologie, Lokalpolitikforschung, Raumplanung und verwandter Disziplinen sowie an Akteure aus der Praxis von Politik und (Kommunal-)Verwaltung.
Bezugsmöglichkeiten:
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Das diesjährige Jahrestreffen des AK Quartiersforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie fand am 21. und 22. Oktober in Stuttgart statt. Rund 40 Fachpersonen aus Wissenschaft und Praxis nahmen an der von Philipp Zakrzewski vom Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung der Universität Stuttgart IREUS beherbergten und von der Wüstenrot Stiftung finanziell unterstützen Tagung teil.
Analog zu den vergangenen Jahren begann die Tagung mit einem Stadtspaziergang. Unter der fachkundigen Führung von Gökay Sofuoğlu, dem Leiter des internationalen Stadtteilzentrums “Haus 49” in Stuttgart-Nord (http://www.haus49.de) wurde uns die Transformation eines ehemaligen Eisenbahnerviertels mit begleiteten Aufwertungsmaßnahmen verdeutlicht. An manchen der Orte, die uns gezeigt wurden, kontrastierte Gökay Sofuoğlu die städtischen Absichten der “Veredelung” des Quartiers mit den eigentlich funktionierenden Strukturen auf der Ebene der Bevölkerung. Auch im Hallschlag, dem Quartier, das uns im zweiten Teil der Exkursion von den Mitarbeitern der Stadt Stuttgart Stefanie Ender (Abteilung Integration)und Michael Benda (Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft) gezeigt wurde, wurden Diskrepanzen zwischen „von oben“ implementierten Maßnahmen und der Lebenswirklichkeit der Bewohne-rInnen thematisiert.
Die in der Stadtexkursion angesprochene Problematik fand ihre wissenschaftliche Fundierung in den Vorträgen. Dirk Gebhardt (Eurocities, Brüssel) eröffnete die Tagung mit einem Überblicksbeitrag. Nach Dirk Gebhardt erleben wir in der Integration-Governance eine Europäisierung der Integrationspolitik (soft policy der EU durch gemeinsame Grundprinzipien, MinisterInnentreffen, Integrations-Handbücher und Module); diese Europäisierung wird durch einen horizontalen Austausch von best practices bzw. “copy und paste"-Konzepten zwischen Städten und Mitgliedsstaaten begleitet. Daraus resultiert ein stärkerer Zwangscharakter von Integrationspolitik, der beispielsweise in Integrationsverträgen und -kursen zum Ausdruck kommt. Neben diesen Vereinheitlichungstendenzen sind andererseits aus den relativ stabilen (oder so diskutierten) Staats- und Citizenship-Modellen unscharfe Rahmen geworden, innerhalb derer sich sehr verschiedene lokale Modelle von Integrations- und Inklusionspolitik herausbilden. Das Quartier ist in dieser Systematik zwar noch keine bedeutende Steuerungsebene, gleichzeitig aber die wichtigste, mit größter Alltagsnähe ausgestattete Ebene der Integrationspolitik. Dirk Gebhardt zufolge hat bisher noch keine systematische „Integration“ zwischen der „Integrationspolitik“ und der integrierten Stadtentwickung in benachteiligten Gebieten stattgefunden, was auch die Verstetigung erfolgreicher Pilotprojekte erschwert.
Thematisch zwischen Studien zu migrantischen Quartiersnetzwerken und Herkunftsmilieus angesiedelt war der Beitrag von Oktay Aktan (Dortmund/Potsdam). Am Beispiel der Amateurfußballspieler türkischer Herkunft in Berlin arbeitete er Rekon-struktionen ihrer Zugehörigkeit zu sozialen und lokalen Räumen auf. Oktay Aktan zeigte transnationale Beziehungen der jungen Menschen, konstruierte emotionale Dispositionen, die den Transfer in die Türkei und zurück nach Berlin begründeten und problematisierte die Annahme kollektiver Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmuster von Fußballspielern in türkischen Fußballvereinen.
Anke Breitung (Eichstätt/Ingolstadt) stellte in ihrem Vortrag “Identitätsbildung im Stadtteil – Bedeutung von Migration und Interkulturalität für die Entstehung heterotoper Stadträume” die Rolle von Stadtteilen und Quartieren im Rahmen von Leitbildern, Förderprogrammen und ‐zielen heraus. Gerade Stadtteile mit einem hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund stehen für sie dabei in einem speziellen Fokus. Denn der öffentliche Raum gilt als Instrument zur Förderung von Integration und multikultureller Kommunikation, was bedeutet, in einem Prozess permanenter Zerrissenheit und gleichzeitig immerwährender Konstruktion und Neukonstruktion von Identitäten zu planen. Räume werden so zu Produkten sozialer Aushandlungsprozesse. Besonders MigrantInnen haben dabei mit einer kulturellen Gespaltenheit und Zerrissenheit zu kämpfen, sie ringen permanent mit der Aushandlung und Verortung ihrer selbst und befinden sich metaphorisch in einem sogenannten „dritten Raum“ oder einem Raum des Dazwischen (Bhabha).
Stärker auf Aspekte der Wahrnehmung konzentrierte sich der Beitrag von Mareike Boller (Köln) mit dem Titel “Stadt im Kopf – Quartiere mit besonderem Entwicklungspotential”. In Köln-Mülheim (vielfach auch das “Armenhaus Kölns” genannt) führte sie Methoden der Sozialraumanalyse durch, um die unterschiedlichen Positionen von institutionellen Akteuren auf der einen Seite und BewohnerInnen auf der anderen Seite gegenüberzustellen. Dabei stellte sie durchaus unterschiedliche inhaltliche Bedeutungen, Vorstellungen über Maßnahmen vor Ort und den Prozess der Umsetzung fest. Diese städtischen “gelebten” Realitäten bilden für Mareike Boller ein Potential für die Quartiersentwicklung. Integration und Identität sollten laut Mareike Boller nicht eindimensional, sondern als ein mehrdimensionales Konzept betrachtet werden. Mehrdimensionalität bedeutet in diesem Zusammenhang eine Verknüpfung von lokaler Identität mit einer Migrationsgeschichte.
Die Perspektive türkeistämmiger EigentümerInnen in segregierten Gebieten bei Prozessen sozialer und räumlicher Mobilität stellte Heike Hanhörster (Dortmund) vor. Ihr Blick richtete sich auf Standortentscheidungen; dazu wurden halb-strukturierte Interviews mit rund 30 EigentümerInnen geführt, die in einem segregierten Quartier Eigentum erworben hatten bzw. die im Zuge ihres Eigentumserwerbs aus ihrem alten Quartier fortgezogen sind. Deutlich wurde, dass mit der Standortentscheidung zumeist ein Kompromiss zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen der Haushaltsmitglieder gefunden wird. Entsprechend ist mit der Entscheidung auch eine Kompensationsstrategie von Defiziten verbunden. Erste Analyseergebnisse weisen beispielsweise darauf hin, dass fortgezogene Haushalte auch weiterhin enge Bindungen an das Quartier haben, die sich teils auch in bürgerschaftlichem Engagement in Vereinen und Stadtteilinstitutionen im „alten“ Stadtteil niederschlagen. Von der Wahl des Wohnquartiers kann entsprechend nicht unmittelbar auf die jeweiligen Aktionsradien, die Reichweite sozialer Netzwerke sowie die Verbundenheit mit dem Quartier geschlossen werden.
Kristin Müller (Berlin) vertiefte die Diskussion mit ihrem Beitrag “Genossenschaftliches Wohnen und Leben als Integrationspotential für türkischstämmige Bewoh-ner/innen”. Hauptbestandteil der empirischen Untersuchung war die Befragung von insgesamt 100 deutschen und türkischen Genossenschaftsmitgliedern zu ihrer Wohn- und Lebenssituation. Integrative Ansatzpunkte von Wohnungsgenossenschaften auf struktureller Ebene ortete sie in den Bereichen Wohnsicherheit und Wohnqualität, im Bereich sozialer Integration durch moderierte Nachbarschaften sowie im Bereich Partizipation über die Gremien von Genossenschaften und auf identifikativer Ebene über die „genossenschaftlichen Werte“. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zeigten, dass genossenschaftliche Strukturen die Integration von MigrantInnen auf wesentlichen Ebenen befördern können. Deutsche und insbesondere Mitglieder mit türkischem Migrationshintergrund lebten in den Genossenschaften in besseren Wohnstandards als in der vorherigen Wohnform und erlebten vor allem auch einen signifikant besseren „Service des Vermieters“. Auch das nachbarschaftliche Zusammenleben wurde durch die Genossenschaften gestärkt. Der Bereich „Partizipation“ entfaltet dagegen bislang kaum migrationsspezifische Integrationseffekte. Zwar existieren satzungsgemäß in allen Genossenschaften die Mitbestimmungsgremien, allerdings beteiligen sich sowohl türkische als auch deutsche Mitglieder bislang nur in geringem Maße.
Malte Bergmann (Berlin) steuerte einen Beitrag zu hybriden räumlichen Netzwerken migrantischer Ökonomien bei. Auf der Basis einer Feldforschung und von qualitativen Interviews, rekonstruierte er die ökonomische Verankerung von UnternehmerInnen mit arabischem Migrationshintergrund in Berlin-Neukölln. Die Fallbeispiele zeigten eine Mischung von ökonomischen Vernetzungen zwischen lokaler Verbundenheit und translokalen Bezügen auf. Der untersuchte Straßenzug war in den vergangenen Jahren zu einem Zentrum für arabische Gewerbe geworden. Wie in vielen anderen deutschen Städten auch, waren es MigrantInnen, die nach Jahren des Niedergangs und Leerstandes die Straße wieder belebten. Die Gewerbetreibenden berichten mit Stolz, dass sich die Straße unter „arabischen Leuten“ einen Namen in ganz Deutschland und Europa gemacht hat. In der Feldforschung wurden Kontakte zu zehn Unternehmer/innen aufgebaut und teils informelle Gespräche, aber auch ausführliche Interviews durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Unternehmensgründungen der Befragten ausschließlich mit Hilfe des nahen Familiennetzwerks erfolgten. Die Gründe für diese informellen Finanzierungsmodelle werden zum Teil durch Religion begründet, in den meisten Fällen muss - so Malte Bergmann - davon ausgegangen werden, dass keine Bank bereit gewesen wäre eine Finanzierung zu übernehmen. In mehreren Fällen zeigt sich, dass die enge Einbindung in Familiennetzwerke nicht im Kontrast zu räumlich und sozial weit entfernten Verbindungen steht. Doch so informell organisiert, experimentell gegründet und mit geringem Kapital ausgestattet viele Fälle auch sind, so flexibel und anpassungsfähig verläuft oft die Geschäftsentwicklung. Diese richtet sich häufig nach der deutschen Kundschaft und deren Erwartungen an das „Orientalische“ aus.
Eben dieses Spannungsfeld einer Integrationspolitik, die zwischen Konformität, Interkulturalität und Transkulturalität oszilliert, thematisierte Christina West (Mannheim). Auf nationalstaatlicher Ebene wird für Christina West entlang eines tradierten nationalen Selbstverständnisses von Gesellschaft, über welches Identität und somit Zugehörigkeit zum Kollektiv konstruiert wird, ein Verständnis von Integration und integrationspolitischen Grundsätzen entwickelt. Faktische Integrationsarbeit hingegen wird auf der lokalen Ebene geleistet. „Zugehörigkeit“ und Identität wird dabei entlang unterschiedlicher Wertorientierungen und sozialen Kontakten verschiedener räumlicher Reichweiten konstruiert. Gestützt sieht Christina West diese Hypothese durch die Beobachtung, dass sich die Begrifflichkeiten in den einzelnen räumlichen und sozialen Kontextebenen verändert haben. In den Stellungnahmen zum Themenfeld „Integration“ wird von Seiten der VertreterInnen aus Politik, Verwaltung ebenso wie aus Verbänden, Bildungseinrichtungen, sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen etc. zunehmend das Konzept der „Interkulturalität“ und damit die Forderung nach einem bewussten und sorgsamen Umgang mit Differenz in den Vordergrund gerückt, und der Begriff der Integration scheinbar ersetzt. Gleichzeitig erscheint Integration auf individueller Ebene heute mehrdimensional und findet nicht nur durch Teilhabe in den verschiedenen gesellschaftlichen Funktionssystemen (Ökonomie, Soziales, Kultur, Politik etc.) statt, sondern auch über neuartige Identitätskonstruktionen, die sich hybrid und transgressiv jenseits nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit vollziehen.
Im Ländervergleich nahm Florian Weber (Erlangen/Nürnberg) das Konzept der Kulturellen Differenz auf und analysierte die politische Logik quartiersbezogener Stadtpolitiken in Deutschland und Frankreich. Während in Deutschland der Ausländeranteil offiziell ein Kriterium zur Gebietsauswahl der „Soziale Stadt“-Quartiere ist und die „Integration von Migrantinnen und Migranten“ seit 2005 einen Maßnahmenschwerpunkt der Sozialen Stadt darstellt, kommt in Frankreich ein vergleichbarer Indikator nicht zum Tragen. Auch in den politischen Ausrichtungen werden offiziell keine spezifischen Maßnahmen für EinwandererInnen bzw. MigrantInnen gefördert. Diese auf den ersten Blick recht deutlich anmutenden Unterschiede in der Berücksichtigung von „kultureller Differenz“ in den area-basierten Stadtpolitiken in Deutschland und Frankreich stehen nach Florian Weber in engem Verhältnis zu den jeweiligen Gesellschaftskonzeptionen. Politisch setze sich immer stärker die Vorstellung von Deutschland als Einwanderungsland durch, womit MigrantInnen in politischen Maßnahmen stärker berücksichtigt werden. Frankreich könne zwar auf eine lange Einwanderungsgeschichte zurückblicken, allerdings erfolge eine „Integration“ in die französische Gesellschaft vor dem Hintergrund des französischen Gleichheitsideals in die französischen Werte und Normen. ImmigrantInnen werden in diesem Verständnis in die Gesellschaft inkludiert und „kulturelle Unterschiede“ ausgeblendet, was eine spezifische Förderung weder sinnvoll noch möglich erscheinen lasse.
Die Tagung, die von lebhaften, intensiven Diskussionen begleitet war, endete mit einer Abschlussdebatte, in der die große Relevanz des Tagungsthemas und die Notwendigkeit weiteren fruchtbaren Austauschs dieser Art betont wurden – ggf. auch unter noch stärkerer Einbindung weiterer Akteure wie etwa der Wohnungswirtschaft.
Ein Sammelband der Tagung ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich im kommenden Jahr in der Reihe Quartiersforschung im VS-Verlag erscheinen.
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Hartmut Häußermann ist gestorben. Die Stadt- und die Quartiersforschung verlieren einen brillianten Vordenker und jemanden, der sich in Politik und Praxis wie kaum ein anderer Wissenschaftler eingemischt hat - mit einem Maß an Mut, Hartnäckigkeit und Ernsthaftigkeit, das ihm nicht immer nur Freunde eingebracht hat und deshalb umso bewundernswerter ist. Statt eines weiteren Nachrufs zeigt unser NewsBlog eine Sammlung von Links zu Artikeln, deren AutorInnen sein Leben und Wirken und nicht zuletzt den Menschen Hartmut Häußermann aus unterschiedlicher Perspektive zu würdigen wissen:
Gentrificationblog: http://gentrificationblog.wordpress.com/2011/11/02/berlin-erinnerungen-an-hartmut-hausermann/
urbanophil.net: http://www.urbanophil.net/index.php/stadtplanung/einer-der-grosen-stadtforscher-hartmut-hausermann-ist-tot/
Enter the City Blog: http://enter-the-city.blogspot.com/2011/11/in-memoriam-hartmut-hauermann-1943-2011_02.html
taz: http://taz.de/Soziologe-Hartmut-Haeussermann-gestorben/!81199/
Arch+: http://www.archplus.net/home/news/7,1-7300,1,0.html?referer=6
Deutschlandfunk: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1594786/
aus dem “Spiegel" 45/2011, S. 178:
Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/hartmut-haeussermann-ist-gestorben/5789150.html
Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/nachruf-bekannter-stadtsoziologe-gestorben,10809148,11093802.html
Neues Deutschland: http://www.neues-deutschland.de/artikel/210330.forscher-und-mahner.html
Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1814442/Stadtsoziologe-Hartmut-Haeussermann-gestorben.html
Die Welt: http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13697598/Der-Mann-mit-dem-Blick-hinter-die-Fenster.html
TV Berlin: http://www.tvb.de/newsmeldung/datum/2011/11/03/stadtsoziologe-hartmut-haeussermann-ist-tot.html
quartiersmanagement-berlin.de: http://www.quartiersmanagement-berlin.de/index.php?id=4365
Pressemitteilung Ingeborg Junge-Reyer: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1111/nachricht4518.html
Pressemitteilung Klaus Wowereit: http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/20111103.1045.361926.html
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Nachhaltige Quartiersentwicklung - Positionen, Praxisbeispiele und Perspektiven
Aus der Reihe: Quartiersforschung
Hrsg.: Drilling, Matthias / Schnur, Olaf
2012. CCLIV, 20 Abb. u. 7 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-18356-5
39,95 €
Nachhaltigkeit ist für die einen ein inhaltlich und moralisch überladener Sammelbegriff und für die anderen das zukunftsweisende umfassende Handlungsdispositiv. Ein Vierteljahrhundert nach dem Brundtland-Bericht ist die Nachhaltigkeitsforderung zwar in den Städten angekommen, ihre Umsetzung erfolgt allerdings wenig systematisch. Die Bedeutung des Quartiers als Bezugsebene und Kontextbedingung wird bisher kaum berücksichtigt. Dieser Band sammelt Positionen zur nachhaltigen Quartiersentwicklung und verdeutlicht diese an Fallbeispielen. Die Beiträge fragen nach den geeigneten Modi, um komplexe Prozesse nachhaltiger Quartiersentwicklung zu steuern. Schließlich werden jüngste Forschungsergebnisse zu Fragen des Monitoring und der Bewertung auf Quartiersebene vorgestellt.
Mit Beiträgen von Matthias Drilling, Jeanne Grabner, Marian Günzel, Monika Heyder, Karin Hopfner, Andreas Huber, Raimund Kemper, Andreas Koch, Ulli Meisel, Severin Lehnel, Verena Schäffer, Olaf Schnur, Joachim Schöffel, Axel Schubert, Gabriel Spitzner, Stephanie Weiss, Philipp Zakrzewski
Das Buch wendet sich an ForscherInnen, Lehrende und Studierende der Stadtgeographie, Stadtsoziologie, Stadtökologie und verwandter Disziplinen sowie Akteure aus der Praxis der Stadtplanung und Kommunalpolitik.
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Katrin Falk, Josefine Heusinger, Kerstin Kammerer, Meggi Khan-Zvorničanin, Susanne Kümpers, Michael Zander
Arm, alt, pflegebedürftig
Selbstbestimmungs- und Teilhabechancen im benachteiligten Quartier
Gerade sozial benachteiligte pflegebedürftige Ältere haben es schwer, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Doch von der Unterstützung anderer abhängig zu sein muss nicht mit dem Verlust von Selbstbestimmung einhergehen – so die zentrale These des Bandes „Arm, alt, pflegebedürftig – Selbstbestimmungs- und Teilhabechancen im benachteiligten Quartier“. In ihm zeigen die Autor/inn/en des Instituts für Gerontologische Forschung (IGF) und der Forschungsgruppe Public Health am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), wie Selbstbestimmungschancen unterschiedlicher vulnerabler Gruppen, darunter auch ältere Migrant/inn/en, im benachteiligten Quartier gestärkt werden können.
Um echte Wahlmöglichkeiten zu haben, sind einerseits individuelle Ressourcen von Bedeutung: Geld, Informationen und hilfreiche Beziehungen. Andererseits brauchen professionelle und ehrenamtliche Helfer/innen personelle und finanzielle Kapazitäten und Wissen; auch müssen sie kooperieren können, um vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen und die Alten bedarfsgerecht zu unterstützen.
In ihrer Fallstudie über das Altbauquartier Berlin-Moabit, in dem besonders viele alte Menschen mit geringem Einkommen leben, untersuchen die Autor/inn/en, wie sozialräumliche und individuelle Ressourcen zusammenwirken und Selbstbestimmung fördern oder behindern.
In dem Band kommen die Älteren selbst sowie Vertreter/innen von Pflege, Verwaltung, Stadtteil- und Seniorenarbeit zu Wort; er dokumentiert Lücken und Potenziale aktueller kommunaler Strukturen der Altenhilfe und –pflege und zeigt Handlungsbedarfe für die Zukunft auf.
Berlin: edition sigma | 147 Seiten, € 12,90
ISBN 978-3-89404-254-7
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Abstract
Luigi Pantisano: ‚Ältere Migranten_innen im Stadtquartier - Eine Fallstudie auf der Grundlage von drei Modellvorhaben des ExWoSt-Forschungsfeldes ‚Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere‘ (2008)
Diplomarbeit an der Universität Stuttgart, Städtebau Institut, Prof. Dr. Jessen
In der Diplomarbeit ‚Ältere Migranten_innen im Stadtquartier - Eine Fallstudie auf der Grundlage von drei Modellvorhaben des ExWoSt-Forschungsfeldes ‚Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere‘ werden spezifische Anforderungen der älteren Migranten_innen zu drei Themenschwerpunkten untersucht.
Die älteren Migranten_innen sind eine wachsende Bevölkerungsgruppe in vielen Stadtquartieren Deutschlands. Ihre Lebenslage wurde in dieser Diplomarbeit, basierend auf der bestehenden Alters- und Migrationsforschung, unter soziodemografischen und räumlichen Aspekten betrachtet.
Die drei durchgeführten Fallstudien haben dabei geholfen, die Herausforderungen für Stadtquartiere mit älteren Migranten_innen aufzuzeigen. Hierbei konnte in jeweils einem Stadtquartier ein Themenschwerpunkt vertieft werden. (‚Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier‘ - Neue Vahr Nord, Bremen / ‚Gestaltung urbaner Freiräume‘ - Nauener Platz, Berlin / ‚Attraktives Wohnen im Quartier‘ - Pfingstweide, Ludwigshafen)
Dies ermöglichte einen Vergleich zwischen drei unterschiedlichen Bevölkerungsstrukturen und städtebaulichen Gegebenheiten. Zum einen konnte dadurch die Vorgehensweise von Akteuren in einem Stadtquartier im Umgang mit den älteren Migranten_innen aufgezeigt werden. Zum anderen wurden ihre Anforderungen an Gemeinschaftseinrichtungen, Urbane Freiräume und Ihre Wohnsituation im Stadtquartier festgestellt. Für die Stadtplanung konnten als Ergebnis dieser Diplomarbeit, im Umgang mit älteren Migranten_innen im Stadtquartier abschließend zehn allgemeine sowie räumliche Leitlinien definiert werden.
Link zur Studie (wie immer hier auch permanent im Downloadbereich verfügbar): Studie Ältere Migrant_innen
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Ostdeutsche Großsiedlungen standen jahrelang zu Recht im Fokus der Forschungsaktivitäten. Seit einiger Zeit scheinen sich jedoch andere Themen in den Vordergrund zu drängen, ohne dass die Probleme ostdeutscher Quartiere gelöst oder der Forschungsbedarf gedeckt wären. ForscherInnen vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Leipzig, sowie vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), Erkner, haben dazu eine Tagung initiiert, deren Ergebnisse nun in einem White Paper mit dem Titel “Zukunftschancen ostdeutscher Großwohnsiedlungen - Vorrangiger Forschungsbedarf” veröffentlicht wurden. Dieses White Paper ist im Ergebnis der gleichnamigen Tagung, die am 04.03.2011 auf Einladung der Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ und des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) stattfand, hervorgegangen. Mit dem vorliegenden White Paper verfolgen die Unterzeichnenden des Papiers das Anliegen, die Entwicklungschancen von ostdeutschen Großwohnsiedlungen als Bestandteil der Städte wieder stärker in die öffentliche Debatte zu bringen.
Das Paper liegt hier im Download-Bereich unserer Webseite bereit.
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Thomas Franke:
Raumorientiertes Verwaltungshandeln und integrierte Quartiersentwicklung. Doppelter Gebietsbezug zwischen „Behälterräumen“ und „Alltagsorten“.
Aus der Reihe: Quartiersforschung
2011. 221 S. Mit 25 Abb. u. 2 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-18089-2
39,95 Euro
Klappentext:
Seit Mitte der 1990er Jahre gewinnen integrative raumorientierte Verfahren der Quartiersentwicklung – beispielsweise im Rahmen des Programms Soziale Stadt – an Bedeutung. Dabei wird jedoch der im Zentrum stehende Raumbezug über eine territoriale Abgrenzung kommunaler räumlicher Zuständigkeitsbereiche hinaus kaum weiter qualifiziert. Vielmehr erscheint „Raum“ als die einzige „gegebene“ Variable. Thomas Franke geht in seiner qualitativen Untersuchung der Frage nach, mit welchen raumrelevanten Zielen aus welcher Akteursperspektive der neue Entwicklungsansatz verfolgt wird. Er analysiert, wie die beteiligten Akteure den ihm zugrunde liegenden Raumbezug zwischen „Programmgebiet“ und „Alltagsraum“ definieren und welche Arbeitserfahrungen damit gemacht werden. Die Untersuchungsergebnisse und sein Modell des „Doppelten Gebietsbezugs“ tragen zu einer anwendungsbezogenen Qualifizierung des Umgangs mit „Raum“ in der Quartiersentwicklung bei.
Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Stadtgeografie, Stadtsoziologie, Raumplanung und verwandter Disziplinen sowie an Akteure aus der Praxis von Politik und (Kommunal-)Verwaltung.
Aus dem Inhalt:
Warum gebietsbezogenes Verwaltungshandeln? - Welche Raumkonzepte können gebietsbezogenem Verwaltungshandeln zu Grunde liegen? - Überlegungen zu „Sozialraum“ und „Lebenswelten“ in der Jugendhilfe - Programme und kommunale Konzepte der Stadtteilentwicklung als Rahmenbedingungen für gebietsbezogenes Verwaltungshandeln - Gebietsbezogenes Verwaltungshandeln in der Praxis - Zum Verhältnis von handlungstheoretischen Raumkonzepten und der Praxis gebietsbezogen Verwaltungshandelns - Empfehlungen für eine Verbesserung des Ansatzes „Gebietsbezogenes Verwaltungshandeln“
Bezugsmöglichkeiten: VS-Verlag oder amazon.de
Zum Autor: Dr. Thomas Franke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin.
Kontakt: post.tf[at]web.de
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Jahrestreffen 2011 des AK Quartiersforschung am 21. und 22.10. in Stuttgart
Migration und Integration in Stadtquartieren
Call for Papers
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Welt “in Bewegung geraten”. Entfernungen sind relativ geworden und Zuwanderung ist heute vor allem für Städte ein konstitutives Element. Mit dem Wachsen von kultureller Heterogenität in der multi-ethnischen Stadt gehen Fragen der Selbstverortung und Identität in einem sich neu konstituierenden Umfeld einher.
In Quartieren werden diese Fragen lokal verhandelt. ‘Ich’ und ‘mein Quartier’ finden hier ihren Ausgang: Wo sich auf der einen Seite Migranten nicht “unsichtbar” machen, wird ihnen “Fremdheit” vorgeworfen. Sie werden in ethnische Klischees hineingezwängt und man spricht von „Parallelgesellschaften“, die als Bedrohung wahrgenommen und im „Migrantenquartier“ pauschal verräumlicht werden. Auf der anderen Seite ist es evident, dass segregierte migrantische Milieus für viele im Rahmen einer Binnenintegration zunächst vor allem Ressourcencharakter haben und deshalb unverzichtbar sind (Elwert 1982). Gleichzeitig erfahren Erwartungen an Quartiersgebundenheit und damit einhergehende lokale Identität deutliche Grenzen, wenn Transnationalität (Pries 2008) und rechtliche Ungleichbehandlung das Alltagsleben der Migranten in der “Leitkultur” konfigurieren. Während Dangschat (2000) von der „Integrationsmaschine Quartier“ spricht, fragt Heitmeyer (1998), ob die Integrationsmaschine Stadt versagt. “Integration in Stadtquartieren: Mythos oder Realität?” könnte die leitende Fragestellung der Tagung des Arbeitskreises Quartiersforschung lauten. Antworten sollen gefunden werden, indem wir an der Praxis orientierte, theoriegeleitete Einblicke in die “soziale Grammatik” städtischer Quartiere nehmen.
Folgende Themenkomplexe sollen im Rahmen des AK-Treffens erörtert werden, und entsprechende Abstracts sind gebeten, sich einem der Themenkomplexe zuzuordnen:
1) Good Practice: Governance quartiersbezogener Integration und politische Repräsentation von MigrantInnen
Eine Grundfrage und ein Hauptproblem der Quartiersentwicklung stellt die Qualität und Konstitution lokaler Beteiligungskultur dar. Zweifellos existiert eine ganze Reihe von Beispielen „guter Praxis“, in denen Diversität als Potenzial anerkannt und im Sinne einer interkulturellen Öffnung der Quartiersentwicklung genutzt wird. Hier wären Überblicke oder aussagekräftige Fallbeispiele von Projekten und Maßnahmen interessant, die im Quartierskontext Ethnisierungs- und Kulturalisierungstendenzen vorbeugen. Dabei kann die Rolle von Quartiersekretariaten, Quartiersmanagement-Büros und anderen Akteuren im kommunalen Bereich ebenso thematisiert werden, wie die Funktion von Schulen als übergreifende Integrationsinstanzen (und gleichzeitig als Angelpunkt der Schulsegregation) im Quartier. Außerdem sind Beiträge willkommen, welche die vielfach nicht gelingende Repräsentation von MigrantInnen auf der Quartiersebene analysieren und Lösungsansätze skizzieren. Die Grundfrage könnte lauten: Welches Potenzial hat die Quartiersebene gerade für migrantische Beteiligungs- und Engagementformen?
2) „Integration“ als Polit-Rhetorik?
Gesucht sind z.B. diskursanalytische Beiträge, die sich mit den Diskrepanzen zwischen Leitbildern wie dem der „weltoffenen Stadt“, der „kosmopolitischen Metropole“ einerseits und der multi-ethnischen Stadt oder der sozialen Stadt andererseits befassen. Ein Beispiel wären die Imagekampagnen von Städten, die sich als weltoffen, mehrsprachig, multireligiös und transnational präsentieren und andererseits „Parallelgesellschaften“, ethnische Ghettos und „Problemkieze“ als „gefährliche Orte“ thematisieren. Interessant wären Arbeiten, die die Irritation zwischen dieser Alltagsrealität und der öffentlichen Wahrnehmung und Darstellung theoriegeleitet untersuchen. Aber auch die ebenso theoretisch wie normativ verlaufende Grundsatzdebatte zwischen „Assimilationisten“ und „Pluralisten“ hinsichtlich der Integration von Migranten könnte hier im lokalen Quartiersmaßstab dekonstruiert werden.
3) Zwischen migrantischen Quartiersnetzwerken und Herkunftsmilieus: Hybride Alltagswirklichkeiten
Gesucht werden Beiträge, die sich mit der Vernetztheit von Lebenslagen von MigrantInnen beschäftigen. Viele Quartierbewohner halten grenzüberschreitende familiäre Beziehungen aufrecht, handeln translokal und lassen qualitativ neue Lebenslagen entstehen, die sich in lokalen Kontexten auf weltgesellschaftlicher Basis formieren (vgl. Yildiz 2004). Gerade die Fähigkeit, sich vor Ort zu arrangieren und gleichzeitig auf translokaler Basis neu zu kodieren, macht die Kompetenz aus, die in der heutigen Alltagswelt zunehmend benötigt wird. Darüber hinaus sind auch Arbeiten willkommen, die individuelle lokale, nationale Identitäten der “hybrid natives” (Clifford 1997) und die Rolle des Quartiers als identitätsstiftende Instanz für MigrantInnen in den Vordergrund stellen. Dabei wäre es auch interessant, individuelle „Integrationsbiographien“ und die Rolle der Quartiersebene auf dem Weg zwischen dem „Ankommen“ und dem „Bleiben“ zu diskutieren: Welche Reichweite und Bedeutung hat der Quartierskontext in welchen Phasen der Integration? Inwiefern handelt es sich bei Segregationstendenzen im Sinne einer Diasporabildung um eine „normale“ Phase urbaner migrantischer Alltagspraxis im Laufe eines langfristigen Integrationsprozesses?
4) „Ethnische Umwelten“ im Quartier: Zwischen Ent-Ortung des Anderen und der Produktion lokalisierter Identitäten
In diesem Feld werden Beiträge gesucht, die aus alltagsweltlicher, ethnographischer oder mikrogeographischer Sicht die Wirkkraft symbolischer Inszenierungen untersuchen, wie z.B. Moscheen, ethnische Ökonomien oder “ethnische“ Inszenierungen von Strassen (z.B. Schaufenstergestaltung) oder der Frage nachgehen, wie sich kulturelle Diversität im öffentlichen Raum konkret manifestiert.
Der AK richtet sich an alle, die sich in Forschung und/oder Praxis (Kommunen, Immobilienwirtschaft, Consulting…) mit Quartiersthemen befassen, insbesondere auch an NachwuchswissenschaftlerInnen. Der Arbeitskreis versteht sich als ein offenes, interdisziplinäres und integrierendes Forum für den fachlichen Austausch: Deshalb sind selbstverständlich neben GeographInnen auch Angehörige anderer sozialwissenschaftlicher Disziplinen sowie StadtplanerInnen und weitere Fachpersonen der Praxis herzlich willkommen!
Für das Jahrestreffen, das in Stuttgart vom 21. bis 22. Oktober 2011 stattfinden wird, sind Impulsreferate (ca. 20 Minuten) aus den oben beschriebenen Themenbereichen vorgesehen. Themenvorschläge (mit Kurzexposés von höchstens einer Seite) richten Sie bitte
an einen der beiden Sprecher des AK Quartiersforschung, die auch für weite Auskünfte und Rückfragen gerne zur Verfügung stehen. Bei ausreichender Anzahl und Qualität der Beiträge ist eine anschließende Verlagspublikation möglich.
Darüber hinaus planen wir einen Stadtspaziergang zum Internationalen Stadtteilzentrum „Haus 49“ in Stuttgart-Nord zu organisieren. Am Sonntag, den 23.10.2011 gibt es darüber hinaus die Möglichkeit am „Brunch Global“ teilzunehmen, einem vom Forum der Kulturen Stuttgart e.V. organisierten interkulturellen Frühstückstreff (11:00-15:00 Uhr).
Interessierte, die kein Referat vorstellen, aber dennoch an der Tagung teilnehmen möchten, sind ebenfalls herzlich eingeladen. Über eine formlose Anmeldung per eMail freuen wir uns! Das definitive Tagungsprogramm wird voraussichtlich bis spätestens Mitte September vorliegen.
Der Call als pdf zum Weitergeben: CfP 2011
Kontakt:
PD Dr. Olaf Schnur
Eberhard Karls Universität Tübingen
Forschungsbereich Geographie
Vertretungsprofessur für Stadtgeographie
Rümelinstraße 19-23
D-72070 Tübingen
eMail: olaf.schnur[at]web.de
Dr. Matthias Drilling
Sozialgeograph, Raumplaner MAS ETH
Institutsleiter
Hochschule für Soziale Arbeit
Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung
Thiersteinerallee 57
CH-4053 Basel
eMail: matthias.drilling[at]fhnw.ch
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Die Beteiligung von Gewerbetreibenden in Business Improvement Districts (BIDs) – eine Untersuchung am Fallbeispiel BID Sachsentor in Hamburg-Bergedorf
Autor: Christian Könning
Diplomarbeit, Technische Universität Dresden
Business Improvement Districts (BIDs) sind in Deutschland ein noch neuartiges Instrument der Stadt- und Quartiersentwicklung zur Bewältigung spezifischer Problemlagen. Im Unterschied zu den bereits seit vielen Jahren bestehenden freiwilligen Interessengemeinschaften (IG‘s) bietet das BID-Modell Planungs- und Finanzierungssicherheit über einen zuvor festgelegten Zeitraum. Dies ist möglich, da in einem eingerichteten BID-Quartier alle Grundeigentümer in einem fest abgegrenzten Gebiet zu einer auf landesgesetzlicher Grundlage beruhenden, jährlichen Zwangsabgabe verpflichtet werden. Über die Einrichtung eines BID entscheidet in den meisten Fällen ausschließlich der Kreis der betroffenen Grundeigentümer. Mit den von allen Eigentümern eingezogenen finanziellen Mitteln führt das BID über eine mehrjährige Laufzeit verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung und Attraktivitätssteigerung seines Standortes durch.
Eine wichtige Zielgruppe der BID-Maßnahmen sind die Gewerbetreibenden am Geschäftsstandort, die häufig jedoch nicht gleichzeitig auch Grundeigentümer und somit keine formellen Beteiligten sind. Dennoch sollen sie in den BID-Prozess eingebunden und an ihm beteiligt werden. In der Funktionslogik der meisten BID-Gesetze existieren jedoch nur grob formulierte Rahmenvorgaben zur Einbindung der Gruppe der Gewerbetreibenden in die verschiedenen Phasen des BID-Prozesses. Die praktische Ausgestaltung der Beteiligung von Einzelhändlern, Dienstleistern etc. am Standort regelt jedes BID letztlich auf eine eigene individuelle, häufig aber ähnliche Art und Weise.
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht anhand von 19 ausführlichen Leitfadeninterviews mit BID-Akteuren und Gewerbetreibenden die konkrete Ausgestaltung der Einbindung von Gewerbetreibenden in den BID-Prozess. Als untersuchtes Fallbeispiel diente das älteste Business Improvement District in Deutschland, das BID Sachsentor im Hamburger Stadtteil Bergedorf. In den Ergebnissen werden sowohl die gegenwärtige Ausgestaltung der Einbindung als auch deren Bewertung durch die lokalen Gewerbetreibenden im Quartier beschrieben.
Direktlink: http://www.quartiersforschung.de/download/Diplomarbeit%20K%C3%B6nning_Gewerbetreibende%20in%20BIDs.pdf
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“Wohn(t)räume der jungen Alten von morgen. Thesen zum zukünftgen Wohnen im Alter”
Autorin: Ilka Markus
Diplomarbeit, Geographisches Institut der HU Berlin 2010
Das Thema „Wohnen im Alter“ ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen Alterung der Bevölkerung in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend in das wissenschaftliche und öffentliche Interesse gerückt. Die Mehrheit der Studien konzentriert sich auf das gegenwärtige Wohnen im Alter, also auf die heutige Generation 65+. Zu den Wohnbedürfnissen der jetzigen Seniorengeneration existieren demnach umfassende Untersuchungen. Die Wohnungsnachfrage der zukünftigen Senioren wird sich aber deutlich von der Nachfrage der heutigen Alten unterscheiden. Momentan bestehen allerdings noch große Unsicherheiten wie die Wohnansprüche der zukünftigen Alten aussehen werden.
An dieser Stelle setzt die Diplomarbeit von Ilka Markus an. Im Mittelpunkt stand die Erfassung von Wohnpräferenzen der jungen Alten von morgen. Konkret ging es um die Frage, wie die heute 35- bis 45-Jährigen in 30 Jahren (2040) wohnen wollen. Um einen Einblick in die Wohnvorstellungen der zukünftigen Alten zu bekommen, wurden 15 qualitative Leitfadeninterviews mit Bewohnern aus drei unterschiedlichen Quartieren in Berlin und Leipzig durchgeführt. Da Wohnwünsche nicht zusammenhangslos betrachtet werden können, wurden in den Interviews auch die Wohnbiographie und Wohnsituation, der aktuelle und zukünftige Lebensalltag sowie die Altersvorstellungen der Befragten thematisiert.
Bei der fallübergreifenden Analyse der Interviews wurden allgemeine Tendenzen wie die Präferenz für urbane und heterogene Quartiere deutlich. Die Einzelfallbetrachtungen (Kurzbeschreibungen aller Interviews sowie Wohnszenarien ausgewählter Interviews) zeigen die Bandbreite und Gegensätzlichkeit zukünftiger Wohnwünsche. Diese reichen von einem innenstadtnahen Mehrgenerationenhaus über eine randstädtische Großwohnsiedlung bis hin zu einer Gated Community. Die abschließenden Thesen zum zukünftigen Wohnen im Alter sind eine gute Grundlage für weiterführende qualitative sowie quantitative Untersuchungen.
Kontakt zur Autorin: per Mail via Mitgliederbereich unter www.quartiersforschung.de
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Bericht zur Jahrestagung des AK Quartiersforschung
am 11. und 12. November 2010 in Köln
Nach der Auftaktveranstaltung in Bayreuth (2007, begleitet durch den thematischen Sammelband „Quartiersforschung. Zwischen Theorie und Praxis“ im VS-Verlag 2008), den Themen „Governance in der Quartiersentwicklung“ (Berlin 2008, erschienen als gleichnamiger Sammelband im VS-Verlag 2009) und “Quartiere im demographischen Umbruch” (Wien 2009, erschienen als gleichnamiger Sammelband im VS-Verlag 2010) stellte der AK Quartiersforschung 2010 erneut ein aktuelles Thema in den Mittelpunkt seiner Jahrestagung in Köln: „Nachhaltige Quartiersentwicklung. Zur Wirkkraft eines normativen Konzeptes.“ Trotz aller Kritik am Konzept der Nachhaltigkeit erleben wir seine Renaissance in der jüngeren Siedlungsentwicklung. Im Quartierskontext wurde Nachhaltigkeit bislang jedoch noch nicht eingehender diskutiert. Es stellten sich für die Tagung deshalb einige Grundfragen, wie z.B.: Inwiefern kann das Quartier als Bezugsebene einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten? Werden nicht die Bedingungen für Nachhaltigkeit andernorts diktiert? Wie weit ist die Forderung, wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele gleichberechtigt in Quartieren zu fördern, überhaupt realistisch?
Die Tagung begann mit einer von Hans-Georg Kleinmann geleiteten Exkursion ins autofreie Viertel Köln-Nippes als Modell für eine nachhaltige Quartiersentwicklung mit interessanten Einblicken in Planungsdetails und partizipative Strukturen. Darüber hinaus konnte man einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie hoch die Lebensqualität und Wohnzufriedenheit in diesem „nachhaltigen“ Quartier offenbar sind.
Das am nächsten Tag folgende, umfangreiche Tagungsprogramm selbst wurde in vier Themenblöcke strukturiert und kann hier keineswegs so dokumentiert werden, dass es den Ausführungen Referentinnen und Referenten gerecht würde. Wir verweisen jedoch gerne auf den Downloadbereich dieser Website, wo sämtliche Powerpoint-Vorträge vorliegen, sowie auf einen Tagungsband, der sich derzeit in Vorbereitung befindet und noch 2011 in der Reihe „Quartiersforschung“ im VS-Verlag erscheinen wird. Dennoch sollen hier kurz alle Beteiligten bzw. Tagungsbeiträge Erwähnung finden.
Themenkreis 1 („Nachhaltige Quartiersentwicklung im Diskurs“) umfasste Beiträge, die sich mit konzeptionellen Fragen der Nachhaltigkeit auf der Quartiersebene befassten. Karin Hopfner und Philipp Zakrzewski (beide Stuttgart) beschäftigten sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit von Konzepten der nachhaltigen Stadtentwicklung auf Wohnquartiere im Bestand. Das Quartier verstehen sie als „Labor“, in dem konkrete Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt und erprobt werden können. Axel Schubert (Basel) diskutierte die „Verengungsgefahren“, die mit einem konzeptionellen Mainstreaming auch auf der Quartiersebene verbunden seien. So bestehe die Gefahr, dass die Verantwortlichkeit für nachhaltige Entwicklung auf eine Ebene übertragen werde, auf der die Verantwortung nicht eingelöst werden könne. In einem dritten Beitrag zu diesem Themenkomplex referierte Stephanie Weiss über Wohnen als soziale Kulturtechnik und vertrat die Hypothese, dass es sich hierbei um eine vernachlässigte Kategorie im Diskurs der kulturellen Dimension nachhaltiger Entwicklung handele.
Themenkreis 2 handelte von Governance-Prozessen im Rahmen nachhaltiger Quartiersentwicklung. Verena Schäffer (Lausanne) sprach allgemein über Governanceprozesse zur Realisierung nachhaltiger Stadtquartiere und skizzierte drei idealtypische Steuerungsmodelle (privat, öffentlich, kooperativ) an einem Fallbeispiel. Anhand eines konstruktivistischen Ansatzes erläuterte Gabriel Spitzner (Bochum) daraufhin die Rolle privater Bauträger im Rahmen sozial nachhaltiger Quartiersentwicklung bzw. der Bedeutungskonstruktionen, die deren Verhalten vorstrukturierten. Nachdem Karoline Brombach (Stuttgart) über ein Interreg-Projekt berichtete, welches das Management von Stadtteilzentren zum Gegenstand hatte, schloss Marian Günzel (Dresden) den Themenblock mit einem Fallbeispiel über Chancen und Grenzen nachhaltiger Quartiers-Revitalisierung in den USA ab.
Den Themenkreis 3 (Nachhaltigkeit in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf) begann mit einem Referat von Joachim Schöffel und Raimund Kemper (beide Rapperswil) über die eher „pragmatischen“ Governance-Strukturen nachhaltiger Quartiersentwicklung in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland und der EU. Jeanne Grabner (Berlin) setzte danach einen Kontrapunkt aus der Praxis des Quartiersmanagements. Sie stellte die provokante Frage, warum Programme wie „Soziale Stadt“ grundsätzlich nicht dazu geeignet seien, nachhaltige Quartiersentwicklung zu generieren, und erläuterte ihre Thesen anhand zweier gescheiterter Projekte – nicht jedoch ohne abschließend Lösungsansätze für die Zukunft zu skizzieren. Ebenfalls aus der Praxis vor Ort berichtete Jan Lorenz Wilhelm (Potsdam), indem er Widersprüche und Chancen des ehrenamtlichen Engagements als Beitrag nachhaltiger Quartiersentwicklung anhand konkret stattgefundener Workshops plastisch darstellte.
In einem vierten und letzten Block ging es um Bewertungssysteme und Instrumente nachhaltiger Quartiersentwicklung. Ulli Meisel (Aachen) stellte mit seinem „Routenplaner Bestandsquartiere“ sechs Dimensionen für praktisches nachhaltiges Handeln systematisch vor: das Einsparen von Ressourcen und Energie, die Gewährleistung von Wohngesundheit, die Umsetzung einer Sozialorientierung, die Senkung der Herstellungs- und Betriebskosten, die Gewährleistung von Dauerhaftigkeit und nicht zuletzt das Handlungsprinzip „Wiederverwendung“. Im abschließenden Beitrag berichtete Severin Lenel (Zürich) von Erfahrungen aus Quartiers-Projekten, die nach dem Prinzip der 2000-Watt-kompatiblen Arealentwicklung durchgeführt wurden, und skizzierte entsprechende methodische Grundlagen.
Die sehr gut und interdisziplinär besuchte Tagung, die dankenswerter Weise in repräsentativen Räumlichkeiten der FH Köln, vertreten durch Katja Veil, stattfinden konnte und vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt wurde, konnte die großen Eingangsfragen (erwartungsgemäß) nicht abschließend klären. Dennoch gab es eine große Einigkeit in der Abschlussdiskussion, dass die verschiedenen Perspektiven auf nachhaltige Quartiersentwicklung zur intensiven Reflexion angeregt und bei vielen TeilnehmerInnen zu weiterführenden Erkenntnissen – irgendwo verortet zwischen Praxisbezug und theoretischer Position – geführt haben. Es gab hier mitunter eine Annäherung divergierender Positionen und den Wunsch nach weiterer, noch intensiverer Diskussion. Quartier kann – so ein weiteres Fazit – ein enorm wichtiger Bezugspunkt für nachhaltige Stadtentwicklung sein, wenn dadurch der konzeptionelle Rahmen von „Nachhaltigkeit“ nicht vernachlässigt und das Quartier als eingebettete Zwischenebene mit außergewöhnlich vielen Schnittstellen für Nachhaltigkeitsprojekte verstanden wird. Das offene Projekt „Nachhaltige Quartiersentwicklung“ sollte aus unserer Sicht also – auch und gerade in der Geographie – nach diesem Auftakt weiter verfolgt werden.
Matthias Drilling und Olaf Schnur
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Wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement - Bausteine für ein systematisches quartiersbezogenes soziales Management in Wohnungsunternehmen
Dipl.-Ing. Stadtplaner Stefan Peters
Abschlussarbeit zur Erlangung Grades „Immobilien-Ökonom (GdW)“ im EBZ Europäisches Bildungszentrum
Abstract
Wohnungsunternehmen sind wichtige Partner in der sozialen Stadtentwicklung. Bereits vor vielen Jahren haben sie verstanden, dass die sozialen Prozesse, die sich im eigenen Bestand abspielen, nicht nur durch Belegungspolitik zu beeinflussen sind. Dass jedoch auch die Kommunen allein die Probleme nicht lösen können, hat die Wohnungswirtschaft erst in jüngerer Zeit anerkannt. Wohnungsunternehmen, Kommunen und Träger der sozialen Arbeit fördern gemeinsam heute Mieterzufriedenheit, Sicherheit, Gesundheit und Nachbarschaft im Quartier. Damit tragen sie zur sozialen Stabilität auf der einen Seite und der Wohnzufriedenheit auf der anderen Seite bei.
Systematisches soziales Management oder wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement berät, aktiviert und vernetzt Wohnungsbestände. Mieter wandeln sich von passiven Bewohnern zu aktiven Mitgestaltern des Zusammenlebens. Die 48-seitige Abschlussarbeit zur Erlangung des Grades „Immobilien-Ökonom (GdW)“ analysiert, welche thematischen Angebote prägend für wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement sind und wie wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement organisiert werden kann.
Wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement verfügt über eine große inhaltliche Schnittmenge mit dem gebietsbezogenen Quartiersmanagement der Städtebauförderprogramme „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau“, bei dem der Stadtteil im Fokus steht. Daher bedient die Arbeit sich der Erfahrungen aus dem stadtteilbezogenen Quartiersmanagement und aus dem systematischen sozialen Management gleichermaßen.
Anhand der aktuellen Literatur werden Aufgaben und Inhalte von gebietsbezogenem Quartiersmanagement und wohnungswirtschaftlichem Quartiersmanagement dargestellt (Kapitel 2). In einem empirischen Teil werden Interviews zu drei aktuellen Fallbeispielen von wohnungswirtschaftlichem Quartiersmanagement im Wohnungsbestand zusammengefasst (Kapitel 3). Im Schlussteil reflektiert die Arbeit Stellenwert und Inhalt von acht rahmengebende Faktoren für wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement (Kapitel 4):
- Persönliche Präsenz vor Ort;
- Kooperationspartner des wohnungswirtschaftlichen Quartiersmanagements;
- Zielgruppe des wohnungswirtschaftlichen Quartiersmanagements;
- Förderung des bürgerschaftlichen Engagements;
- weitere Themenangebote und ihr zeitlicher Wirkungshorizont;
- Finanzierung;
- Beitrag des wohnungswirtschaftlichem Quartiersmanagements zum Binnen- und Außenimage;
- Beitrag des wohnungswirtschaftlichem Quartiersmanagements zur sozialen Stabilität im Stadtteil.
Die Arbeit richtet sich primär an Wohnungsunternehmen, die im wohnungswirtschaftlichen Quartiersmanagement noch nicht aktiv sind – ihnen werden Anregungen für wirkungsvolle organisatorische und inhaltliche Rahmenbedingungen gegeben. Dem wissenschaftlichen Diskurs steuert sie Fallbeispiele sozialer Arbeit im Quartier sowie ein Konzept rahmengebender Faktoren für wohnungswirtschaftliches Quartiersmanagement bei.
Direktlink zum DownloadBlog: http://www.quartiersforschung.de/download/oekonomarbeit_qm_peters.pdf
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“Höri – da ane g’höri! Wohnqualität in einem suburbanen, lärmbelasteten Unterschichtsquartier”
Autorin: Rahel Nüssli
Masterarbeit, Geographisches Institut, Abteilung Wirtschaftsgeographie, Uni Zürich
Die Studie entstand als qualitativ-empirische Untersuchung im Quartier Gentert-Bückler in Höri (Kanton Zürich) am Geografischen Institut der Universität Zürich, Abteilung Wirtschaftsgeografie. Die Fragestellung erklärt die Autorin so: “Die Gemeinde Höri wirbt mit dem Slogan «Höri – da ane g’höri» selbstbewusst für eine hohe Wohnqualität, indem sie ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gemeinde betont und damit das Bild einer Gemeinschaft hervorruft. In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob das die Bewohner_innen des Untersuchungsquartiers, das Züge eines so genannten «Problemquartiers» aufweist, ebenfalls so sehen, wie es der Slogan der Gemeinde vorzugeben scheint. Die Fragestellung lautet folgendermassen: Mit welchen Erzählmustern sprechen die Bewohner_innen des lärmbelasteten Unterschichtsquartier Gentert-Bückler über ihre momentane Wohnsituation? Was ist ihre persönliche Geschichte im Zusammenhang mit diesem Quartier? Welche Wohnqualitäten sehen sie? Ergeben sich Probleme?” (S. 10).
Hier der Direktlink zum DownloadBlog: http://www.quartiersforschung.de/download/masterarbeit_rnuessli_kompr.pdf
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“Wohnst du noch oder lebst du schon? Genossenschaftliches Wohnen und Leben als Integrationspotential für türkischstämmige Bewohner”
Autorin: Kristin Müller
Diplomarbeit, Geographisches Institut der HU Berlin 2010
Da insbesondere Migranten durch die Deindustrialisierung von Arbeitslosigkeit betroffen sind, verliert die Integrationskraft des Arbeitsmarkts gerade für diejenigen an Bedeutung, die auch in andere mehrheitsgesellschaftliche Bereiche weniger integriert sind. Seit einigen Jahren werden auch Wohnungsgenossenschaften vereinzelt in die Ausführungen über die integrativen Potentiale des Wohnquartiers einbezogen. Eine systematische Zusammenschau von Integrationsdimensionen und den Besonderheiten der genossenschaftlichen Wohnform zeigte die integrativen Ansatzpunkte von Wohnungsgenossenschaften auf struktureller Ebene durch Wohnsicherheit und Wohnqualität, im Bereich sozialer Integration durch moderierte Nachbarschaften sowie im Bereich Partizipation über die Gremien von Genossenschaften und auf identifikativer Ebene über die genossenschaftlichen „Werte“. In der Diplomarbeit wurden anhand einer qualitativen Befragung der wohnungsgenossenschaftlichen Verbände sowie der Vertreter der untersuchten Wohnungsgenossenschaften die Rahmenbedingungen interkulturellen genossenschaftlichen Wohnens untersucht. In der quantitativen Befragung, dem Untersuchungsschwerpunkt der Arbeit, wurden 100 deutsche und Mitglieder mit türkischem Migrationshintergrund entsprechend der dargestellten Integrationsdimensionen nach ihren Bewertungen befragt. Es wurde zwischen den Genossenschaftstypen alte & mittelgroße sowie junge & kleine Genossenschaft unterschieden, da die Analyse der Merkmale verschiedener Unternehmensformen von Wohnungsgenossenschaften auf unterschiedliche Integrationspotentiale hindeutete.
Hier geht es direkt zu den Downloads: http://www.quartiersforschung.de/index.php/seite/downloads/12#12
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Der neue Downloadbereich (auf der Downloadseite ganz unten: http://www.quartiersforschung.de/index.php/seite/downloads/12#12) trägt der Tatsache Rechnung, dass viele engagierte Abschlussarbeiten zu Quartiersthemen exisitieren, diese aber nur selten ein Forum finden, in dem sie gesucht und rezipiert werden können. Diesem Defizit wollen wir hiermit ein wenig Abhilfe schaffen.
Abschlussarbeiten können jederzeit bei uns zur Veröffentlichung eingereicht werden. Voraussetzung ist es, dass die Arbeiten einen dezidierten Bezug zu den Themen des AK und eine gutachterliche Bewertung von 2,0 oder besser erhalten haben (als minimale Qualitätskontrolle - ein Review-Verfahren o.ä. können wir aus Kapazitätsgründen nicht leisten).
Die Online-Publikation der Studien machen wir jeweils im NewsBlog und via Rundmail an die regsitrierten Mitglieder des AK bekannt. Für den Inhalt der veröffentlichten Arbeiten bleiben natürlich die AutorInnen selbst verantwortlich. Das generelle Copyright für die Studien liegt selbstverständlich ebenfalls bei den AutorInnen. Für eine Verwendung der Arbeiten in anderen Kontexten gelten die üblichen wissenschaftlichen Zitierregeln.
Ein Nachtrag: Bitte legen Sie zu Ihrer eingereichten Studie noch einen (sehr kurzen!) Text bei, der im Sinne einer kurzen Erläuterung der Fragestellung, Abstract o.ä. im NewsBlog als Posting verwendet werden kann!
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Inzwischen schon eine kleine Tradition: Der jährliche kleine (nicht ganz ernst gemeinte) Video-Weihnachtsgruß im AK-Blog. Diesmal ist wieder Harald Martenstein für uns unterwegs, in Berlin-Mitte - genau 3 Minuten lang - und geht dabei verschiedenen Quartiersrepräsentationen auf den Grund… viel Spaß
!
http://www.youtube.com/watch?v=r_vYSBegd18
Herzliche Grüße, verbunden mit den besten Wünschen für die Weihnachtstage und das neue Jahr!
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Quartiere im demografischen Umbruch - Beiträge aus der Forschungspraxis
Hrsg.: Schnur, Olaf / Drilling, Matthias
Aus der Reihe: Quartiersforschung
Oktober 2010.
202 S.
Mit 28 Abb. u. 15 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-17732-8
VK 34,95 Euro
Klappentext:
Der demografische Wandel genießt als Megatrend unserer Zeit eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die strukturelle Alterung der Gesellschaft, insbesondere die zunehmende Zahl hochbetagter Menschen, eine mehr oder weniger starke Schrumpfung der Bevölkerungszahl sowie die Heterogenisierung der Gesellschaft durch Zuwanderung machen die Erforschung kleinräumiger demografischer Prozesse notwendig. Dieser Sammelband thematisiert z.B. den Rückgang der Bevölkerung, den Umbau sozialer Infrastrukturen, die Transformation von Versorgungseinrichtungen und den Wandel des Wohnungsmarkts auf der Quartiersebene.
Der Band geht - ergänzt um einen externen Beitrag - auf die Tagung des AK Quartiersforschung 2009 in Wien zurück (siehe hier).
Mit Beiträgen von Matthias Drilling, Olaf Schnur, Annett Steinführer, Philipp Zakrzewski, Oliver Niermann, Nico Grunze, Tatjana Fischer, Katja Veil, Herbert Schubert, Marco Schmidt, Christoph Craviolini, Andre Odermatt, Katrin Großmann, Ingeborg Beer
Das Buch wendet sich an ForscherInnen, Lehrende und Studierende der Stadtgeografie, Stadtsoziologie und verwandter Disziplinen sowie an Akteure aus der Praxis der Stadtplanung und der Kommunalpolitik.
Bezugsmöglichkeiten und weitere Infos:
VS-Verlag
amazon.de (mit “Blick ins Buch")
...oder natürlich im Buchladen um die Ecke!
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Kurzbeschreibung des Projekts
Mit dem Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ werden seit 1999 integrierte Verfahren zur Quartiersentwicklung in Gebieten mit besonderem Ent-wicklungsbedarf gefördert. Bis 2009 waren insgesamt 571 Gebiete in 355 Kommunen an dem Programm beteiligt. Die verfassungsrechtlichen Grundlagen (Art. 104b GG) sehen allerdings eine zeitliche Befristung der Förderung vor. Wenngleich bislang bundesweit lediglich neun Gebiete offiziell aus der Förderung entlassen wurden, stellt sich kurz- oder mittel-fristig vielen Kommunen die Frage nach dem Programmausstieg und der Sicherung tragfähiger Strukturen.
In dieser Situation strebt das Forschungsprojekt an, Erfahrungen aus abgeschlossenen und laufenden Verfahren zusammenzutragen und auszuwerten. Im Ergebnis sollen Hinweise und Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der Verstetigungsprozesse in Programmgebieten der „Sozialen Stadt“ erarbeitet werden. Dabei geht es insbesondere darum, notwendige Kompetenzen und Ressourcen, mit denen die lokalen Akteure ausgestattet sein müssen, zu ermitteln. Darauf aufbauend sollen die Verstetigungs-Chancen angestoßener Projekte und Strukturen bewertet werden, um nachhaltige Strukturen zu etablieren und die notwendigen Partner zur Beteiligung motivieren zu können.
Die Projektbearbeitung gliedert sich in drei Schritte:
In einem ersten Schritt (Oktober bis Dezember 2010) wird der Stand der Forschung aufbereitet. Neben der Auswertung vorliegender Studien werden Erfahrungen aus dem europäischen Ausland einbezogen. Von besonderem Interesse ist das britische Programm „New Deal for Communities“, das in diesem Jahr ausläuft. Es zeichnet sich ab, dass dort vier Ansätze der Verstetigung Einsatz finden: Etablierung von Nachfolge-Organisationen, Erschließung neuer Einnahmequellen u.a. durch die Übertragung von Vermögen und Grundstücken, Weiterführung von Bewohnerbeteiligungsverfahren durch die Kommune sowie Sicherung von Anschlussförderung in einzelnen Themenbereichen durch zuständige Fachbehörden.
In einem zweiten Schritt (Januar bis April 2011) werden Fallstudien in fünf beispielhaften Programmgebieten durchgeführt. Die Auswahl der Gebiete erfolgt über ein Bewerbungsverfahren, in dem Kommunen die Möglichkeit haben, ihre Expertise einzubringen, aber auch Fragen zu nennen, die für sie von zentralem Interesse sind. Die Fallstudien werden im Februar/März 2011 durchgeführt und folgende Themen umfassen:
Gebietsstruktur und Entwicklungsdynamik:
Darstellung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, Ermittlung der wesentlichen Einflussfaktoren
Lokale Akteurskonstellation:
Ermittlung des Profils der (am Programm beteiligten und nichtbeteiligten) Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und ihrer potenziellen Rolle in der Verstetigung
Ziel-, Strategie- und Motivanalyse:
Analyse der Leitbilder und Ziele, die der Arbeit während der Förderung im Rahmen des Programms Soziale Stadt zugrunde lagen, sowie der Strategien, die zur Umsetzung entwickelt wurden. Dazu zählt auch das Integrierte Ent-wicklungskonzept und seine potenzielle Rolle nach Auslauf der Förderung.
Kompetenzanalyse:
Mit Blick auf die Verstetigung ist ein breites Kompetenz-Spektrum gefragt. In den Fallstudien wird herausgearbeitet, welche Kenntnisse und Wissensberei-che von den Experten vor Ort als bedeutsam für die Verstetigung eingeschätzt werden, welche vorhanden sind (und wie sie gesichert werden können), und welche ggf. eingeworben oder angeeignet werden müssen. Daraus lässt sich ein Profil für Beratungsbedarfe und ein Übergangsmanagement entwickeln.
Im dritten Schritt wird im Mai 2011 eine Fachtagung durchgeführt. Bei dieser Veranstaltung werden in einem Peer-Review-Verfahren mit etwa 30 lokalen Experten die ersten Erkenntnisse aus den fünf Fallstudien ausgewertet und Elemente für einen Leitfaden zur Gestaltung eines Übergangs in die Verstetigung (fading out) erarbeitet.
Im Ergebnis wird das Projekt Hinweise und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung des Übergangsmanagements mit dem Ziel der Verstetigung liefern, die den das Programm steuernden Ministerien im Bund und in den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Auf der kommunalen Ebene sowie für die Akteure und insbesondere die Träger in den Quar-tieren sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die Situation im Hinblick auf die Verstetigung adäquat zu erfassen und einordnen zu können sowie konkrete Hinweise und Hilfen für die Ausgestaltung des Übergangsmanagements zu bieten.
Download Anschreiben
Download Bewerbungsbogen
Meldeschluss für interessierte Programmgebiete ist der 15.11.2010. Ansprechpartner ist Patrick Stotz: patrick.stotz[at]hcu-hamburg.de
Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft HCU – HAW - steg
HCU Hamburg Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger: thomas.krueger[at]hcu-hamburg.de
HAW Hamburg Prof. Dr. Simon Güntner: simon.guentner[at]haw-hamburg.de
steg Hamburg Dipl. Psychologin Nadia Fritsche: nadia.fritsche[at]steg-hamburg.de
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Online-Petition: http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/keine-kuerzung-streichung-des-programms-soziale-stadt
weitere Links:
Soziale Stadt 2011-Blog: http://sozialestadt2011.wordpress.com/author/sozialestadt2011/
Urbanophil-Blog: http://www.urbanophil.net/index.php/stadtpolitik/rettet-die-soziale-stadt/
BAG Soziale Stadtentwicklung: http://www.bagsozialestadtentwicklung.de/fileadmin/downloads/BAG_Stellungnahme_St_dtebauf_rderung.pdf
SRL: http://www.srl.de/message.php?dvopgid=8&id=669
vdw: http://www.vdwvdwg.de/index.php?id=252&tx_ttnews%5Btt_news%5D=3866&cHash=ef6ed13e0bd5027bb01e568a2f60c6a2
GdW: http://www.gdw.de/index.php?mod=article_details&id_art=3049&id_mnu=7
Deutscher Städte- und Gemeindebund: http://www.dstgb.de/dstgb/Pressemeldungen/Bund%20muss%20K%C3%BCrzung%20bei%20der%20St%C3%A4dtebauf%C3%B6rderung%20zur%C3%BCcknehmen/
Telepolis-Beitrag: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33137/1.html
FTD-Meldung: http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:roundup-bauminister-gegen-kuerzung-der-staedtebaufoerderung/50165211.html
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Sebastian Henn/Michael Behling (Hg.)
Aspekte integrierter Stadtteilentwicklung
Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Leipziger Osten
242 S., 29,80 €, kart., ISBN 978-3-86596-305-5
Zum Inhalt
Auch in Leipzig – der „boomenden Stadt“ in den neuen Ländern – fällt es
einzelnen Quartieren schwer, den Anschluss an die rasante Entwicklung der
Gesamtstadt zu halten. Im Leipziger Osten gehen deshalb Kommunalpolitik
und Verwaltung soziale Probleme, schwache Wirtschaftsstruktur, Leerstand
und bauliche Herausforderungen gezielt an. Der Sammelband zeigt mit Beiträgen
aus Umsetzungspraxis und Wissenschaft spezifische Problemlagen sowie
erfolgreiche Strategien und Lösungen, begründet aber auch künftige Herausforderungen.
Er richtet sich sowohl an Studierende und Wissenschaftler als
auch an Stadtplaner und Wirtschaftsförderer.
Zu den Herausgebern
Sebastian Henn studierte an den Universitäten Heidelberg und Mannheim Geographie
und Wirtschaftswissenschaften. Seit 2001 (Promotion 2006) ist er wissenschaftlicher
Mitarbeiter an der Universität Halle. Sein Forschungsinteresse
gilt transnationalen Unternehmen und regionalen Clustern.
Michael Behling führt als habilitierter Wirtschaftswissenschaftler seit 1992 ein
Consultingbüro, in dem er sich u. a. mit Fragen der Stadtentwicklung beschäftigt.
Mit dem Fokus Lokale Ökonomie ist er seit Jahren in der Leipziger Stadterneuerung
erfolgreich tätig.
Fachgebiete
Wirtschaftswissenschaft, Soziologie, Städteplanung
Bezug:
LKG – Leipziger Kommissions- und Großbuchhandel, Frau Christine Falk,
Telefon 034206-65 129, Fax 034206-65 17 36, Mail
oder direkt beim Verlag:
Mail:
Fax: 030-86 39 87 31
Telefon: 030-88 66 79 11
postalisch: Frank & Timme GmbH, Wittelsbacherstraße 27a, 10707 Berlin
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Jahrestreffen 2010 des AK Quartiersforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie
“Nachhaltige Quartiersentwicklung. Zur Wirkkraft eines normativen Konzeptes”
11. - 12. November 2010, Köln
Das Programm als Download (pdf): http://www.quartiersforschung.de/download/Tagungsprogramm_Endversion_2.pdf
Trotz aller Kritik am Konzept Nachhaltigkeit erleben wir seine Wiederentdeckung in der aktuellen Siedlungsentwicklung: Bauten vor allem der öffentlichen Hand werden auf ihre Nachhaltigkeit hin geprüft, für Quartiere und Wohnsiedlungen werden Bewertungssysteme zur Nachhaltigkeit entwickelt, im Zuge der Klimaziele werden Quartiere und Wohnsiedlungen unter dem Leitbild der “2000-Watt-Gesellschaft” errichtet, einzelne Städte und Gemeinden nehmen die Nachhaltigkeitsvision in ihre Leitbilder auf und in den Sozialwissen-schaften erschienen zahlreiche Publikationen zum Thema „soziale Nachhaltigkeit“. Unsere Tagung fokussiert In vier Themenbereichen auf die Wirkkraft des Nachhaltigkeits-Konzeptes im Quartierszusammenhang.
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11.11.2010
Exkursionsprogramm
17.00 Uhr
Hans-Georg KLEINMANN, Katja VEIL (Köln):
Autofreie Siedlung Köln-Nippes. Ein Modell für eine nachhaltige Stadtentwicklung?
Treffpunkt: U-Bahnhof Florastraße (Linien 12/15), Ausgang
„Mauenheimer Straße/ Krankenhaus“ vor dem Lokal “Em goldene Kappes”
im Anschluss: Die “fünfte Jahreszeit” – teilnehmende Beobachtung bei Kölsch und Halve Hahn
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12.11.2010
Vortrags- und Diskussionsprogramm
09.00 Uhr
get together
09.15 Uhr
Matthias DRILLING (Basel), Olaf SCHNUR (Berlin): Begrüßung
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Themenkreis 1: Nachhaltige Quartiersentwicklung im Diskurs
09.30 Uhr
Karin HOPFNER, Philipp ZARKRZEWSKI (Stuttgart):
Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit von Konzepten der nachhaltigen Stadtentwicklung auf bestehende Wohnquartiere
10.00 Uhr
Axel SCHUBERT (Basel):
Zu den Verengungsgefahren eines konzeptionellen Mainstreamings
10.30 Uhr
Stephanie WEISS (Basel):
Wohnen als soziale Kulturtechnik - eine vernachlässigte Kategorie im Diskurs der kulturellen Dimension nachhaltiger Entwicklungen
11.00 Uhr Kaffeepause
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Themenkreis 2: Governance im Rahmen nachhaltiger Quartiersentwicklung
11.30 Uhr
Verena SCHÄFFER (Lausanne):
Governanceprozesse zur Realisierung nachhaltiger Stadtquartiere
12.00 Uhr
Gabriel SPITZNER (Bochum):
Soziale Nachhaltigkeit. Beiträge privater Bauträger für zukunftsfähige Quartiere in NRW
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr
Karoline BROMBACH (Stuttgart): Das Management von Stadtteilzentren - ein neues Berufsfeld für Nordwesteuropa?
14.00 Uhr
Maik HÖMKE (Burgdorf):
Sanierungshandbuch Gyrischachen: Nachhaltige sozialverträgliche und umweltfreundliche Umgestaltung eines Quartiers
14.30 Uhr
Marian GÜNZEL (Dresden):
Die Revitalisierung innerstädtischer Quartiere in den USA: Möglichkeiten und Grenzen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung durch Erneuerung
15.00 Kaffeepause
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Themenkreis 3: Nachhaltigkeit in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf
15.30 Uhr
Joachim SCHÖFFEL, Raimund KEMPER (Rapperswil):
Governance nachhaltiger Quartiersentwicklung in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland und der EU
16.00 Uhr
Jeanne GRABNER (Berlin):
Nachhaltige Stadtentwicklung versus Förderprogramme der nachhaltigen Stadtentwicklung. Warum Programme wie „Soziale Stadt“ keine nachhaltige Quartiersentwicklung generieren können
16.30 Uhr
Jan L. WILHELM (Potsdam):
Stärkung des ehrenamtlichen Engagements als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung? Widersprüche, Chancen und konkrete Workshopdesigns
17.00 Uhr Kaffeepause
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Themenkreis 4: Bewertungssyste-me und Instrumente nachhaltiger Quartiersentwicklung
17.30 Uhr
Ulli MEISEL (Aachen):
Routenplaner Bestandsquartiere – sechs Dimensionen für praktisches nachhaltiges Handeln
18.00 Uhr
Britt LAHMANN (München):
2000-Watt-kompatible Arealentwicklung – Erfahrungen aus realisierten Projekten
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18.30 Uhr
Matthias DRILLING (Basel), Olaf SCHNUR (Berlin): Zusammenfassung
ca. 19.00 Uhr
Ende der Tagung
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Im Anschluss an die Tagung besteht die Möglichkeit, sich zu einem informellen Abend zu treffen. Der Ort wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.
ca. 20.00 Uhr
Eat, Drink & Talk
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Veranstalter und Ansprechpartner:
DGfG-Arbeitskreis
Quartiersforschung
Dr. Olaf Schnur
Universität Potsdam
Institut für Geographie
Karl-Liebknecht-Straße 24/25
D-14476 Potsdam
eMail:
T. +49 (0) 331 9772138
Dr. Matthias Drilling
Fachhochschule Nordwestschweiz
Institut Sozialplanung und Stadt-entwicklung
Thiersteinerallee 57
CH‐4053 Basel
eMail:
T. +41 (0)61 337 27 12
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Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Unterkunft und Verpflegung ist Sache der Teilnehmenden. Bitte melden Sie sich formlos per eMail bei einem der Sprecher des AK an.
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Tagungsort:
Fachhochschule Köln
Rotunde
Claudiusstraße 1
50678 Köln
Anfahrtsbeschreibung FH Köln:
Die Rotunde befindet sich im Dachgeschoss des hinteren Gebäudes. Wir werden den Weg für Sie ab dem Haupteingang markieren.
Eine Anfahrtsskizze finden Sie in der PDF-Version.
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Demographischer Impact in städtischen Wohnquartieren:
Entwicklungsszenarien und Handlungsoptionen
Autor: Olaf Schnur
Broschiert: 518 Seiten
VS-Verlag; Auflage: 1 (15. Juli 2010)
ISBN-10: 3531176501
ISBN-13: 978-3531176505
Das Buch
Auf der stadtentwicklungspolitisch so wichtigen Ebene der Wohnquartiere gab es hinsichtlich demographischer Prozesse lange Zeit nur wenige Forschungsarbeiten. Dies ist kein Zufall, denn „das Quartier“ entzieht sich einfacher Analysen. Olaf Schnur eröffnet neue inhaltliche und methodische Perspektiven: Anhand einer Untersuchung von vier deutschen Städten exploriert er demographisch und baulich unterschiedlich strukturierte Wohnquartiere in einem kreativen Methoden-Mix (u.a. Szenariotechnik, Delphi-Methode). Daraus werden Entwicklungsszenarien im Rahmen einer Wohnquartierstypologie, „Tools“ für Kommunen und die Wohnungswirtschaft („Quartiersentwicklungsmanagement“) sowie ein demographisch orientiertes, zyklisches Governance-Modell der Quartiersentwicklung abgeleitet. Einzelnen Quartierstypen lassen sich damit verschiedene Zukunftskorridore zuordnen. Mit Hilfe solcher „strukturierter Zukünfte“ kann die Entwicklung der Quartiere gezielter gesteuert und ein zu erwartender Quartierswandel einfacher kommuniziert werden. Das Buch wendet sich an ForscherInnen, Lehrende und Studierende der Stadtgeographie, Stadtsoziologie, der Immobilienökonomie und verwandter Disziplinen sowie an Akteure aus der Praxis der Stadtplanung, der Kommunalpolitik und der Wohnungswirtschaft.
Aus dem Inhalt
Sozialer und demographischer Wandel in Deutschland - Quartiersentwicklungsmodelle und -theorien - Urban Governance - Demographie, Wohnungsmarkt und Quartier - Quartierstypologie - Quartiersszenarien und Modellentwicklung - Toolbox für Kommunen und Wohnungswirtschaft - Metatrends künftiger Quartiersentwicklung
Zielgruppen
u.a.
GeographInnen
SoziologInnen
PolitologInnen
StadtplanerInnen
Kommunen
Wohnungswirtschaft
Bezugsmöglichkeiten:
http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-17650-5/Demographischer-Impact-in-staedtischen-Wohnquartieren.html
http://www.amazon.de/gp/product/3531176501/sr=8-2/qid=1279548292/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=&qid=1279548292&sr=8-2&seller=
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Über die Bedeutung von Kunst und Kreativität für die Quartiersentwicklung wird seit einigen Jahren zunehmend diskutiert. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Publikation und eine Konferenz zu diesem Thema hinweisen:
PUBLIKATION
Kunst macht Stadt - Vier Fallstudien zur Interaktion von Kunst und Quartier
von Philipp Rode, Bettina Wanschura und Christian Kubesch
aus der Reihe Quariersforschung, VS-Verlag, Wiesbaden
29,95 Euro
Der Band ist in 2. Auflage 2010 erschienen.
Kurzbeschreibung
Aufwertungsdiskurse über Stadträume bewegen sich heute im Spannungsfeld von vorhergehender Desinvestition und einsetzenden soziostrukturellen Verdrängungsprozessen. Die “kreative Klasse” spielt dafür sowohl im Rahmen von Gentrifizierungsprozessen, als auch für den sozio-ökonomischen und stadträumlichen Umbau zur kreativen Stadt eine Hauptrolle. Die Autoren untersuchen am Beispiel von vier Kunst- und Kulturprojekten in Wien, wie sich diese Projekte auf die Stadtstruktur auswirken und welche Rahmenfaktoren den Einfluss von Kunst und Kultur auf die Stadtentwicklung bedingen. Es wurden qualitative und quantitative Daten erschlossen und bearbeitet, wobei aufgrund des anwendungsorientierten, transdisziplinären Erkenntnisinteresses ein Schwerpunkt auf dialogische Elemente gelegt wurde. Einen zentralen Stellenwert nimmt dabei die Generierung von personenbezogenem Wissen ein.
Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Stadtgeographie, -soziologie und -planung sowie an Praktiker aus der Stadtentwicklung, der (Kommunal-)Politik und an KünstlerInnen.
Die AutorInnen
DI Dr. Philipp Rode ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur in Wien und Partner des Planungsbüros zwoPK Landschaftsarchitektur.
DI Bettina Wanschura ist Gesellschafterin des Planungs- und Kommunikationsbüros PlanSinn mit Sitz in Wien.
DI Christian Kubesch ist Mitarbeiter des Referats für Wohnbauforschung und INternationale Beziehungen der Stadt Wien.
KONFERENZ
“The Arts and the City II - Kunst macht Quartier
Kultur als Entwicklungsstrategie? Zwischen Aufwertung und Empowerment”
Internationale Konferenz
Am 8. Juli, von 11–21 Uhr. Forum Factory, Besselstraße 14
Berlin - Südliche Friedrichstadt
Die Teilnahme ist kostenlos - um Anmeldung unter - - bis 6. Juli wird gebeten
INTRO
Kunstszene, Kunstprojekte und Kunstinstitutionen werden als Initiatoren und Beschleuniger von urbanen Aufwertungsprozessen betrachtet und sind mittlerweile fester Bestandteil im Werkzeugkasten von Quartiers- und Standortentwicklung. Doch zunehmend üben sich die vermeintlichen Aufwertungs-Pioniere in kritischer Distanz zu dieser Rollenverteilung – nicht zuletzt, da auch sie immer häufiger von Verdrängungsprozessen betroffen sind.
Zugleich hat die Gegenwartskunst ein neues Sensorium für Stadträume und lokale Kontexte entwickelt und nutzt diese als Aktions-, Projektions- und Ausstellungsraum. Un-Räume, Leerräume und Transformationsräume sind zu nachgefragten Arbeits- und Ausstellungsorten für Kunstprojekte und Kunstinstitutionen geworden - wobei immer öfter eine kritische Reflexion ökonomischer Verwertungsprozesse Teil des Programms ist.
Vor diesem Hintergrund entwickelt der Berliner Kunsthalle e.V. seit Jahren Konzepte und Strategien für einen neu-artigen Kunstraum, welche die kulturellen, gesellschaftlichen und stadträumlichen Potentiale einer Kunsthalle berücksichtigen.
Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung lädt in Kooperation mit dem Berliner Kunsthalle e.V. und dem Projekt Kreativquartier Südliche Friedrichstadt ein, über den Zusammenhang von Stadtentwicklung und Kunst zu diskutieren:
> Können zwischen Kunstfestivals, Kunstprojekten, Kunstinstitutionen auf der einen, und gesellschaftlichen Kollektiven auf der anderen Seite neue Partnerschaften und kreative Interaktionsformen entstehen, die für beide Seiten einen Mehrwert darstellen?
> Wie könnten sich Kunstquartiere und Projektzusammenhänge dauerhaft konstituieren, ohne in den Verwertungsstrudel der Immobilienwirtschaft zu geraten?
> Haben künstlerische Strategien der Raumnahme und des Arbeitens in sozialräumlichen Kontexten eine neue Bedeutung für das Selbstbewusstsein der Stadtgesellschaft? Oder bleiben sie nur Eventkultur und Quartiersdeko?
Auf der Suche nach Strategien und gelungenen Projekten wollen wir diese und weitere Fragen, mit Schwerpunkt auf die Berliner Situation, mit ExpertInnen und Akteuren aus Berlin, Wien, Hamburg und Basel diskutieren.
PROGRAMM
11.00 – 13.00 Uhr Exkursion zu Orten mit Interaktionspotential – Räume + Un-Räume; Work in Progress des Vernetzungsprojektes „Welchen Raum braucht die Kunst?“ des Berliner Kunsthalle e.V.
13.15 – 14.15 Uhr Gemeinsames Mittagessen
14.30 – 16.30 Uhr
AUFTAKT > Kunstraum-Raumkunst – Welchen Raum braucht die Kunst?
Input 1 Daniela Brahm (Ex-Rotaprint, Wedding, Berlin)
Input 2 Bastian Lange (Multiplicities-Berlin)
16.45 – 18.45 Uhr
PARALLELE FOREN
FORUM I Kunstquartiere im urbanen Transformationsprozess - natürlicher Zyklus oder steuerbarer Prozeß?
Input 1 Christine Ebeling (Künstlerin, Gängeviertel e.V., Hamburg) | René Gabriel (Stadtplaner, Gängeviertel e.V., Hamburg)
Input 2 Katja Niggemeier (Quartiersmanagement Soldiner Straße, Wedding, Berlin)
Input 3 Klaus Bortoluzzi (AG Kultur im Reuterkiez, Neukölln, Berlin)
ROUND TABLE: Katja Niggemeier (Quartiersmanagement Soldiner Straße, Wedding, Berlin) | Bernhard Kotowski (bbk berlin) | Christine Ebeling (Künstlerin, Gängeviertel e.V., Hamburg) | René Gabriel (Stadtplaner, Gängeviertel e.V., Hamburg) | Daniela Brahm (Ex-Rotaprint, Wedding, Berlin) | Notker Schweikhardt (Berliner Kunsthalle e.V.) | Klaus Bortoluzzi (AG Kultur im Reuterkiez, Neukölln, Berlin)
FORUM II Kunstinstitutionen im Stadtraum: Raumschiff oder urbaner Begegnungsort?
Input 1 Stéphane Bauer (Kunstraum Kreuzberg/Bethanien)
Input 2 Florian Schmidt (Projekt Kreativquartier Südliche Friedrichstadt, Berlin)
ROUND TABLE: Angela Rosenberg (Temporäre Kunsthalle) | Leonie Baumann (NGBK Berlin) | Christina Werner (Koord. Institut für Raumexperimente, tbc) | Christof Struhk (Modulor) | Stéphane Bauer (Kunstraum Kreuzberg/Bethanien) | Susanne Husse (Berliner Kunsthalle e.V.) | Jan Engelmann (Referent Kunst und Kultur der Heinrich-Böll-Stiftung)
FORUM III Glokales Empowerment durch Kunstprojekte? Soziologische Utopie oder erprobtes Werkzeug?
Input 1 Philipp Rode (Universität für Bodenkultur, Wien / Kunstfestival: Soho in Ottarkring, Brunnenviertel, Wien)
Input 2 Uwe Jonas (NGBK-Projekt Alexanderplatz U2 und Pilotprojekt Gropiusstadt, Berlin)
ROUND TABLE: Adam Page (Künstler, NGBK) | Stefan Endewarth (Kotti-Shop) | Uwe Jonas (NGBK-Projekt Alexanderplatz U2 und Pilotprojekt Gropiusstadt) | Erik Dettwiler (Künstler, Berlin) | Les Schliesser (Künstler, Exrotaprint Wedding,Berlin) Philippe Cabane (Stadtsoziologe, nt/Areal, Basel) | Lilli Braunisch (Berliner Kunsthalle e.V.)
19.00 – 21.00 Uhr
ABSCHLUSSDISKUSSION Kunst – Macht – Quartier: Entwurf einer Strategie für Berlin
Input 1 Zusammenfassung der Foren
Input 2 Christof Struhk (Modulor Projekte GmbH, Kreuzberg, Berlin)
Input 3 Philippe Cabane (Stadtsoziologe, nt/Areal, Basel)
PODIUM:
- Dr. Jan Stöß (Stadtrat für Kultur Friedrichshain-Kreuzberg)
- Alice Ströver (Sprecherin für Kultur, Bündnis 90/ Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin)
- Christine Ebeling (Künsterin, Gängeviertel e.V., Hamburg)
- Jochen Sandig (Radialsystem)
- Florian Schmidt (Projekt Kreativquartier Südliche Friedrichstadt, Berlin)
- Daniela Brahm (Ex-Rotaprint, Wedding, Berlin)
THE ARTS AND THE CITY – since 2009
Das Projektformat „The Arts and the City“ ist als internationales Forum zur Erforschung des Zusammenhangs von Urbanität und zeitgenössischer künstlerischer Praxis angelegt und will Anstoßgeber sein für eine innovative zukünftige Berliner Kunsthalle. The Arts and the City begann im Jahre 2009 mit dem internationalen Symposium „Wege zu einer Berliner Kunsthalle – Typologien innovativer Kunstzentren Europas“. Im Frühjahr 2010 startete das Vernetzungsprojekt „Welchen Raum braucht die Kunst?“, dessen Ziel der Aufbau eines interdisziplinären Proto-Netzwerkes für eine zukünftige Berliner Kunsthalle ist. Träger des Projektes ist der Berliner Kunsthalle e. V. Das Projekt wird vom Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und wechselnden Partnern unterstützt. Konstanter Sponsor ist das Forum Berufsbildung und die Forum Factory.
VERANSTALTER | KONTAKT
Berliner Kunsthalle e.V. http://www.berliner-kunsthalle.de
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung http://www.bildungswerk-boell.de
Kreativquartier Südliche Friedrichstadt http://www.kreativ-quartier-berlin.de
Kontakt zum Koordinationsteam:
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Jahrestreffen 2010 des AK Quartiersforschung
der Deutschen Gesellschaft für Geographie
am 12. November 2010
Nachhaltige Quartiersentwicklung - Zur Wirkkraft eines normativen Konzeptes
Tagungsort: Fachhochschule Köln, Claudiusstr. 1, 50678 Köln
Raum: Rotunde
Call for Papers
Nach den Themen „Governance in der Quartiersentwicklung“ (Berlin 2008) und “Quartiere im demographischen Wandel” (Wien 2009) wollen wir mit dem Thema Nachhaltige Quartiersentwicklung abermals ein hochaktuelles Thema im Mittelpunkt unserer Tagung stellen.
Als im Jahr 1984 die norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland zur Vorsitzenden der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung berufen wurde, war dies nach den Kommissionsberichten “Das Überleben sichern” (Nord-Süd Kommission, 1980) sowie “Die gemeinsame Sicherheit” (Independent Commission on Disarmament and Security Issues, 1982) der dritte Auftrag für die Erarbeitung eines weltumspannenden politischen Hand-lungsdispositivs, für den die Generalversammlung der Vereinten Nationen Verantwortung übernahm. In ihrem Abschlussbericht weist die Kommission zwar im Geiste der Berichte des Club of Rome (Colombo & Turani, 1986; Meadows, 1974) auf die Grenzen von einseitig auf monetären und kurzfristigen Nutzen hin ausgerichtete Wachstums- und Entwicklungsstrategien hin. In einem weiteren Schritt versucht sie aber auch, ein alternatives, vor allem generationenübergreifendes Entwicklungsszenario zu entwerfen und die bisher als konfliktär angesehene Beziehung zwischen den Zielen “Wachstum” und “Erhaltung der natürlichen Umwelt” aufzubrechen. Dazu führt die Kommission den Begriff der “dauerhaften Entwicklung” ein: “Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.” (Hauff, 1987, 46)
In den Jahren nach der Veröffentlichung des Brundtlandberichtes wurde Nachhaltigkeit zu einem Grundprinzip von Politik und mit der Rio-Abschlusscharta „Agenda 21“ war ein globa-les Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert formuliert, das insbesondere die städtische Entwicklung ins Zentrum stellte. Leitende These war die Annahme, dass es die Städte, in de-nen zahlreiche der “Ungleichgewichte [verursacht], die unsere moderne Welt schädigen” entstehen (Charta von Aalborg, 1994, S. 2); und es sind die Städte, in denen Antworten auf diese Herausforderungen gefunden werden müssen (ebd., S. 3). Dass dabei die Quartiere der “Nukleus” einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind, lautet die zweite These, die hier von Relevanz ist (Schnur, 1999).
Doch in welcher Form kann das Quartier einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten? Immerhin deutet “alles darauf hin, dass das Wesentliche des vor Ort zu Erlebenden und zu Sehenden […] ihren Kern ganz woanders haben“ (Bourdieu 1997, S. 159) Und: Wie weit ist die Forde-rung, wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele gleichberechtigt in Quartieren zu fördern überhaupt realistisch? Hilft der Nachhaltigkeitsdiskurs nicht eher, bisherige - unbefriedigende - Handlungsstrategien zukunftsorientiert umzuformulieren bzw. zu begründen (Dangschat, 2001, S. 76f.)? Und: Wie weit ist die Forschung und Praxis, die sehr viel spätere Diskussion in den Sozialwissenschaften über soziale Nachhaltigkeit an den Mainstream-Diskurs anschlussfähig zu machen und zu operationalisieren? Denn oft wird soziale Nachhaltigkeit auf das Kriterium der Partizipation verengt (Drilling, 2009).
Doch trotz aller Kritik am Konzept Nachhaltigkeit erleben wir seine Wiederentdeckung in der aktuellen Siedlungsentwicklung: Bauten vor allem der öffentlichen Hand werden auf ihre Nachhaltigkeit hin geprüft; für Quartiere und Wohnsiedlungen werden Bewertungssysteme zur Nachhaltigkeit entwickelt, im Zuge der Klimaziele werden Quartiere und Wohnsiedlungen unter dem Leitbild der “2000-Watt-Gesellschaft” errichtet, einzelne Städte und Gemeinden nehmen die Nachhaltigkeitsvision in ihre Leitbilder auf. Die Sozialwissenschaften publi-zieren rege zum Thema soziale Nachhaltigkeit.
Folgende Themenkomplexe sollen im Rahmen des AK Treffens erörtert werden und entsprechende Abstracts sind gebeten, sich einem der Themenkomplexe zuzuordnen:
1)
Diskurs nachhaltige Quartiersentwicklung: Was wird 25 Jahre nach dem Brundtland-Bericht unter nachhaltiger Quartiersentwicklung verstanden? Welche Sichten haben sich warum durchgesetzt, welche nicht? Welches sind die konkurrierenden normativen Leitbilder?
2)
Zur Governance nachhaltiger Quartiersentwicklung: Welche Formen der Steuerung haben sich herausgebildet? Wie weitreichend sind Akteursnetzwerke, wie gestaltet sich das Zusammenspiel zwischen Politik, Eigentümern/Immobilienwirtschaft und Ver-waltung? Welche Konzepte sind zur Planung von Steuerung hilfreich (z.B. Regimekonzept)? Resultiert aus den anderen Formen der Steuerung auch ein verändertes Entwicklungsverständnis?
3)
Modelle nachhaltiger Quartiersentwicklung: Gesucht sind ‘best practise’-Beispiele auf Ebene Quartier/Siedlungen. Gefragt wird nach den Möglichkeiten und Grenzen der gleichwertigen Berücksichtigung von Zielen sozialer Nachhaltigkeit auf dieser Massstabsebene. Was ändert sich konkret in den ‘best practise’ Beispielen z.B. in Bezug auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Segregation, Armut, Fragmentierung der Stadt?
4)
Bewertungssysteme und Evaluationen (mit Fokus auf sozialer Nachhaltigkeit): Wie wird soziale Nachhaltigkeit im Quartierszusammenhang definiert? Welche Systematiken eignen sich für die Umsetzung? Welche Erfahrungen mit der Bewertung gibt es?
Der AK richtet sich an alle, die sich in Forschung und/oder Praxis (Kommunen, Immobilien-wirtschaft, Consulting…) mit Quartiersthemen befassen, insbesondere auch an NachwuchswissenschaftlerInnen. Der Arbeitskreis versteht sich als ein offenes, interdisziplinäres und integrierendes Forum für den fachlichen Austausch: Deshalb sind selbstverständlich neben GeographInnen auch Angehörige anderer sozialwissenschaftlicher Disziplinen sowie StadtplanerInnen und weitere Fachpersonen der Praxis herzlich willkommen!
Für das Jahrestreffen, das in Köln am 12. November 2010 stattfinden wird, sind Impulsreferate (ca. 20 Minuten) aus den oben beschriebenen Themenbereichen vorgesehen. Themen-vorschläge (mit Kurzexposés von höchstens einer Seite) richten Sie bitte bis spätestens 5. Juli 2010 an einen der beiden Sprecher des AK Quartiersforschung, die auch für weitere Auskünfte und Rückfragen gerne zur Verfügung stehen. Bei ausreichender Anzahl und Qualität der Beiträge ist eine anschließende Verlagspublikation möglich.
Interessierte, die kein Referat vorstellen, aber dennoch an der Tagung teilnehmen möchten, sind ebenfalls herzlich eingeladen. Über eine formlose Anmeldung per eMail freuen wir uns! Das definitive Tagungsprogramm wird bis spätestens Anfang November vorliegen.
Darüber hinaus planen wir am Vorabend, den 11.11.2010 einen Stadtspaziergang zu organisieren. Neben der Besichtigung modellhafter nachhaltiger Quartierentwicklungsprojekte in Köln (z.B. autofreier Stadtteil) werden wir aus aktuellem Anlass auch den Beginn der “fünften Jahreszeit” (Eröffnung der Karnevalssaison ab 11.11.) erleben.
Dieser CfP liegt auch in einer zum Ausdrucken oder zum Weiterverbreiten geeigneten PDF-Version inkl. Anfahrtskizze vor (Download).
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Patrycja Bielawska-Roepke (2009): Revitalisierung in Polen. Handlungsmöglichkeiten kommunaler Verwaltungen in den Revitalisierungsprozessen städtischer Altbaugebiete am Beispiel von Stettin (Szczecin). Dissertation TU Dresden, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-25986
oder zu finden durch die Suche bei http://www.qucosa.de
Summary
In den Altbaugebieten mit Wohnsubstanz in polnischen Städten, welche im zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden, herrschen oft städtebauliche Missstände. Obwohl oft zentral gelegen und mit denkmalgeschützter Substanz bebaut, werden diese Gebiete aufgrund des baulichen, sozialen, wirtschaftlichen und des Umweltzustandes als Problemgebiete bezeichnet. Deren Revitalisierung ist jedoch von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung der Gesamtstadt und für die städtischen Akteure. Die Dissertation suchte Antworten auf die Frage nach Spielräumen und Einschränkungen für die Handlungen polnischer kommunaler Selbstverwaltungen im Bereich der Revitalisierung städtischer Problemgebiete mit Altbausubstanz, welche aus dem institionellen Kontext resultieren. Unter dem institutionellen Kontext werden nach Ansatz des akteurzentrierten Institutionalismus sowohl formelle, rechtliche Regeln als auch informelle Regeln verstanden.
Anhand der Analyse des polnischen Raumplanungssystems konnte gezeigt werden, dass der Handlungsspielraum lokaler Verwaltungen bei der Gestaltung und Durchführung der Revitalisierungsprozesse gesetzlich breit definiert ist, allerdings die Vorschriften des Raumplanungssystems tragen nicht zur integrierten und strategischen räumlichen Planung der Gemeinde bei. Zur Einschränkung der Nutzung des gegebenen Handlungsspielraumes tragen, neben den gesetzlichen Bestimmungen auch die in der Fallstudie identifizierten informellen Regeln bei.
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Alle Jahre wieder ...die “Problemkiez"-Debatte in Berlin infolge der Präsentation des aktuellen Monitoring-Berichts “Soziale Stadtentwicklung” (der aktuelle Bericht 2009: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/de/2009/index.shtml):
Während die taz tapfer über die Gewinner- unter den Verliererquartieren berichtet (http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/zwei-gewinner-unter-den-ueblichen-verlierern/), markiert die Morgenpost zumindest in ihrem Aufmacher eine klare Trennlinie zwischen Arm und Reich - wie auch im letzten Jahr untermauert mit einem interaktiven kartographischen Infotainment-Teil (http://www.morgenpost.de/berlin/article1242599/Arm-und-reich-sind-in-Berlin-klar-getrennt.html und http://www.morgenpost.de/berlin/article894435/Der_Info_Atlas_Berlin.html).
“Berliner Problemzonen” beschreibt die Berliner Zeitung (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/152921/152922.php), der Tagesspiegel wartet mit einem Seite-1-Kommentar sowie einem ganzen “Problemkieze-Dossier” zum Thema auf (http://www.tagesspiegel.de/problemkieze). Der Hauptartikel im Tagesspiegel beschäftigt sich mit der Situation in anderen europäischen Großstädten und titelt: “Kampf den Ghettos”.
Argumentiert wird vor allem mit Rankings, Listen und Karten, die inhaltliche Diskussion kommt meines Erachtens wie meistens zu kurz. Lediglich die vom Berliner Senat neu eingeführten “Aktionsräume plus” (http://www.quartiersmanagement-berlin.de/Aktionsraeume-plus.3480.0.html) werden mitunter differenzierter diskutiert, u.a. im oben erwähnten Tagesspiegel-Kommentar von Tissy Bruns.
Kommentare und ggf. weitere Links sind erwünscht!
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Es ist schon wieder so weit: Das Jahr 2009 neigt sich dem Ende zu… deshalb wollen wir nicht vergessen, allen Mitgliedern und InteressentInnen des AK Quartiersforschung schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2010 zu wünschen! Wie immer gibt es auch wieder ein filmisches Bonmot.
Wenn Quartiersentwicklung so spielerisch einfach wäre…
: Video Platten-Bau
Herzliche Grüße
Matthias Drilling und Olaf Schnur
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Hier ein Auszug aus den Projekt-Erläuterungen auf der Webseite:
“Die Attraktivierung der Städte als Wohn- und Arbeitsort für Familien ist ein wichtiges Ziel der Stadtentwicklungspolitik in Deutschland. Damit werden insbesondere auch die Gebrauchsqualitäten für Jugendliche zu einem entscheidenden Faktor, denn die Zukunftsfähigkeit unserer städtischen Strukturen kann nur dann gesichert werden, wenn gerade für sie Aufenthaltsqualitäten und Entfaltungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Die Ausrichtung von Städten und Stadtquartieren auf die Anforderungen von Jugendlichen und ihre stärkere Einbeziehung in die Stadtentwicklung bildet daher eine der notwendigen Grundlagen aller Versuche, durch den Verbleib oder Rückzug von Familien in die innerstädtischen Quartiere eine Stabilisierung und Renaissance der Städte zu erreichen und damit eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern. Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Forschungsfeld “Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere (IFAS)” lassen jedoch den Schluss zu, dass gerade Jugendliche in den Stadtquartieren immer weniger Orte und Angebote finden. Doch Jugendliche brauchen einen sozialen Raum des Handelns und Kommunizierens. Das Wohnumfeld, in dem sie aufwachsen und leben, bildet mit seinen Angeboten diesen sozialen Raum. Die Entwicklung der Jugendlichen wird durch alltägliche Erfahrungen zuhause, auf dem Schulweg, in der Nachbarschaft und in der Schule geprägt. Um diese Erfahrungen positiv zu gestalten und Jugendliche zu aktiven Mitgliedern der Zivilgesellschaft werden zu lassen, müssen sie stärker als bisher in die Verfahren und Prozesse der Stadtplanung und Stadtentwicklung einbezogen werden. Dies gilt gerade dann, wenn Jugendliche mit Migrationshintergrund der Zugang ermöglicht und ihre Mitwirkung angeregt werden sollen.”
Weitere Infos zum Projekt, Auftraggebern und Auftragnehmern (im übrigen hier bei uns im AK vertreten) findet man hier:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/Forschungsfelder/InnovationenFamilieStadtquartiere/BausteinJugendliche/01__Start.html
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Aktuell wurde ein neuer Blogbereich eingerichtet. Dieser wird im Laufe des Winters regelmäßig über ein Oberseminar am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zum Thema “Quartiersforschung” berichten und ist über die Navigationsleiste links unterhalb des “NewsBlog” zu finden.
Mehr Infos dazu im ersten Eintrag des SeminarBlogs unter http://www.quartiersforschung.de/index.php/seite/seminarblog_index/.
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Rode, Philipp / Wanschura, Bettina
Kunst macht Stadt
Vier Fallstudien zur Interaktion von Kunst und Stadtquartier
Aus der Reihe: Quartiersforschung
erscheint voraussichtlich am 8.10.2009.
199 S. Mit 36 Abb., davon 10 in Farbe Br.
ISBN: 978-3-531-17005-3
EUR: 29,90
Klappentext
Aufwertungsdiskurse über Stadträume bewegen sich heute im Spannungsfeld von vorhergehender Desinvestition und einsetzenden soziostrukturellen Verdrängungsprozessen. Die ‚kreative Klasse‘ spielt dafür sowohl im Rahmen von Gentrifizierungsprozessen, als auch für den sozio-ökonomischen und stadträumlichen Umbau zur kreativen Stadt eine Hauptrolle. Philipp Rode und Bettina Wanschura untersuchen am Beispiel von vier Kunst- und Kulturprojekten in Wien, wie sich diese Projekte auf die Stadtstruktur auswirken und welche Rahmenfaktoren den Einfluss von Kunst und Kultur auf die Stadtentwicklung bedingen. Es wurden qualitative und quantitative Daten erschlossen und bearbeitet, wobei aufgrund des anwendungsorientierten, transdisziplinären Erkenntnisinteresses ein Schwerpunkt auf dialogische Elemente gelegt wurde. Einen zentralen Stellenwert nimmt dabei die Generierung von personenbezogenem Wissen ein.
Aus dem Inhalt
Wechselwirkungen: soziale Netzwerke - Baulich-räumliche Entwicklungsdynamik - Stadtökonomie - Kunst in der Stadt: drei Blitzlichter - Hemmende und fördernde Faktoren auf Stadtteil- und Projektebene
Zielgruppen
StadtplanerInnen
GeographInnen
SoziologInnen
Quartiers- und ProjektmanagerInnen
KünstlerInnen
KommunalpolitikerInnen
Über die Autoren:
DI Dr. Philipp Rode ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur in Wien und Partner des Planungsbüros zwoPK Landschaftsarchitektur.
DI Bettina Wanschura ist Gesellschafterin des Planungs- und Kommunikationsbüros PlanSinn mit Sitz in Wien.
Das Buch ist unter http://www.vs-verlag.de oder im Buchhandel zu beziehen.
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Der Beitrag wurde bereits im Sommer 2009 gesendet, und wir danken dem Gentrification-Blog http://gentrificationblog.wordpress.com/ für die nachträgliche Spur zu diesem Film
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>> zum Tagesthemen-Beitrag “Kiezkämpfe”
Die Position der Filmautoren bleibt ziemlich unklar. Kritische Kommentare können hier gepostet werden!
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Bericht zur Tagung des AK Quartiersforschung am 24.9.2009 im Rahmen des Deutschen Geographentags in Wien
Am 24.9.2009 traf sich der AK Quartiersforschung zum Thema „Quartiere im demographischen Umbruch“ auf dem Deutschen Geographentag in Wien. Die große Resonanz auf den Call for Papers bestätigte die hohe Relevanz des Themas und führte dazu, dass die Sitzung einen kompletten Konferenztag beanspruchte. Ziel unserer Tagung war es in diesem Jahr, demographierelevante Themen auf der Quartiersebene zu zu analysieren und zu diskutieren. Die folgende Zusammenfassung der Beiträge basiert auf den subjektiven Eindrücken der Sitzungsleiter, auf den eingereichten Abstracts sowie den gezeigten Powerpoint-Präsentationen und stellt selbstverständlich nur einen Ausschnitt des Gezeigten und Diskutierten dar.
Nach einer Einführung durch Olaf Schnur (Berlin) berichtete Annett Steinführer (Leipzig) in einem ersten Themenkreis („Quartiersentwicklungspfade im demographischen Wandel“) in ihrem Vortrag „Beharrung, Wandel, Kontinuität. Wirkungen paralleler demographischer und wohnungswirtschaftlicher Umbrüche in innerstädtischen Quartieren“ von einer empirischen Langzeitsstudie im Leipziger Ortseil Stötteritz. Stötteritz ist ein in sich sehr heterogenes, entstehungsgeschichtlich und baulich klar abgrenzbares städtisches Quartier. In der Zeit zwischen den Untersuchungen in den Jahren 1997 und 2007 hatte Leipzig ambivalente Bevölkerungsveränderungen zwischen Schrumpfungs- und Reurbanisierungsprozessen sowie einen Wohnungsmarktwandel von einem Angebots- zu einem Nachfragermarkt durchlaufen. Von diesen Prozessen blieb auch Stötteritz nicht unberührt. Mit der empirischen Untersuchung konnte die Frage geklärt werden, wie sich parallel ablaufende demographische und wohnungsmarktbedingte Umbrüche kleinräumig auswirken. Drei Entwicklungslinien auf Quartiersebene konnten herausgefiltert werden: Beharrung (Persistenz), Wandel und Kontinuität. Letztlich kam es in Stötteritz zu einem höheren Maß sozialräumlicher Separierung in sozial und milieumäßig differenzierten Baustrukturtypen.
Im zweiten Beitrag dieses Themenkreises berichtete Philipp Zakrzewski (Stuttgart) im Rahmen eines Werkstattberichts „Demographiesensitive Typisierung von Einfamilienhausgebieten“ von einem 2009 gestarteten Forschungsvorhaben der Wüstenrotstiftung über Ein- und Zweifamilienhaus-Quartiere in Westdeutschland. Ausgehend von einer quartiersbezogenen Bestandstypisierung und Szenarien zur Entwicklung der Nachfrage in quantitativer und qualitativer Hinsicht sollen im Rahmen des Vorhabens konkrete Anpassungsoptionen ermittelt und bewertet werden. Am Ende sind Handlungsempfehlungen für den Umgang mit potenziell gefährdeten Quartieren geplant. Im ersten Schritt wurden in einem Top-Down-Prozess die Regionen identifiziert, in denen sich zukünftig besondere Handlungsherausforderungen stellen. Dafür wurde eine auf Kreisen basierende Analyse der Einfamilienhausbestände nach Gebäudetyp und Baualter durchgeführt. Zur Abschätzung der zukünftigen Nachfrageentwicklung wurden bestehende Bevölkerungs- und Wohnungsmarktprognosen und eigene Analysen zur soziodemographischen Entwicklung verwendet. Die Ergebnisse dieser großräumigen Risikoanalyse wurden kurz vorgestellt. Im zweiten Schritt soll eine allgemeine Bestandstypisierung erarbeitet werden, die auf lage- und quartiersspezifische Bestandseigenschaften abstellt und eine Angebot- und Nachfragebilanzierung auf den Ebenen inter- und intraregionaler Lagetypen, intrakommunaler Wohngebietstypen und der Gebäudetypen umfasst. Möglichkeiten der Quartierstypisierung wurden im AK diskutiert.
Das zweite Themenfeld, „Quartiersinfrastrukturen – quo vadis?“, eröffnete Oliver Niermann (Innsbruck) mit dem Thema „Der Rückbau sozialer Infrastrukturen und dessen Auswirkungen in westdeutschen Städten mit Bevölkerungsrückgang“. Vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Megatrends wie dem demographischen Wandel, dem wirtschaftlichen Strukturwandel und der gesamtwirtschaftlichen Situation wurde anhand von Fallbeispielen in Duisburg, Wilhelmshaven und Wuppertal untersucht, inwiefern auf einer stadtstrukturellen und sozio-demographischen (Mikro-) Ebene Auswirkungen auf Quartierssituationen entstehen, wenn im Rahmen von entsprechend injizierten städtischen Konsolidierungsprozessen soziale Infrastruktureinrichtungen (wie z.B. Schulen, Kindergärten, Freizeitangebote und Beratungseinrichtungen) geschlossen oder verlagert werden. Die Bezugsebene für die Untersuchung war das Stadtquartier bzw. der Stadtteil. Eine Besonderheit der westdeutschen Situation war vor allem das Nebeneinander gleichzeitiger Wachstums- und Konsolidierungsprozesse, sowie die diffuse räumliche Verortung selbiger. Im Mittelpunkt der Studie stand eine Hypothesenkette, die einen Wirkungszusammenhang zwischen der Ausstattung eines Quartiers mit entsprechender Infrastruktur und der qualitativen Entwicklung von Quartier und Gesellschaft unterstellt bzw. eine Veränderung der Quartierssituation in Abhängigkeit der Ausstattungssituation postuliert. Letztlich, so ein Fazit des Vortrags, müssen die – meist fordistisch geprägten – Quartiersinfrastrukturen an die Ansprüche einer postmodernen Nachfrage angepasst und somit flexibel, multifunktional, differenziert und eigeninitiativ ausgestaltet werden.
Nico Grunze (Berlin) berichtete in seinem Beitrag „Potentiale und Hemmnisse für die Entwicklung kleinteiliger Rückbauflächen ehemaliger sozialer Infrastruktureinrichtungen in der Großwohnsiedlung Marzahn“ von der typischen Situation in einer ostdeutschen Großssiedlung. Durch Abwanderungen und demographische Veränderungen kam es hier zu einer Infrastrukturkrise. Insbesondere ging es in dem Beitrag um den Umgang mit kleinteiligen Rückbauflächen früherer Infrastruktur und die Chancen und Grenzen möglicher Zwischennutzungen. Auf der Basis von Kartierungen wurde eine Flächentypologie entwickelt, die von insulären „Lichtungen“ zwischen Hochhäusern, kleinteiligeren „Biotopen“ bis zu „Gärten“ reicht. Nico Grunze konstatierte in seinem Beitrag, dass die Flächennutzungsstrategie des Bezirksamts als gescheitert betrachtet werden kann, weil die Kontexte „Lage“, „Initiatoren“ und „Konsumenten/Publikum“ missachtet wurden. Diese müssten bei der künftigen Konzeption von Zwischen- oder Nachnutzungen bei Rückbauflächen viel mehr als bisher berücksichtigt werden. In der Diskussion wurden insbesondere die mögliche Überforderung privater Personen bei der Zwischennutzung von Freiflächen angemerkt und der Komplettabriss der Gebäude auf diesen Flächen kritisiert, da er Zwischennutzungen erschwere.
Tatjana Fischer (Wien) referierte daraufhin über eine Forschungsarbeit, die zum Thema „Stadt der kurzen Wege aus ökosozialer Sicht - Nahversorgung und Naherholung in Wien vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ durchgeführt wurde. In ihrem Beitrag „Wiener Stadtquartiere im demographischen Umbruch oder: Weil es nicht egal ist, wo man alt wird“ plädierte sie für eine intensivere Betrachtung der Zusammenhänge zwischen demographischem Wandel, Raumstrukturen und dem räumlichen Verhalten. Aufgabe des Projekts war es auszuloten, welche Aspekte die Stadtplanung in den raumrelevanten Handlungsfeldern „Nahversorgung“ und „Naherholung“ im Hinblick auf die Personengruppe „60+“ mitzubedenken hat. Dazu wurden drei verschieden ausgeprägte Stadträume als „reale“ Belege (Beispiele) für die Untersuchung ausgewählt: „Wilhelminenberg“ als ein Wohngebiet in Stadtrandlage und Wienerwaldnähe, das durch Alterung der Bevölkerung gekennzeichnet ist, „Neubau“ – ein Mischnutzungsgebiet in dicht bebauter Innenstadtlage, das sich durch große Vielfalt an Nahversorgungseinrichtungen auszeichnet, sowie „Hirschstetten“ als ein Stadterweiterungsgebiet in Stadtrandlage nordöstlich der Donau, das sehr gut mit (privaten und öffentlichen) Grünflächen ausgestattet ist. Mit Hilfe eines komplexen, qualitativen und quantitativen Methodenspektums wurden vielfältige Ergebnisse produziert. Unter anderem wies Tatjana Fischer auf die Diskrepanzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit selbstbestimmten Alterns hin. So stimmen etwa die oft PKW-orientierten Mental Maps der Bewohner mit den realen Situationen vor Ort oft nicht überein. Darüber hinaus wurde deutlich, dass kleinräumige Situationen oft höchst diversifiziert ausfallen und sich somit pauschalen Bewertungen entziehen. Auch die einseitige Betrachtung des Faktors „Alter“ ist demnach ein Trugschluss: Auch die Lebenslage der älteren Menschen ist eine wichtige Betrachtungsweise.
Im letzten Beitrag zum Themenkreis 2 präsentierte Katja Veil (Köln) ein Referat zum Thema „Aktives Altern im Stadtteil zwischen Potential und Idealisierung“. Quartiere gelten schon lange als ein wichtiger Bezugsrahmen für die Altenhilfe. Im Bereich der Aktivierung und Vernetzung älterer Menschen gibt es in vielen Kommunen bereits modellhafte Beispiele. Viele der Initiativen haben eine bessere Vernetzung der älteren Menschen sowie eine Unterstützung der zivilbürgerschaftlichen Teilhabe zum Ziel. Dennoch werden mit solchen Angeboten bisher nur aktive, finanziell besser ausgestattete Zielgruppen erreicht, wobei Migranten und sozial isolierte Menschen oft an diesen Initiativen nicht teilhaben. An dieser Stelle setzt das geplante Vorhaben der Stadt Köln an, von dem in diesem Beitrag berichtet wurde. Das Vorhaben verfolgt das zentrale Ziel, im Sozialraum des Wohnviertels und Stadtteils zwischen ‚Aktivem Altern‘ und Hilfsbedürftigkeit eine bessere Balance zu finden. Mit dem interaktiven Infrastrukturmodell soll vermieden werden, dass Personen unerkannt in Notsituationen geraten und sichergestellt werden, dass sie kontinuierlich Informationen und Angebote erhalten, wie sie ihre Lebenssituation erfolgreich bewältigen können. Das Vorhaben soll durch innovative Kommunikationswege und die Einbindung informeller Akteure neue Wege erschließen. Diskutiert wurden im Plenum vor allem die „Aktivitäts- und „Disengagement-Theorien“ sowie die Idee, über lokale Dienstleister mit intensivem Kundenkontakt (z. B. Friseur) ein Netzwerk niedrigschwelliger Kontaktpunkte für ältere Menschen im Quartier zu schaffen.
Im abschließenden Themenkreis ging es um „Mikrodemographien im Vergleich – internationale Quartiersbeispiele“. Den Anfang machte Marco Schmidt (Kiel) mit dem Vortrag „Analysen differenzierter demographischer Prozesse im städtischen Kontext – eine Quartiersfallstudie aus Kiel“. Am Beispiel des altersstrukturell relativ jungen, am Stadtrand gelegenen Kieler Quartiers Russee wurden Aspekte mikrodemographischer Prozesse dargestellt und in den Kontext stadtentwicklungs- und stadtpolitischer Diskussionen gesetzt. Ziel war es auch, anhand eines demographisch eher durchschnittlichen Quartiers „das Normale des demographischen Wandels zu erfassen“. Vor allem das Zusammenspiel baulicher und demographischer Prozesse, die altersselektive Nutzung von Infrastrukturen sowie altersspezifische Wohnstandortwahlen standen im Fokus des Beitrags. Dabei wurde deutlich, dass gerade der lokale Kontext die Basis darstellt, auf der Haushalte aufgrund lebenszyklischer als auch lebensstilspezifischer Motive – unter Einbezug monetärer und struktureller Rahmenbedingungen – ihre Wohnstandortentscheidungen treffen. Die Handlungsoptionen Zuwanderung, Fortzug oder aber auch Formen des Verbleibens am Wohnstandort prägen nachhaltig die lokale Bevölkerungsstruktur und spielen eine maßgebliche Rolle im Kontext der soziodemographischen Transformation. Daraus resultieren unter anderem Fragen hinsichtlich sozialer, baulicher, infrastruktureller sowie stadtpolitischer Themenfelder. Den lokalen Akteuren wurde ein fehlendes demographisches Problembewusstsein attestiert, das sich u.a. in einer (zu) geringen Diversifizierung des Wohnungsangebots und in einer in fernerer Zukunft möglichen demographischen Welle bzw. deren Folgen niederschlägt. Im Plenum entbrannte anlässlich dieses Refrats eine Grundsatzdiskussion darüber, ob der demographische Wandel stets als Problem wahrgenommen werden sollte.
Im zweiten Beitrag dieses Themenfeldes befasste sich Christoph Craviolini (Zürich) mit „Zürichs Langstrassenquartier im Kontext von Gentrification und Wohnungsmarktprozessen“. Das innenstadtnahe Langstrassenquartier weist, obwohl es weiterhin typische Symptome einer Zone in Transition – d.h. vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate, Degradation der Bausubstanz, hoher Anteil an marginalisierten Gruppen – zeigt, seit den 1990er Jahren eine Tendenz zur Aufwertung auf. Diese Aufwertungstendenz hat bei gewissen Bevölkerungssegmenten Befürchtungen vor einer umfassenden Gentrifizierung des Quartiers hervorgerufen. Gleichzeitig liegt die Bautätigkeit im Quartier in der untersuchten Periode jedoch unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt. Die im AK vorgestellten Resultate entstammten einer Untersuchung des Einflusses der Bau- und Sanierungstätigkeit auf die soziodemographische Struktur des Zürcher Langstrassenquartiers zwischen 1990 und 2007. Die Resultate zeigten einen auf die Neubau- und Sanierungstätigkeit zurückzuführenden Verdrängungseffekt mit deutlicher Auswirkung auf die soziodemographische wie auch die sozioökonomische Struktur der Bewohnerschaft der betroffenen Gebäude. Die bauliche Aufwertung war in der Untersuchungsperiode räumlich auf einige Aufwertungsinseln limitiert. Allerdings war der Einfluss der Sanierungs- und Neubautätigkeit auf die Bewohnerstruktur im Langstrassenquartier auf Ebene der betroffenen Gebäude wesentlich ausgeprägter als in der Gesamtstadt. Der überdurchschnittliche Effekt der Bautätigkeit auf die Bewohnerstruktur dürfte auf den verhältnismässig alten Gebäudebestand mit vergleichsweise kleinen Wohnungen, das Fehlen von substanziellen Baulücken und den durch die erwartete Cityerweiterung bedingten Sanierungsstau zurückzuführen sein. Die Absenz von großflächigen Gentrifizierungsprozessen weist auf die bedeutende Rolle des Schweizerischen Wohnungsmarktes und Mietrechts im Zusammenhang mit der Aufwertung von innenstädtischen Bestandsquartieren hin. In der Diskussion wurde u.a. die Frage aufgegriffen, inwieweit man durch bauliche Eingriffe die Quartiersdemographie beeinflussen könne. Die Hoffnung, mit Hilfe von Neubau mehr Familienhaushalte anzuziehen, hatte sich zumindest in diesem Quartier nicht erfüllt, nicht zuletzt wegen des für diese Zielgruppe ungeeigneten Wohnumfelds. Eine Veränderung der ethnischen Struktur wurde zwar erreicht, dies jedoch vor allem aufgrund eines höheren Mietniveaus.
Im letzten Beitrag der Tagung befasste sich Katrin Großmann (Leipzig) mit „[…] feinen Unterschieden: Tschechische Großwohnsiedlungen im demographischen Wandel“. Der Beitrag wandte den Blick geographisch ein wenig ostwärts auf Großwohnsiedlungen in der zweitgrößten tschechischen Stadt Brno. Auch Brno ist eine Stadt im demographischen Wandel: der Altersindex steigt, die Zahl der Einpersonenhaushalte nimmt zu, die Fertilitätsraten liegen seit Jahrzehnten unterhalb des Reproduktionsniveaus. Die Prognosen sagen der tschechischen Republik deutlich sinkende Einwohnerzahlen voraus und laut amtlicher Statistik hat Brno in den 1990er Jahren und zu Beginn dieses Jahrhunderts deutlich an Einwohnern verloren. Was passiert nun in den Großwohnsiedlungen? Auch hier zogen zur Entstehungszeit tendenziell jüngere Haushalte ein, die nun großteils im Quartier älter werden. Auch die Anlage der Siedlungen ist teilweise zum verwechseln ähnlich. Doch der Kontext der Siedlungen in Brno ist anders und trotz ähnlicher Phänomene des demographischen Wandels erleben sie derzeit völlig unterschiedliche Schicksale. Der Vortrag zeigte die entscheidenden feinen Unterschiede auf und warf so den Blick zurück auf die Bedingungen der Entwicklung (ost-)deutscher Großwohnsiedlungen. In der Diskussion wurde u.a. die „Niedergangshypothese“ aufgegriffen, die besagt, dass die negativen Entwicklungen westlicher Großsiedlungen zwangsläufig auch im Osten nachgeholt werden müssten, wurde an diesem Beispiel eindrücklich widerlegt. Die Großsiedlungen in Brno sind bis heute keine Krisengebiete, sondern im Gegenteil sogar gute Wohnadressen. Aber auch dort tritt das Kernproblem zutage, dass Quartiere mit homogener Altersstruktur und hoher Wohnzufriedenheit (= meist Persistenz) ein hohes demographisches Gefährdungspotenzial besitzen („demographische Welle“).
Im Anschluss an die Zusammenfassung durch Matthias Drilling (Basel) wurde die Tagung aus dem Hörsaal ins Wiener Grätzl verlegt. Auf einem Stadtspaziergang, fachkundig geleitet von Christian Hörbinger (Wien), wurden uns in Ottakring „Beispiele des Wiener Stadtumbaus im Kontext des demographischen Umbruchs“ gezeigt und erläutert. Dabei hatten wir die Gelegenheit, ausführlich mit einem privaten Bauträger sowie mit dem Leiter der Gebietsbetreuung Ottakring zu sprechen und so unterschiedliche Positionen und Perspektiven auf die Wiener Quartiersentwicklung zwischen sozialer Milieuerhaltung und lukrativem Immobilieninvestment kennenzulernen.
Olaf Schnur und Matthias Drilling
Ankündigung
Die Powerpoints werden in Bälde hier auf der AK-Webseite zum Download bereitgestellt. Darüber hinaus ist geplant, die Beiträge im Rahmen eines Sammelbands zusammenzufassen, der voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinen wird.
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Peter, Andreas
Stadtquartiere auf Zeit
Lebensqualität im Alter in schrumpfenden Städten
Aus der Reihe: Quartiersforschung
2009. 268 S. Mit 60 Abb., davon 14 in Farbe u. 17 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-16654-4
EUR: 34,90
Lebensqualität im Alter in schrumpfenden Städten
Die Bevölkerung Deutschlands schrumpft und altert. In immer mehr Kommunen trifft die Erosion der baulichen und sozialen Umwelt auf eine ältere Bewohnerschaft, für deren Lebensqualität Stabilität und Kontinuität besonders bedeutsam sind. Ausgehend von theoretischen Modellen der ökologischen Gerontologie und einer breiten Datenbasis aus eigenen empirischen Erhebungen in Hoyerswerda und Wolfen analysiert Andreas Peter die vielschichtige Mensch-Umwelt-Beziehung im Alter unter den Bedingungen von Schrumpfung und Stadtumbau. Es werden praxisrelevante und übertragbare Orientierungsmöglichkeiten für verschiedene lokale Akteure abgeleitet, die dazu beitragen können, Risiken für die Lebensqualität im Alter zu minimieren. Darüber hinaus diskutiert er die Herausforderungen und Perspektiven für die raumbezogene Altersforschung infolge des demografischen Wandels und macht deutlich, dass städtebauliche Konzepte mit ökogerontologischen Aspekten zu verschränken sind.
Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Stadt- und Sozialgeographie, der Stadtsoziologie, der Stadtplanung und der Gerontologie sowie an Praktiker aus Stadtentwicklung, (Kommunal-)Politik und Wohnungswirtschaft.
Aus dem Inhalt
Demographischer Wandel und Stadtentwicklung - Alte Menschen und ihre Umwelt - Alte Menschen unter den Bedingungen von Stadtschrumpfung und Stadtumbau - Fallbeispielkommunen und Untersuchungsgebiete - Forschungsdesign - Wohnen und Leben im Stadtquartier auf Zeit - Stadtumbau und alte Menschen - Altern unter Schrumpfungsbedingungen - Herausforderungen und Orientierungsmöglichkeiten für lokale Akteure - Perspektiven der raumbezogenen Altersforschung infolge des demographischen Wandels
Über den Autor
Dr. Andreas Peter war am Department Stadt- und Umweltsoziologie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung tätig und promovierte am Institut für Geographie der Universität Leipzig. Er ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Hauptabteilung Stadtentwicklungsplanung des Referates für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München.
Bestellmöglichkeit unter: http://www.vs-verlag.de/index.php;do=show/sid=11970ac454e97191e8915115623f77c0/site=w/book_id=18443 oder im Buchhandel
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Governance der Quartiersentwicklung
Theoretische und praktische Zugänge zu neuen Steuerungsformen
Hrsg.: Drilling, Matthias / Schnur, Olaf
Aus der Reihe: Quartiersforschung
2009. 272 S. Mit 25 Abb. u. 6 Tab. Br.
ISBN: 978-3-531-17084-8
EUR: 39,90
Klappentext
Einst als bloße Unterkategorie von Stadt gedacht, erleben Quartiere seit einigen Jahren eine Wiederentdeckung in Planung und Forschung. Sie gelten als Orte, an denen sich gesellschaftlicher Wandel im Alltag manifestiert, als Nuklei des bürgerschaftlichen Engagements, aber auch als Labore neuer stadtentwicklungspolitischer und immobilienökonomischer Strategien. Dadurch entstehen Fragen zur Regulation auf der Planungs- und Steuerungsebene. Die Autoren des vorliegenden Bandes zeigen unterschiedliche Governance-Konzepte, Instrumente und Modelle sowie Beispiele aus der Praxis der Quartiersentwicklung auf.
Das Buch wendet sich an ForscherInnen, Lehrende und Studierende der Stadtgeographie, der Stadtsoziologie und verwandter Disziplinen sowie an Akteure aus der Praxis der Stadtplanung und der (Kommunal-)Politik.
Aus dem Vorwort
Der vorliegende Sammelband geht auf eine Tagung des Arbeitskreises Quartiers-forschung der deutschen Gesellschaft für Geographie vom November 2008 in Berlin zurück. Das Thema „Wohin steuern unsere Quartiere? Zur Governance in der Quartiersentwicklung“ lockte knapp 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Belgien auf den Campus Adlershof der Humboldt-Universität. Das Credo des Arbeitskreises, Wissenschaft und Praxis miteinander in Kontakt zu bringen, spiegelte sich im Tagungsprogramm wider, das von theoriegeleiteten Referaten bis hin zu Berichten aus der täglichen Quartiersarbeit reichte und durch einen abendlichen Vor-Ort-Termin im Quartiersmanagement-Gebiet Brunnenviertel bereichert wurde, wo drei Quartiersmanagementbüros mit unterschiedlichen Gebietsabgrenzungen, Hinter-gründen, Motiven und Handlungslogiken arbeiten. Ähnlich transdisziplinär setzte sich auch das Publikum zusammen, das zu gleichen Teilen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen, der Wirtschaft und kommunalen Praxis kam.
In den lebhaften Diskussionen zwischen den Referaten gab es einige Schwerpunkte. So wurde immer wieder versucht, absolut- und relativräumliche Vorstellungen miteinander zu verknüpfen (statt konfrontativ einander gegen-überzustellen) und so eine rein bauliche Sicht durch eine sozialräumliche Perspektive zu erweitern. Außerdem wurde die These diskutiert, ob man politisch-ökonomische Wettbewerbsziele der Kommunen bzw. des Staates nicht in Kauf nehmen könne, wenn diese als „Side Effect“ auch zu sozialen Ver-besserungen führten. Weiter wurde aufgegriffen, inwieweit man in der bundes-deutschen Quartiersentwicklungspolitik eine Verknüpfung von „Versäulung“ (nach KGSt-Handlungsmodell) und „Intersektoralität“ (nach dem „Soziale-Stadt“-Handlungsmodell) erreichen könne. Es wurde die Auffassung vertreten, eine „Matrix“-Lösung zu schaffen, die aber nicht ohne größere personelle und finanzielle Ressourcen zu verwirklichen wäre.
Dass der im Arbeitskreis angestrebte Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis (aber auch zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen) gelingen konnte, lag u.a. an der offenen Atmosphäre der Tagung. So wurde sowohl von Wissenschaftler/innen als auch von Praktiker/innen während und nach der Konferenz immer wieder betont, dass dieser Austausch unbedingt fort-gesetzt und weiter entwickelt werden müsse. Um das (Zwischen-)Ergebnis der Tagung festzuhalten und den weiteren Prozess zu fördern, dient die vorliegende Publikation, die im Rahmen der Reihe „Quartiersforschung“ erscheint.
Es ist selbstverständlich, dass wir das Thema „Governance“ für die Quartiersforschung auch in diesem Band keineswegs „vollständig“ erarbeitet haben. Vielmehr soll dieses Buch die Forschungspraxis im Kontext „Quartier“ und „Governance“ weiter anregen und die weiteren Diskussionen zwischen Theorie und Praxis fördern.
Allen Autorinnen und Autoren sowie den Quartiersmanagement-Büros der degewo AG (Annett Gebel), der L.I.S.T. GmbH (Jeanne Grabner, Alev Deniz und KollegInnen) sowie der S.T.E.R.N. GmbH (Sabine Hellweg, Stefan Engelbrecht) gilt unser herzlicher Dank für ihr Engagement und ihre Mitwirkungsbereitschaft. Ganz besonders danken wir dem Schweizerischen Nationalfonds für die finanzielle Unterstützung, die unsere Tagung in dieser Form erst ermöglicht, zu einem angenehmen Konferenzambiente beigetragen und nicht zuletzt die vorliegende Publikation realisierbar gemacht hat. Ebenso danken wir der Investitionsbank Berlin, die sich nicht nur an dieser Webseite, sondern auch an den Druckkosten des Bandes großzügig beteiligt hat. Nicht unerwähnt lassen möchten wir auch den organisatorischen Support durch das Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel und das Geographische Institut der Humboldt-Universität in Berlin.
Aus dem Inhalt
I. Einführung
• Olaf Schnur und Matthias Drilling: Governance – ein neues Zauberwort auch für die Quartiersentwicklung?
II. Die „neue“ Popularität des Lokalen
• Christa Kamleithner: „Regieren durch Community“ – neoliberale Formen der Stadtplanung
• Céline Widmer: Aufwertung benachteiligter Quartiere im Kontext wettbewerbsorientierter Stadtentwicklungspolitik am Beispiel Zürich
• Manfred Perlik: Quartiere auf Zeit: Multilokalität als Grenze der lokalen Governance
• Fabian Kessl und Christian Reutlinger: Formate des Räumlichen und Raumpolitiken: vernachlässigte Dimensionen in der Raumforschung
III. Quartiere zwischen Programmen und Akteursinteressen
• Christina West: Utopien und Heterotopien: Protagonisten des gesellschaftlichen Wandels in Barcelona
• Samuel Mössner: Local Governance ohne Vertrauen. Die „Contratti di Quartiere“ in Mailand
• Christian Strauß: Integrierte Quartierkonzepte: Beitrag der Stadtentwicklungsplanung zum Umgang mit dem demografischen Wandel
• Orlando Eberle: Gesellschaftliche Transformationsprozesse an Zürichs Stadtrand: Interventionen in Schwamendingen
IV. Neue Entwicklungsagenten und neue Akteursallianzen in der Quartiersentwicklung
• Töns Föste: Wer steuert die Quartiersentwicklung? Das Beispiel der Fleischervorstadt in Greifswald
• Hermann Brachmann: Gründung einer Genossenschaft im Quartier
• Heike Birkhölzer: Zur Rolle sozialer Unternehmen bei der Quartiersentwicklung am Beispiel der Berliner Entwicklungsagentur für soziale Unternehmen und Stadtteilökonomie (BEST)
• Stephan Lanz: Powered by Quartiersmanagement: Füreinander Leben im ‘Problemkiez’
V: Neue Steuerungs- und Evaluationsinstrumente in der Quartiersentwicklung
• Gisela Prey und Annette Vollmer: Chancen für Quartiere durch die Einbindung von Immobilieneigentümern: Business Improvement Districts und Immobilien- und Standortgemeinschaften
• Annette Kuhk: Lokale und regionale Instrumente der Quartiersentwicklung in Brüssel
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Berlin auf dem Weg zur sozialen Stadt? – Sozialraumorientierung als Aspekt von „mainstreaming“
Die Verstetigungsdebatte um „Soziale Stadt“ scheint in Berlin auf politischer Ebene neuen Schwung zu bekommen. Darauf lässt zumindest eine Pressemeldung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vom 14.Juli 2009 schließen. Hintergrund ist die Erstellung eines Projektberichts zur „Rahmenstrategie Soziale Stadtentwicklung“ von der Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer.
Stadtentwicklungssenatorin kündigt Sozialraumorientierung in der Stadtentwicklung an
In der besagten Pressemeldung kündigt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung an, kommende Stadtentwicklungspolitik nach dem Vorbild von „Soziale Stadt“ und der Jugendhilfe auf Bezirksebene, an den „vorhandenen sozialen und ökonomischen Gegebenheiten in einem Sozialraum ausrichten“ zu wollen und alle Akteure daran zu beteiligen (SENATSVERWALTUNG FÜR STADTENTWICKLUNG (Hrsg., 14.07.09): Projektbericht „Rahmenstrategie […]“. Pressemeldung vom 14.07.2009. URL: http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2009/07/14/132216/index.html. Stand: 28.07.2009.) Die zwei organisatorischen Säulen der Rahmenstrategie sind: die Einteilung der Stadt in „Lebensweltlich Orientierte Räume (LOR), orientiert an Bau-, Sozial- und Milieustrukturen, sowie die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zwischen Senat und Bezirk, einer „Sozialraumorientierten Planungskoordination“ in jedem Berliner Bezirk (ebd.).
Neben einem integrierten Vorgehen innerhalb eines kleinräumigen Stadtteils und kooperativem Verwaltungshandeln benennt die Senatorin als „wichtigste(n) Baustein“, dass die „Bürgerinnen und Bürger, Bürgerinitiativen, Vereine oder Kirchengemeinden gewonnen werden, an der Weiterentwicklung ihres Kiezes zu arbeiten“ (ebd.).
Als „Herzstück“ des Berichts wird ein „Handbuch zur Sozialraumorientierung“ angekündigt. Dieses besteht aus den bereits beschlossenen „Grundsätzen“, einem „Leitfaden Sozialraumorientierung“, aus fünf konkreten „Handreichungen“ für die Umsetzung in der Praxis und dem Entwurf einer „Programmatischen Erklärung von Senat und Rat der Bürgermeister zur Umsetzung der Sozialraumorientierung“.
Eine abschließende Entscheidung des Berliner Senats zum „Herzstück“ wird erfolgen, sobald der Rat der Bürgermeister zum Bericht Stellung genommen hat.
Sozialraumorientierung als „mainstreaming“ im Kontext Verstetigung „Soziale Stadt“
Sollte die gesamtstädtische Stadtentwicklungspolitik wie angekündigt neu ausgerichtet werden, erfolgt eine Verstetigung des Programms „Soziale Stadt“ im Sinne von „mainstreaming“ in folgenden Punkten:
Trotzdem insbesondere der Aspekt der Bewohnerbeteiligung einer Konkretisierung bedarf, verspricht die Neuausrichtung der Stadtentwicklungspolitik ein gelungener erster Schritt zu sein, institutionelle Rahmen- und Erfolgsbedingungen von „Soziale Stadt“ über die Förderperiode und die Förderkulisse hinaus institutionell zu verankern.
Abzuwarten bleibt, wie der finanzielle Rahmen angesichts der Entwicklungen der Landes- und Bezirks-Haushalte ausgestaltet wird und in welchem Zeithorizont die Zielvorgaben umgesetzt werden können.
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Jahrestreffen 2009 des AK Quartiersforschung
der Deutschen Gesellschaft für Geographie
Thema: “Quartiere im demographischen Umbruch”
24.9.2009, Wien
Download als PDF-File auf unserer Download-Seite bzw. hier direkt: http://www.quartiersforschung.de/download/Tagungsprogramm_AK09_130709.pdf
Obwohl die Ebene der Quartiere im planerischen und wohnungswirtschaftlichen Fokus als besonders wichtig zu erachten ist, stehen die Forschungen zum demographischen Wandel hier noch am Anfang. Seitens der angewandten Forschung z. B. im Rahmen des „Stadtumbau“-Programms oder die Lebenszyklusforschung (z.B. Jugendliche, ältere Menschen im städtischen Kontext) gibt es eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema. Insbesondere die Verknüpfung wissenschaftlicher Modellvorstellungen auf der Wohnquartiersebene mit praxisbezogenen Zielen und Ableitungen für zukünftige Stadtentwicklungspolitiken unter dem Vorzeichen des demographischen Wandels verspricht, neue Erkenntnisse zu erbringen und ein fruchtbares Forschungspotenzial zu erschließen. Deshalb sollen auf der Tagung demographierelevante Themen auf der Quartiersebene analysiert und diskutiert werden.
Tagungsprogramm
09.00 Uhr
get together
09.15 Uhr
Matthias DRILLING (Basel), Olaf SCHNUR (Berlin): Begrüßung
Themenkreis 1: Quartiers-Entwicklungspfade im demographischen Wandel
09.30 Uhr
Annett STEINFÜHRER, Sigrun KABISCH (Leipzig):
Beharrung, Wandel, Kontinuität. Wirkungen paralleler demographischer und wohnungsmarktbedingter Umbrüche in innerstädtischen Quartieren
10.00 Uhr
Philipp ZAKRZEWSKI (Stuttgart): Werkstattbericht „Demographiesensitive Typisierung von Einfamilienhausgebieten“
10.30 Uhr Kaffeepause
Themenkreis 2: Quartiers-Infrastrukturen – quo vadis?
10.45 Uhr
Oliver NIERMANN (Innsbruck):
Der Rückbau sozialer Infrastrukturen und dessen Auswirkungen in westdeutschen Städten mit Bevölkerungsrückgang
11.15 Uhr
Nico GRUNZE (Berlin):
Potentiale und Hemmnisse für die Entwicklung kleinteiliger Rückbauflächen ehemaliger sozialer Infrastruktureinrichtungen in der Großwohnsiedlung Marzahn
11.45 Kaffeepause
12.00 Uhr
Tatjana FISCHER (Wien):
Wiener Stadtquartiere im demographischen Umbruch oder: Weil es nicht egal ist, wo man alt wird
12.30 Uhr
Katja VEIL (Köln):
Aktives Altern im Stadtteil zwischen Potential und Idealisierung
13.00 Uhr Mittagspause
Themenkreis 3: Mikrodemographien im Vergleich – internationale Quartiersbeispiele
13.45 Uhr
Marco SCHMIDT (Kiel):
Analysen differenzierter demographischer Prozesse im städtischen Kontext – eine Quartiersfallstudie aus Kiel
14.15 Uhr
André ODERMATT, Corinna HEYE und Christoph CRAVIOLINI (Zürich): Zürichs Langstrassenquartier im Kontext von Gentrification und Wohnungsmarktprozessen
14.45 Uhr Kaffeepause
15.00 Uhr
Katrin GROßMANN (Leipzig):
Von feinen Unterschieden: Tschechische Großwohnsiedlungen im demographischen Wandel
15.30 Uhr bis 15.45 Uhr
Matthias DRILLING (Basel), Olaf SCHNUR (Berlin): Zusammenfassung und Ausblick
ab 16.15 Uhr
Stadtspaziergang:
Beispiele des Wiener Stadtumbaus in Ottakring im Kontext des demographischen Umbruchs
geleitet von
Christian HÖRBINGER (Wien)
ca. 18.15 Uhr
Ende der Tagung
Tagungsort:
Deutscher Geographentag Wien
Den genauen Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte:
http://www.geographentag-wien.at/
Die Teilnahme an der AK-Tagung ist kostenlos (falls Sie außer Arbeitskreisen auch andere Veranstaltungen im Rahmen des Geographentags besuchen möchten, fallen jedoch die Tagungsgebühren des Geographentags an, siehe o.g. Webseite). Unterkunft und Verpflegung ist Sache der Teilnehmenden. Bitte melden Sie sich formlos bei einem der Sprecher des AK an (gerne per Mail).
Veranstalter und Ansprechpartner:
DGfG-Arbeitskreis Quartiersforschung
Dr. Olaf Schnur
Humboldt‐Universität Berlin
Geographisches Institut
Abteilung Bevölkerungs‐ und Sozialgeographie
Unter den Linden 6
D‐10099 Berlin
eMail: olaf.schnur[at]geo.hu‐berlin.de
T. +49 (0)30‐2093‐6852
Dr. Matthias Drilling
Fachhochschule Nordwestschweiz
Institut Sozialplanung und Stadt-entwicklung
Thiersteinerallee 57
CH‐4053 Basel
eMail: matthias.drilling[at]fhnw.ch
T. +41 (0)61 337 27 12
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Liebe AK-Mitglieder,
die zunächst virtuell erscheinende Finanzkrise hinterlässt inzwischen reale Spuren - und dies auch im Quartiersmaßstab. In der Presse finden sich immer wieder Hinweise auf problematische Entwicklungen, die näher betrachtet, diskutiert und erforscht werden könnten.
Bei gefährdeten Arbeitsplätzen, insbesondere durch malade “Autobauer”, wird meist mit der üblichen Standort-Rhethorik argumentiert. Letztlich gibt es aber in Bochum oder Rüsselsheim auch Wohnquartiere, die unter der möglichen Deindustrialisierung leiden würden - eine Situation, die man insbesondere im Ruhrgebiet allzu gut kennt. In einem BBSR-Bericht zu den möglichen Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die deutschen Regionen heißt es: “Es wird deutlich, dass sich die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf der Ebene der Regionen und Städte bisher noch als relativ gering erweisen. Dies wird sich jedoch ändern, sobald die arbeitsmarktpolitischen Verwerfungen in vollem Ausmaße durchschlagen und die Impulswirkungen der Konjunkturpakete I und II auslaufen. [...] Städte in den als branchen- oder konjunkturabhängig klassifizierten Regionen sind hierbei einem erhöhten Gefährdungspotenzial ausgesetzt” (2009, Download: http://www.bbsr.bund.de/cln_016/nn_21272/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BerichteKompakt/2009/DL__2__2009,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_2_2009.pdf).
Aber auch in der zweiten aktuellen Debatte über mögliche Staatshilfen für Warenhaus-Konzerne geht es nicht nur um den Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern auch um Stadt- und Quartiersentwicklung in innerstädtischen Bereichen, die zum Teil stark auf die traditionellen Warenhäuser ausgerichtet sind (vgl. Pressemitteilung von Bundesminister Tiefensee: http://www.bmvbs.de/Presse/Pressemitteilungen-,1632.1079514/Tiefensee-Es-geht-um-Arbeitspl.htm?global.back=/Presse/-%2c1632%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbmv_liste%26link.sKategorie%3d).
Florian Rötzer diskutiert in Telepolis in seinem Beitrag “Kreditkrise, Broken Windows und Kriminalität” ein anderes Thema: Es geht um die Befürchtung, dass von der Finanzkrise destabilisierte Quartiere einer steigenden Kriminalitätsrate unterliegen könnten (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29055/1.html). Ähnlich berichtet Spiegel Online von der in den USA offenbar gängigen Praxis der Subprime-Kreditvergabe insbesondere an prekäre Minderheiten-Haushalte, u.a. auch an Afroamerikaner. Die US-Großbank Wells Fargo sieht sich mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert. Letztlich handelt es sich dabei um eine ganz neue Art der “Redlining"-Praxis: Während früher Haushalten in entsprechenden Minderheiten-Wohnquartieren Kredite generell verweigert wurden (unabhängig von deren Bonität), avancierten diese Haushalte nun offenbar zu bevorzugten “Opfern” von “faulen” Krediten. Dies wirft gesellschaftliche Grundsatzfragen auf, aber auch Fragen der Stadt- und Quartiersentwicklungspolitik (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,629122,00.html).
Es ist klar, dass es noch mehr interessante Aspekte zu diesem Thema geben wird. Kommentare, weitere interessante Links, Debatten etc. in diesem meines Erachtens stark unterbelichteten Themenfeld sind hier natürlich wie immer erwünscht
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Kurzbeschreibung
In vielen Städten werden neue Wachstumshoffnungen heute an die Kultur- und Kreativwirtschaft geknüpft. Kreative in die Stadt zu ziehen und ihnen Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten gilt vielfach als probates Mittel urbaner Entwicklung. Einig ist man sich dabei, dass “kreative urbane Milieus” meist konzentriert auf bestimmte Stadtquartiere inspirierende Bedingungen bieten. Aber was kennzeichnet solche Milieus eigentlich? Wie entstehen sie? Welche Ressourcen benötigen die Kreativen, und welche nutzen sie tatsächlich? Die Forschung hat diese Fragen bislang nur unzureichend beantwortet. Janet Merkel stellt sich in diesem Buch die Aufgabe, eine präzise qualitative Beschreibung und systematische Analyse zu liefern. Am Beispiel eines überregional bekannt gewordenen “Kreativquartiers” der Kastanienallee im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg schildert sie detailliert, wie die sozialen Grundlagen schöpferischer Produktion mit der spezifischen Lebensweise kreativer Solo-Selbständiger und einem konkreten Ort im städtischen Raum verknüpft sind. Die Untersuchung führt zu konkreten Empfehlungen, wie “Kreativquartiere” von kommunaler Seite unterstützt werden können. Und sie verweist auf die sozialen Gefährdungen der Kreativen, die vielfach am Rand der Prekarität operieren.
Quelle: amazon.de
Broschiert: 178 Seiten
Verlag: Edition Sigma; Auflage: 1., Aufl. (26. Januar 2009)
ISBN-10: 3894042524
ISBN-13: 978-3894042523
16,90 Euro
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Liebe AK-FreundInnen,
im April 2009 wurde in Berlin der Sozialstrukturatlas 2008 vorgestellt - wie immer ein Termin, an dem die Berliner Quartierspolitik öffentlich diskutiert wird. Die Debatten waren schon kontroverser und kritischer als in diesem Jahr, obwohl die präsentierten Zahlen alles andere als positiv ausfielen. Dennoch gab es auch dieses Mal wieder alles - vom kritischen Kommentar bis hin zu Brennpunkt-Karten und Rankings, die z.B. die “Rudower Chaussee” sozialstatistisch als bestes Berliner “Quartier” ausweisen. Zur Information: Der Autor dieses Blogbeitrags sitzt in ebendieser Rudower Chaussee, die als Hauptverkehrsstraße durch den Uni-Campus Adlershof führt. Der Anteil der Wohnbvevölkerung dürfte hier gegen Null tendieren.
Quelle: Berliner Morgenpost online
Eine kleine, kommentierte Linksammlung zum Thema:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - Sozialstrukturatlas zum Download (Kurzfassung): http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/de/2008/index.shtml
Kritischer Artikel der “Jungen Welt” zum Sozialstrukturatlas 2008: http://www.jungewelt.de/2009/04-02/032.php?sstr=sozialatlas
Ein (sehr persönliches) taz-Interview mit Hartmut Häußermann: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/die-buerger-sind-ein-wichtiges-korrektiv/
taz-Bericht zum Sozialstrukturatlas 2008: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/jetzt-brennts-auch-am-stadtrand/
taz-Kommentar zum Sozialstrukturatlas 2008: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/der-senat-ist-nicht-ganz-hilflos/
Nüchterner Artikel der Berliner Zeitung: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0403/berlin/0032/index.html
Ranking-Orgie der Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/berlin/article1033730/Arm_und_Reich_leben_in_Berlin_klar_getrennt.html
Filmbericht von TVB: http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoafJ-S8.html
Siehe auch im Rückblick das Posting zum Atlas 2007: http://www.quartiersforschung.de/index.php/seite/newsblog/monitoring_soziale_stadtentwicklung_berlin_2007/
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Katja Veil
Sicherheit im Wohnquartier und Stadtplanung
Herausforderungen und Perspektiven am Beispiel ethnischer Minderheiten in Großbritannien
LIT-Verlag
Reihe: Stadt- und Raumplanung/Urban and Spatial Planning
Bd. 4, 2008, 256 S., 24.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1716-9
Umschlagtext:
Gerade im Bereich der Sicherheit wird die Stadtplanung häufig auf den Aspekt der städtebaulichen Gestaltung fokussiert. Das Ziel dieses Buches ist, aus der Perspektive der städtebaulichen Kriminalprävention herauszutreten und die gesamte Raumdimension von Sicherheit in den Fokus der Stadtplanung zu stellen. In einer Fallstudie wird der räumliche Zusammenhang zwischen geringer relativer Sicherheit und ethnischer Zugehörigkeit in Großbritannien als eine Herausforderung für planerisches Handeln dargestellt. In Anschluss daran werden planerische Steuerungsmöglichkeiten diskutiert.
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Intermediäre Organisationen für eine soziale Stadt(teil)entwicklung in Wien – Die Vernetzung am Beispiel des Grätzelmanagement Volkert- und Alliiertenviertel*
von Stefan Karasek
Abstract
Die Langfassung der Diplomarbeit liegt in der Download-Rubrik unter “Quartiersstudien” bereit: zum Herunterladen bitte hier klicken!
Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Jens S. Dangschat (TU Wien)
Ausgangsproblem
Bei steigender Komplexität zu lösender sozialer Probleme scheint die Einbindung aller relevanten AkteurInnen in die politischen Aushandlungsprozesse notwendig. Moderne politische Steuerung ist damit immer mehr von netzwerkartigen und kooperativen Verhandlungssystemen geprägt. Dieser Trend wird mit dem Begriff Governance umrissen, bei dem die Betonung auf den Prozess politischer Steuerung liegt. Dabei sollen intermediäre Organisationen zur Vernetzung und Vermittlung zwischen den AkteurInnen beitragen.
In einem politischen Teilbereich, der Stadtplanung und Stadtentwicklung ist diese Entwicklung aufgrund der unterschiedlichen Interessen, die im Stadtgebiet aufeinander treffen, aber auch im Fall zunehmender sozialräumlicher Polarisierung und der Entstehung benachteiligter und benachteiligender Stadtteile besonders brisant. In der Wiener Stadtentwicklung stellt sich daher die Frage, wie weit die gesellschaftlichen AkteurInnen in diese Steuerungsprozesse eingebunden sind.
Fragestellung
Anhand des Beispiels „Grätzelmanagement Volkert- und Alliiertenviertel“ ist in der Arbeit die Vermittlung und Vernetzung auf horizontaler Ebene im Stadtteil und in der Verwaltung, sowie in vertikaler Richtung zwischen StadtteilakteurInnen und Verwaltung untersucht worden.
Methode
Ein theoretischer Backround schaffte die Basis für eine deduktive Kategorienbildung.
Nach 13 ExpertInneninterviews mit den Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Institutionen sowie den StadtteilmanagerInnen und BewohnerInnen wurden in einer qualitativen Inhaltanalyse Kategorien induktiv gebildet und schließlich ausgewertet.
Ergebnisse
Horizontale Ebenen
1. Das „Grätzelmanagement“ hat im Stadtteil wesentlich zur sozialen Vernetzung, zur Stärkung des Sozialkapitals und damit zur Ausweitung der Handlungsmöglichkeiten beigetragen.
2. Das Grätzelmanagement als Stadtteilmanagement hat zwar keine arbeitsmarktpolitischen Projekte zur Umsetzung gebracht. Eine soziale Integration ist aber abseits des ersten Arbeitsmarktes insofern gelungen, als die Menschen in den Arbeitkreisen in regelmäßige Aktivitäten eingebunden waren und sich dort sinnvoll bzw. nach eigenen Wünschen einbringen konnten. Dabei haben die Bewohner an öffentlichen Angelegenheiten teilgenommen. Zudem wurden neue emotionale Beziehungen zwischen den Menschen begründet und eine Integration in neue Gemeinschaften ist geglückt.
>>> Kann ein Stadtteilmanagement auch sozioökonomische Aspekte abdecken und beispielsweise arbeitsmarktpolitische Akzente setzen?
>>> Einbindung arbeitsmarkt- und bildungspolitischer Institutionen ist erforderlich.
3. Nichtstaatliche privatwirtschaftliche Unternehmen bildeten in den neu entstandenen Netzwerken jedoch eine Minderheit.
>>> Strategien zur Einbindung privatwirtschaftlicher AkteurInnen (und ArbeitgeberInnen).
4. In der Verwaltung blieb aber sowohl die intern vertiefende Vernetzung als auch die Institutionalisierung des Stadtteils aus. Die erforderliche Resonanz des Konzeptes in der übergeordneten Stadtrats- und Stadtregierungsebene konnte nicht festgestellt werden. Von einer neuen ressortübergreifenden Ressourcenbündelung konnte keine Rede sein. Hier fehlte der Einfluss einer übergeordneten Hierarchieebene, welche die Magistratsabteilungen zu einer tieferen Zusammenarbeit aufruft. Der Gemeinderat bzw. die Stadtregierung und der Bürgermeister wäre wohl dafür die einflussreichste Stelle gewesen.
>>> Stadtteilmanagement braucht die „Rückendeckung“ der Stadtregierung.
>>> Mehr Vernetzungs- und Überzeugungsarbeit bei diesen Verantwortlichen der Stadtregierung.
>>> Einrichtung von stadtteilbezogenen Arbeitsgruppen.
5. In Anbetracht der Tatsache, dass der Aufbau von Vertrauen zur Entwicklung von stabilen Netzwerken viel Zeit braucht, erscheint die Projektphase von nur etwa vier effektiven Jahren im Stadtteil als zu kurz. Die ersten Schritte der Einrichtung arbeitsfähiger Gruppen konnten gerade erst stabilisiert werden. Am Ende des Projektes wäre eine Vorbereitung lokaler Institutionen, Infrastrukturen im Stadtteil zur Verfügung zu stellen, das Mindeste gewesen, um die sozialen Strukturen für die Zukunft weiter zu unterstützen.
>>> Es drängt sich die Frage auf, ob dieses Projekt nicht deutlich verlängert und finanziell stärker unterstützt werden sollen.
Vertikale Vernetzung und Vermittlung
6. Das „Grätzelmanagement“ konnte als intermediäre Organisation zwischen VerwaltungsakteurInnen und StadtteilakteurInnen erfolgreich vermitteln, wenngleich sich alteingesessene Machtverhältnisse nicht verändert haben und die Top-Down definierten Förderkriterien für Projekte die gewünschte Bürgerbeteiligung oftmals einschränkten.
>>> Top-Down für Rahmenbedingungen, nicht aber im Tagesgeschäft.
7. In vertikaler Richtung ist zwar eine „Rückkoppelung“ von System und Lebenswelt gelungen. Diese ist jedoch zugunsten einer Vermittlung der Handlungslogik „nach unten“ betrieben worden, was nicht allein auf das Grätzelmanagement zurückzuführen ist, sondern auch mit der Machtposition von Politik und Verwaltung zu erklären ist. So wurde das Grätzelmanagement von Politik und Verwaltung auch dazu genutzt, das eigene Handeln zu rechtfertigen und zu legitimieren. Dazu wurden die EU-Förderbedingungen als unausweichlich und außerhalb der Reichweite regionalpolitischen Handelns beschrieben und damit gleichzeitig Alternativen der Finanzierung aus dem Blickfeld genommen. Umgekehrt wurde eine Vermittlung von Werten und Vorstellungen der lokalen Akteure „nach oben“ nur solange gut geheißen, solange sie die rationale Handlungslogik von Politik und Verwaltung nicht in Frage stellten.
>>> Mehr Vermittlungsmöglichkeiten „von unten“ „nach oben“, kein Missbrauch von Stadtteilmanagement als Beruhigungsmittel – mehr Beweglichkeit im politischen Handeln der Verantwortlichen.
8. Die Rolle als intermediäre Organisation konnte das Grätzelmanagement im Stadtteil in vielen Fällen ausfüllen. Das Grätzelmanagement hat in verschiedenen Anfragen, Diskussionen, Verhandlungen und Konflikten wesentlich zu einer Vermittlung zwischen den AkteurInnen beigetragen.
z.B.: Verbesserung der Transparenz und Akzeptanz unterschiedlicher Positionen.
9. Problematisch war schließlich die Beziehung zwischen lokalen AkteurInnen und der institutionellen Ebene. Diese war nämlich von externen Faktoren wie den EU-Förderkriterien geprägt. Der im Grätzelmanagement intendierte Bottom-Up Ansatz konnte aufgrund der starren EU-Förderung nicht wie gewünscht umgesetzt werden. Diese Förderstruktur der EU war nicht für ein Konzept wie das Stadtteilmanagement eingerichtet worden und verstärkte dadurch implizit nicht nur die Top-Down Steuerung, sondern beschnitt zusätzlich die Ambitionen und Innovationen der StadtteilakteurInnen und des Grätzelmanagement-Ansatzes überhaupt.
>>> Auf das Stadtteilmanagementkonzept abgestimmte Förderkriterien schaffen.
Fazit
Leider muss das Grätzelmanagement rückblickend als ein Projekt beschrieben werden, das zwar sehr viel Vernetzung und Beteiligung im Stadtteil förderte, viele Ambitionen jedoch ohne viel Aussicht auf Förderung auf der Strecke blieben. So kam es nur zu wenig positiven Auswirkungen im sozioökonomischen Bereich. Nach wie vor steht eine Vielzahl an Geschäftslokalen im Viertel leer und es konnten auch sonst keine neuen Unternehmen im Stadtteil angesiedelt werden.
Schließlich muss auch das Grätzelmanagement als reines Beteiligungsprojekt in Frage gestellt werden. Die wichtigen arbeitsmarkt-, bildungs- und wirtschaftspolitischen Projekte benötigen im Grunde Anreize und Inputs „von oben“.
>>> Der Bottom-Up Ansatz bedarf in diesem Zusammenhang der Ergänzung von Top-Down Maßnahmen, der für intensive finanzielle Unterstützung und eine grobe inhaltliche Anleitung der Stadtteilprozesse sorgt.
*zur Erklärung: im Wiener Volksmund bezeichnet man den Stadtteil oder das Quartier als Grätzel, wobei die Herkunft des Begriffs etymologisch nicht einwandfrei geklärt ist
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Verfügungsrechte im Stadtumbau
Handlungsmuster und Steuerungsinstrumente im Altbauquartier
Aus der Reihe: Quartiersforschung
2009. 218 S. Mit 32 Abb., davon 3 in Farbe Br.
ISBN: 978-3-531-16560-8
EUR: 34,90
VS-Verlag, Wiesbaden
Klappentext
In schrumpfenden Städten mit hohem Leerstand und Verfallstendenzen gerät der Stadtumbau mangels theoretischer Grundlagen und Vorerfahrungen vielerorts zum Realexperiment. Bertram Schiffers analysiert anhand theoretischer Konzepte der Neuen Institutionenökonomik die Wechselwirkungen zwischen Immobilienmarkt und staatlichen Eingriffen. Hauseigentum besteht aus einem Bündel von Verfügungsrechten mit ihren jeweils eigenen Rahmenbedingungen. Hierzu gehören das Nutzungsrecht der Mieter, das Bau- und Veränderungsrecht der Hausbesitzer und das Zinsanrecht der Banken. Politische Fachprogramme und Gesetze stärken meist nur einzelne Verfügungsrechte. Dies erhöht die Transaktionskosten und erschwert notwendige Kooperationen in den perforierten Altbauquartieren. Eine explorative Fallstudie in der stark schrumpfenden Mittelstadt Zeitz in Sachsen-Anhalt offenbart drei typische Handlungsmuster der Akteure: Verbleiben, Verwerten und Verfallen lassen. Der Autor legt dar, wie eine Neugliederung und Koordination von Verfügungsrechten zu effizienteren Eigentumsstrukturen und Steuerungsinstrumenten führen kann.
Aus dem Inhalt
Immobilienmarkt in schrumpfenden Städten - Verfügungsrechte, Transaktionskosten und Institutionen - Individuelles und kollektives Handeln - Fallstudie Zeitz - Rechtlicher Rahmen in Altbauquartieren - Private Akteure im Stadtumbau - Handlungsmuster Verbleiben, Verwerten, Verfallen lassen - Neue Steuerungsinstrumente
Zielgruppen
GeographInnen
SoziologInnen
PolitologInnen
StadtplanerInnen
ImmobilienwirtInnen
Über den Autor
Dr. Bertram Schiffers promovierte am Department Stadt- und Umweltsoziologie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und am Fachgebiet für Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Kassel. Er ist als freier Stadtplaner in Leipzig mit den Schwerpunkten Stadtumbau, integrierte Stadtentwicklung sowie geographische Informationssysteme tätig.
Quelle: http://www.vs-verlag.de
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Förderprogramme sind zeitlich befristet und die Mittelvergabe soll degressiv gestaltet werden. So heißt es im deutschen Grundgesetz sinngemäß in Artikel 104b und so lautet auch der Anspruch des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“. Bewohner und lokale Akteure des Quartiers sollen derart aktiviert und „empowert“ werden, dass sie auch ohne das Quartiersmanagement in der Lage sind, Netzwerke miteinander zu bilden. So sollen Rahmenbedingungen für nachhaltige soziale und ökonomische Entwicklungsprozesse angeregt werden. (In: ALISCH, M. (2003): „Philosophie“ und Ansatz von Quartiersmanagement – 12 Thesen als Versuch, ein Konzept der Realität anzupassen, These 6.)
Dazu muss sich staatlich gefördertes Quartiersmanagement laut ALISCH „von Anfang an, seiner vorübergehenden Position im Stadtteil bewusst sein. Dass heißt es muss frühzeitig eine Exit-Strategie für die Zeit nach dem geförderten Management entwickelt werden.“ (ebd., These 12.) Diese Exit-Strategie beinhaltet laut ALISCH sowohl eine Grundhaltung der Akteure als auch eine Phase im Quartiersentwicklungsprozess. Sowohl organisierte Bewohner als auch Vertreter der Verwaltungsdienststellen und Quartiersmanager müssen lernen, dass was sie mit Hilfe des Programms geleistet haben und leisten, auf anderem Wege fortzusetzen und zu verstetigen.
Vom Anchoring und Mainstreaming
Entgegen diesem Anspruch stellt der „Statusbericht 2008 zum Programm Soziale Stadt“ der Bundestransferstelle Soziale Stadt fest, dass Verstetigung als Thema zum Jahresende 2005 lediglich in knapp einem Viertel der ostdeutschen und in annähernd 40% der westdeutschen Programmgebiete eine Rolle spielte. (In: BUNDESMINISTERIUM FÜR VERKEHR, BAU UND STADTENTWICKLUNG (Hrsg., 2008): Statusbericht 2008 zum Programm Soziale Stadt, Berlin, S.83f.) Dabei werden im Bericht zwei grundsätzliche Dimensionen von Verstetigungsansätzen (die miteinander zusammenwirken) unterschieden. Einerseits die unmittelbaren Verstetigungsansätze in lokalem Kontext (anchoring) und andererseits die Verankerung von integrierter Stadtteilentwicklung in den Kommunalverwaltungen über die Phase der Sonderförderung hinaus (mainstreaming). (ebd., S.85.)
Während der Bericht auf quartiersbezogener Ebene fünf Verstetigungsansätze nennt (Überführung in kommunale Regelförderung, Förderung über Programme jenseits des Programms „Soziale Stadt“, Finanzierung/Unterstützung durch Dritte, wirtschaftliche Eigenständigkeit des Projekts und unentgeltliche Tätigkeit/ Ehrenamtlichkeit; In: ebd., S.86.), bleibt das mainstreaming als Implementierung einer ressortübergreifenden Soziale-Stadt-Politik als gesamtstädtische Daueraufgabe weitestgehend unspezifisch.
• Spiegelt das vielleicht die Gesamtsituation innerhalb des Programms wider?
• Existieren neben einzelnen Bausteinen von Verstetigungsansätzen auf Quartiersebene auch Beispiele für eine gelungene Implementierung auf Verwaltungsebene?
• Wie sehen diese aus?
• Gibt es schon best-practice einer dauerhaften quartiersbezogenen Governance?
• Wie groß ist die Bereitschaft außerhalb der Programmgebiete und jenseits politischer Rhetorik?

Wunschdenken Verstetigung? Ein Blick nach Berlin…
In Berlin gehen wir mittlerweile ins elfte Förderjahr. Mitte 2009 werden insgesamt 35 Quartiere in der Förderkulisse „Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf“ zu finden sein. Folgen wir der Empfehlung von ALISCH müssten entsprechende Exit-Strategien bereits vorhanden sein und dies sowohl auf Quartiersebene als auch auf quartiersübergreifender gesamtstädtischer Ebene. Mein Eindruck ist der, dass dies auf beiden Ebenen momentan noch Wunschdenken ist. Zwar gibt es in einzelnen Quartieren und in einzelnen Strategiebereichen gut dokumentierte Ansätze von Verstetigungsbestrebungen. Allerdings scheinen mir diese Beispiele nicht Bestandteil einer strategischen Exit-Konzeption für das Quartier zu sein. Oder werden diese nur nicht als solche Exit-Strategie kommuniziert? Ist das Handlungskonzept als Ergebnis einer ressortübergreifenden Kooperation schon quartiersbezogene Exit-Strategie? Wer ist für die quartiersbezogene Exit-Strategie verantwortlich? Muss sie Bestandteil der QM-Ausschreibung sein? Kann sie das überhaupt? Ist ein quartiersbezogener Exit ohne gesamtstädtische Rahmenstrategie überhaupt denkbar? Welche gesamtstädtische Exit-Strategie verfolgt Berlin? Wie weit geht kann ein solcher Exit gehen? Welche Ebenen sind daran beteiligt?
In Berlin wurde zeitgleich mit dem Senatsbeschluss zur Einrichtung von integrierten Stadtteilverfahren die 1.Stufe des Aktionsprogramms „Urbane Integration“ abgeschlossen. Ziel dieses Aktionsprogramms ist die Entwicklung einer nachhaltig wirkenden, langfristig orientierten gesamtstädtischen Strategie. (In: ABGEORDNETENHAUS VON BERLIN (1999): Bericht zur Entwicklung einer gesamtstädtischen Strategie zur Entschärfung sozialer Konflikte..., Drucksache 13/4001, Berlin, S.4) In dem Bericht vom Abgeordnetenhaus wird von einer folgenden Stufe 2 gesprochen. Die Arbeitsgruppe tritt aber laut dem Bericht zur „Evaluation des Berliner Quartiersmanagements in der Pilotphase 1999-2002“ seit Herbst 2001 nicht mehr zusammen. (EMPIRICA (Hrsg., 2002): Evaluation des Berliner ..., Berlin, Abbildung 2, S.38.) Wo wird seit Herbst 2001 über eine gesamtstädtische quartiersübergreifende Strategie für Berlin beraten? Wer sollte sie entwickeln? Kann es Aufgabe von Verwaltung sein, sich selbst zu modernisieren?
Das Thema Exit-Strategie im Programm „Soziale Stadt“ ist hochspannend, dringlich und aktuell – meines Erachtens ein Diskussionsthema und Gelegenheit zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch für unseren Arbeitskreis, auch hier in Blog und Foren!
Alexander Meyer
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Jahrestreffen 2009 des AK Quartiersforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie
“Quartiere im demographischen Umbruch”
Deutscher Geographentag, Wien 24.9.2009
Call for Papers
Nachdem wir uns 2008 in Berlin mit dem Thema „Governance in der Quartiersentwicklung“ beschäftigt hatten, soll für unser Jahrestreffen 2009 in Wien mit dem demographischen Wandel abermals ein hochaktuelles Thema im Mittelpunkt stehen. Trotz ihrer Gegenwart in öffentlichen Debatten werden die demographischen Fragestellungen oft nur oberflächlich und pauschal diskutiert („weniger, älter, bunter“). Aber auch politisch „sind demographische Probleme unattraktiv“, so Kaufmann (2005: 34), denn die Betrachtungszeiträume sind deutlich länger als Legislaturperioden, die Einflussmöglichkeiten eher indirekt und die Effekte zumindest auf kurze oder mittlere Sicht kaum spürbar.
Unabhängig davon manifestiert sich der demographische Wandel schleichend und unaufhaltsam in verschiedensten Dimensionen und auf allen räumlichen Maßstabsebenen. So wird der „Club der wachsenden Gemeinden […] kleiner und kleiner werden“, formuliert Mäding (2003: 5) pointiert. Während diese Entwicklung in Ostdeutschland schon längst in vollem Gange ist, wird es ab etwa 2015 auch im Westen Deutschlands und bald auch in der Schweiz und Österreich nur noch sehr wenige Kommunen mit Bevölkerungsgewinnen geben. Der demographische Wandel wird im kommunalen Bereich zunehmend eine „kleinräumige Unübersichtlichkeit“ (Mäding 2003: 4) verursachen. Während noch einigermaßen klar prognostiziert werden kann, welche Regionen bis wann wachsen werden, ist dies auf der lokalen Ebene äußerst unsicher (vgl. u.a. Bucher/Schlömer 2003).
Weil auf der Quartiersebene die soziodemographische Entwicklung vor allem von selektiven intraregionalen Wanderungen bzw. vom Umzugsverhalten sowie von in situ-Alterungsprozessen abhängt, können hier weitere Disparitäten auftreten. Obwohl die Ebene der Quartiere im planerischen und wohnungswirtschaftlichen Fokus als besonders wichtig zu erachten ist, stehen die Forschungen hier noch am Anfang. Immerhin beschäftigt sich die angewandte (insbesondere die Auftrags-) Forschung z. B. im Rahmen des „Stadtumbau“-Programms oder die Lebenszyklusforschung (z.B. Jugendliche, ältere Menschen im städtischen Kontext) mit diesen Themen intensiver, wenn auch weitgehend theoriefrei und fast ausschließlich fallbezogen. Insbesondere die Verknüpfung wissenschaftlicher Modellvorstellungen auf der Wohnquartiersebene mit praxisbezogenen Zielen und Ableitungen für zukünftige Stadtentwicklungspolitiken unter dem Vorzeichen des demographischen Wandels verspricht, neue Erkenntnisse zu erbringen und ein fruchtbares Forschungspotenzial zu erschließen.
Deshalb sollen in Wien z. B. Themen auf der Quartiersebene und gegebenenfalls für verschiedene Quartierstypen analysiert und diskutiert werden, so z.B.
• die strukturelle Alterung und deren sozialräumliche Konsequenzen,
• Immigration im Kontext des demographischen Umbruchs,
• neue Haushaltsformen und Lebensstile und deren Rolle im demographischen Wandel,
• generationenübergreifendes Wohnen vs. demographische Homogenität als Entwicklungsoptionen für Quartiere,
• Quartiers-Governance im Stadtumbauprozess,
• die Rolle von lokalem Sozialkapital im demographischen Umbruch,
• den Umgang mit demographischen Wellen,
• die wohnungswirtschaftlichen Möglichkeiten im Umgang mit Schrumpfung und Leerstand,
• die stadtentwicklungspolitischen und ökonomischen Implikationen für Bestands- und Wohnumfeldentwicklung
Die Themenauflistung soll nur als Anhaltspunkt dienen. Wir möchten den Themenkanon bewusst offen halten, um möglichst viele Forschungsfelder anzusprechen und auf diese Art und Weise einen Einblick in die aktuelle Forschungslandschaft zu erhalten.
Der AK richtet sich an alle, die sich in Forschung und/oder Praxis (Kommunen, Immobilienwirtschaft, Consulting…) mit Quartiersthemen befassen, insbesondere auch an NachwuchswissenschaftlerInnen. Der Arbeitskreis versteht sich als ein offenes, interdisziplinäres und integrierendes Forum für den fachlichen Austausch: Deshalb sind selbstverständlich neben GeographInnen auch Angehörige anderer sozialwissenschaftlicher Disziplinen sowie StadtplanerInnen und weitere Fachpersonen der Praxis herzlich willkommen!
Für das Jahrestreffen, das in Wien auf dem diesjährigen Geographentag voraussichtlich am Donnerstag, den 24. September 2009 stattfinden wird, sind Impulsreferate (ca. 20 Minuten) aus den oben beschriebenen Themenbereichen vorgesehen. Themenvorschläge (mit Kurzexposés von höchstens einer Seite) richten Sie bitte bis spätestens 4. Mai 2009 an einen der beiden Sprecher des AK Quartiersforschung, die auch für weitere Auskünfte und Rückfragen gerne zur Verfügung stehen. Bei ausreichender Anzahl und Qualität der Beiträge ist eine anschließende Verlagspublikation möglich.
Der CfP ist auch als PDF-Version in der Download-Rubrik auf dieser Webseite verfügbar!
Interessierte, die kein Referat vorstellen, aber dennoch an der Tagung teilnehmen möchten, sind ebenfalls herzlich eingeladen. Über eine formlose Anmeldung (per Mail) freuen wir uns, auch wenn wir den AK natürlich für Spontan-InteressentInnen des Geographentags offen halten wollen! Das definitive Tagungsprogramm wird bis spätestens Anfang August vorliegen.
Darüber hinaus laden wir herzlich zur Fachsitzung „Von der Planung über Steuerung zur Governance. Perspektiven der Quartier-, Stadt- und Regionalplanung“ ein, die ebenfalls auf dem Geographentag in Wien stattfinden wird. Näheres erfahren Sie unter http://www.geographentag-wien.at/.
Beste Grüße aus Basel und Berlin,
Matthias Drilling und Olaf Schnur
Dr. Olaf Schnur
Humboldt-Universität zu Berlin
Geographisches Institut
Abteilung Bevölkerungs- und Sozialgeographie
Unter den Linden 6
D-10099 Berlin
eMail: olaf.schnur[at]geo.hu-berlin.de
T. +49 (0)30-2093-6852
F. +49 (0)30-2093-6853
Dr. Matthias Drilling
Fachhochschule Nordwestschweiz
Hochschule für Soziale Arbeit
Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung
Thiersteinerallee 57
CH-4053 Basel
eMail: matthias.drilling[at]fhnw.ch
T. +41 (0)61 337 27 12
F. +41(0)61 337 27 94
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Experimenteller Wohnungs- und Städtebau
Gutachten “Barrierefreie Stadtquartiere (IFAS-BSQ)” im Rahmen des Forschungsfeldes “Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere” (10.04.05.42470)
Erscheinungstag
5. Februar 2009
Abgabefrist
27. Februar 2009, 10:00
Ausgeschriebene Leistungen
Das Projekt ist als Teilprojekt des laufenden Forschungsfeldes “Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere“ konzipiert. Es legt den Schwerpunkt auf die Fragen, welche Barrieren auf der Ebene Gebäude, Wohnumfeld und Stadtquartier eine bedürfnisgerechte Raumnutzung erschweren und welche innovativen Lösungsmöglichkeiten sich anbieten. Barrierefreiheit wird im Untersuchungsansatz weit gefasst. Er berücksichtigt die Lebensinteressen und Nutzungseinschränkungen von jung und alt. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen an die baulich-räumlichen Anpassungen unter Berücksichtigung von mentalen und sozialen Faktoren des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und der vielfältigen Lebensstile.
Adresse
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Forschungsverwaltung
Postfach 21 01 50
53156 Bonn
Deutschland
weitere Informationen (u.a. Ausschreibungsunterlagen etc. als PDF-Download):
http://www.bbr.bund.de/cln_007/nn_22776/DE/WettbewerbeAusschreibungen/Forschungsprojekte/Ausschreibungen__Projekte/ExWoSt_2010.04.05.424.70.html
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Workshop „Perspektiven geographischer Stadtforschung“
des Arbeitskreises „Stadtzukünfte“
12. – 13. Juni 2009 in Kiel
Call for Papers
Der Arbeitskreis „Stadtzukünfte“ der DGfG lädt ein zum 5. Workshop für NachwuchswissenschaftlerInnen. Bei den vorherigen Treffen in Bochum (2004), Aachen (2005), Bochum (2006) und Bonn (2008) hat es sich bewährt, das Spektrum der Vorträge weit zu fassen. Dem entsprechend können Projektergebnisse zu allen Themenbereichen der Stadtgeographie zur Diskussion gestellt werden, sei es aus wirtschafts-, sozial- oder kulturgeographischer Sicht, eher theoretisch-konzeptionell und/oder schwerpunktmäßig aus planerisch-angewandter Perspektive. Allerdings müssen die Projekte und Vorträge in neueren theoretischen Konzepten verankert sein und Anknüpfungspunkte für eine breitere Diskussion bieten. Wir sind vornehmlich interessiert an Projektvorstellungen von DoktorandInnen, Post-Docs und HabilitandInnen.
Wir freuen uns auf Vortragsangebote mit einem max. einseitigen Abstract bis zum 31. März 2009 an den lokalen Organisator Prof. Dr. Rainer Wehrhahn (wehrhahn[at]geographie.uni-kiel.de)
oder an einen der Arbeitskreissprecher:
Prof. Dr. Uta Hohn (uta.hohn[at]ruhr-uni-bochum.de)
Prof. Dr. Lienhard Lötscher (lienhard.loetscher[at]ruhr-uni-bochum.de)
Prof. Dr. Claus-Christian Wiegandt (wiegandt[at]uni-bonn.de)
Mehr Infos zum AK? Siehe http://www.stadtzukuenfte.de/
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Manuel Schroeder/Werner Schönig: Objekt Eigelstein - Sozialfotografische Betrachtung eines Kölner Stadtteils
Schriften der KFH NW, Band 6, 2008
156 S.
Verlag Barbara Budrich
ISBN 978-3-938094-76-1
Klappentext:
Im Kontext der Sozialraumorientierung wird häufig auch eine fotografische Sozialraumerkundung vorgenommen. Hierfür bietet sich das Kölner Eigelsteinviertel in seiner vielfältigen sozialökonomischen Schichtung und der reichen fotografischen Tradition exemplarisch an. Der Band umfasst neben sehr unterschiedlichen studentischen Bildbeiträgen auch Fotografien bzw. einen begleitenden Text der Autoren.
Der Eigelstein ist ein bekanntes innerstädtisches Kölner Viertel mit sehr eigener Identität und in den letzten Jahrzehnten ausgeprägter multiethnischer und vielschichtiger sozialer Prägung. Auf engem Raum treffen hier die prägenden urbane Kontraste aufeinander und inspirieren eine fotografische Analyse, die sowohl einzigartig ist als auch als typisch für die Stadtteilkultur deutscher Großstädte gelesen werden kann. Sozialfotografie ist dabei nach Ansicht der Autoren eine mittels Fotografie praktizierte Haltung, die von Empathie getragen wird und eine aktive Teilhabe an der Lebenswelt anderer umfasst. Ihr Ziel ist unter anderem eine Aussage über zeitgemäße gesellschaftliche Verhältnisse zu treffen. Jene Aussage setzt sich deutlich von der oftmals distanzierten und menschenleeren aktuellen deutschen Fotografie ab und besinnt sich statt dessen ihrer klassischen Wurzeln. Diesbezüglich wurden im Eigelstein durch Chargesheimer Ende der 1950er Jahre und Anfang der 1970er Jahre Hauptwerke der deutschen Sozialfotografie erstellt und sind auch heute lohnender Referenzpunkt zur Erfassung von Wandel und Kontinuität im Eigelstein. Der vorliegende Band umfasst sehr unterschiedliche studentische Positionen, die von der stillen Betrachtung bis zu turbulenten Straßenszenen, von der kräftigen Farbgebung bis zum reduzierten Schwarzweiß und vom intimen Bewohnerportrait bis zur austauschbaren Zweckarchitektur reichen. Diese studentischen Beiträge bilden den Kern des Bandes und werden durch Fotografien und konzeptionelle Ausführungen von Manuel Schroeder sowie einen begleitenden Text zum Stand von Sozialfotografie und Sozialraumerkundung von Werner Schönig ergänzt. Der vorliegende Band dient gleichzeitig als Katalog zur Ausstellung, die im Frühsommer 2008 im Kölner Maternushaus gezeigt wird.
Manuel Schroeder(Duisburg/Köln) ist Bildender Künstler und Fotograf, Prof. Dr. Werner Schönig lehrt an der Katholischen FH Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln
Inhalt
Einführung:
Blick auf den Eigelstein - ein Experiment
Prälat Josef Sauerborn
Position der Kunst: Sozialfotografie
Manuel Schroeder
Erkundung mit Haltung
Sozialfotografie, Raumerkundung und das Ringen mit der Ikonografie im Kölner Eigelstein-Viertel
Werner Schönig
Hauptteil:
Objekt Eigelstein
Studentische Arbeiten
1. Arbeitsgruppe “Eigelstein”
2. Arbeitsgruppe “Ostzone” (Nord-Süd-Fahrt)
3. Arbeitsgruppe “Gereonswall"
4. Arbeitsgruppe “Weidengasse”
5. Arbeitsgruppe “Ursula"(viertel)
6. Arbeitsgruppe “Brücken”
Weitere Infos unter: http://www.budrich-verlag.de/index_de.php?SID=4ab9d411e40e5601080e27e86abc7796
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Zukunft Quartier 1: Lebensräume zum Älterwerden
Hrsg.vom “Netzwerk: Soziales neu gestalten”
Verlag: Bertelsmann Stiftung; Auflage: 1 (Juli 2008)
Broschiert: 279 Seiten
ISBN-10: 3892049475
Beschreibung:
Quartiersbezogene Wohnkonzepte sind ein wichtiger Beitrag, um den demographischen und sozialen Herausforderungen gerecht werden zu können: durch kleinräumige Vernetzung von Wohn- und Betreuungsangeboten, Stärkung von Eigenständigkeit und selbstständigem Wohnen, durch Pflege im Wohnviertel und Unterstützung sozialer Netze. Die Grundlage dieser Publikation ist eine detaillierte Stärken-Schwächen-Analyse von vier ausgewählten Wohnprojekten des »Netzwerks: Soziales neu gestalten«. Damit lassen sich auch die jeweiligen Rahmenbedingungen, Umsetzungsvoraussetzungen und Schwierigkeiten nachvollziehen. Die Potenzialanalyse zielt darauf ab, anhand praktischer Erfahrungen zentrale Standards für ein zukunftsfähiges gemeinwesenorientiertes Wohnprojekt zu be-nennen und Faktoren zu ermitteln, wie die Standards erfolgreich umgesetzt werden können. Schlussfolgerungen für die innovationsfördernden internen und externen Rahmenbedingungen runden das Ganze ab.
Zukunft Quartier - Lebensräume zum Älterwerden 2: Lebensräume zum Älterwerden. Selbstbestimmung und Teilhabe im Alter. Eine Analyse von Welfare-Mixturen in ausgewählten Wohnprojekten
Hrsg.vom “Netzwerk: Soziales neu gestalten”
Verlag: Bertelsmann Stiftung; Auflage: 1 (erscheint im Februar 2009)
Broschiert: 176 Seiten
ISBN-10: 3867930325
Beschreibung:
Frau Rotlaub ist 90 Jahre alt und auf pflegerische Unterstützung angewiesen. Zu ihren Nachbarn hat sie täglichen Kontakt, ein befreundetes Ehepaar besucht sie regelmäßig, um mit ihr zu musizieren, und bei der Kaffeerunde in der Wohnanlage sieht man Frau Rotlaub oft und gerne. Während sich die bezahlte Nachbarschaftshilfe um ihren Haushalt kümmert, stellt ein Pflegedienst die fachliche Betreuung sicher. Je nach Gesundheitszustand kommen die Helfer zusammen, um ihre Aktivitäten neu aufeinander abzustimmen.
Neben dem Unterstützungsnetzwerk von Frau Rotlaub werden Beziehungsgeflechte von fünf weiteren älteren Menschen in qualitativen Studien analysiert. Gezeigt wird zum einen, wie in Wohnprojekten des Netzwerks »Soziales neu gestalten« Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe erhalten und ausgeweitet werden kann. Zum anderen wird eine wichtige Bedingung der Unterstützung sichtbar: auch die Unterstützenden müssen von der besonderen Situation in den Wohnprojekten profitieren können. Insgesamt zeichnet sich eine neue Architektur des Zusammenlebens ab, in der die Beteiligten jenseits der eigenen Handlungslogiken füreinander mitdenken. Das institutionelle Rückgrat dieser Architektur bildet die in den Wohnprojekten fest verankerte Gemeinwesenarbeit. Die vorliegenden Erkenntnisse können die Politik, die Gemeinwesenarbeit und die Wissenschaft sozialer Arbeit bei der Beantwortung der Frage unterstützen, wie durch die Vermittlung vielfältiger Interessenlagen kleinräumige Unterstützungspotenziale zu entwickeln sind, um einen gelungenen Welfare-Mix zu gestalten.
Das »Netzwerk: Soziales neu gestalten« (SONG) ist ein Zusammenschluss von sechs innovativen Trägern der Sozialwirtschaft. Sie sehen den demographischen und sozialen Wandel als Chance und Treiber gesellschaftlicher Innovation.
Weitere Informationen zum Netzwerk und Themenhefte ‘’Zukunft Quartier - Lebensräume zum Älterwerden’’ als kostenfreie PDF-Downloads bei der Bertelsmann-Stiftung unter:
http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/prj_72947.htm
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Liebe AK-Mitglieder und -InteressentInnen,
das erste Posting im neuen Jahr - und gleich eine sehr kurzfristige Ankündigung (für Berliner und Bremer wäre der immerhin erste Termin gerade noch machbar): Zum wichtigen Thema “Gesundheit im Quartier” finden diesen Monat vier Veranstaltungen statt:
Berlin 06.02.: http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/bot_Seite2373.html
Bremen 06.02: http://www.kommunalweb.de/cgi/termine/jump.cgi?ID=3540
Hamburg 12.02.: http://www.hag-gesundheit.de/veranstaltungen/?34-programm
Magdeburg 16.02.-17.02.: http://www.kommunalweb.de/cgi/termine/jump.cgi?ID=3471
Unter http://www.kommunalweb.de/termine/120/122/ sind alle Informationen noch einmal gebündelt und zusammenfassend nachzulesen. Ein Dankeschön an Alexander Meyer für diesen Hinweis im Forum, den ich hiermit gerne auch im Blog aufgreifen wollte!
Inwieweit der Bereich “Gesundheit”, “Umweltgerechtigkeit” o.ä., der ja zurzeit eine gewisse Konjunktur erlebt, für den AK interessant wäre (z.B. im Rahmen von Veranstaltungen), darf gerne hier oder in Replik auf Alexander Meyer im Forum diskutiert werden.
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Dein Kiez in drei Minuten - eine sportliche und intellektuelle Herausforderung
! Vielleicht versuchen wir das ja einmal mit den lieben Verwandten an den kommenden Feiertagen… wie das geht, kann man hier begutachten:
http://www.youtube.com/watch?v=SEi4Zy2AeFM
Im Namen des AK Quartiersforschung möchten wir Ihnen/Euch allen schöne Weihnachtstage wünschen - und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009, in dem wir uns jederzeit online und im Herbst auf dem Geographentag in Wien wieder treffen werden. 2008 hat Lust gemacht auf mehr!
Herzliche Grüße
Matthias Drilling und Olaf Schnur
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Markus Runge: “Der Aufbau von brückenbildendem sozialen Kapital im Umfeld benachteiligter Stadtteile.
Bereitschaft zu und Hindernisse von quartiersübergreifenden Austauschprozessen und Netzwerken”
Schriftenreihe des europäischen Masterstudiengangs Gemeinwesenentwicklung, Quartiersmanagement und Lokale Ökonomie an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München (http://www.macd.hm.edu)
2007, ISBN 978 -3-93 0 83 0-84-8, 104 S., 14 Euro
Klappentext:
“Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nimmt ab, und je mehr dies geschieht, umso wichtiger werden Entwicklungen hin zu einer solidarischen Stadt. Die notwendige Förderung sozialen Kapitals wird verstärkt diskutiert, es geht dabei um den Aufbau von sozialem Vertrauen und nachbarschaftliche Netzwerke. Es reicht nicht, wenn wir uns im Rahmen von Gemeinwesenarbeit und Stadtentwicklung auf benachteiligte Stadtteile konzentrieren. Die zentrale Frage ist, inwieweit die Menschen in den angrenzenden Stadtteilen offen sind und denjenigen aus den benachteiligten Gebieten Chancen und Möglichkeiten bieten, an ihren Ressourcen und Netzwerken teilzuhaben. Der Aufbau brückenbildenden sozialen Kapitals ist als ein Prozess zu begreifen, der nicht einseitig aus den benachteiligten Gebieten heraus zu realisieren ist. Um das ökonomische, kulturelle, soziale und symbolische Kapital der Menschen im Umfeld benachteiligter Stadtteile für das Programm „Soziale Stadt“ nutzbar zu machen, muss in der Arbeit stärker als bisher bei diesen sozioökonomisch und gesellschaftlich bessergestellten Menschen angesetzt werden. Das Buch richtet sich an Menschen, die in Zusammenhängen der Gemeinwesenarbeit, des Quartiersmanagements und der Stadtentwicklung tätig sind. Anhand eines konkreten Stadtteils in Berlin-Kreuzberg wird dargestellt, welche Folgen sich aus der enge Gebietsabgrenzung im Programm „Soziale Stadt“ ergeben. Plädiert wird für eine Gebietserweiterung und ein zusätzliches Handlungsfeld im Quartiersmanagement in Form einer gezielten Initiierung und Begleitung von Austauschprozessen mit den Menschen im Umfeld des benachteiligten Quartiers.”
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Wohin steuern unsere Quartiere? Zur Governance in der Quartiersentwicklung.
Bericht von der Jahrestagung des AK Quartiersforschung an der Humboldt-Universität in Berlin vom 31.10. bis 1.11.08
Unter der Überschrift „Wohin steuern unsere Quartiere? Zur Governance in der Quartiersentwicklung“ traf sich der AK Quartiersforschung in diesem Jahr in Berlin. Das aktuelle Thema lockte knapp 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland, der Schweiz und Belgien auf den Campus Adlershof der Humboldt-Universität. Das Credo des Arbeitskreises, Wissenschaft und Praxis miteinander in Kontakt zu bringen, spiegelte sich bereits im Tagungsprogramm wider, das von ausgesprochen theoretischen Referaten bis hin zu Berichten aus der täglichen Quartiersarbeit und einem abendlichen Vor-Ort-Termin mit drei QM-Teams im Quartiersmanagement-Gebiet Brunnenviertel reichte. Ähnlich transdisziplinär setzte sich auch das Publikum zusammen, das zu gleichen Teilen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen, Wirtschaft und kommunaler Praxis kam.
Die Tagung gliederte sich in vier Themenblöcke. Im Themenkreis 1 (Die „neue“ Popularität des Lokalen) erläuterte Christa Kamleithner Foucaults Gouvernementalitätsbegriff sowie das Konzept „Regieren durch Community“ von Nicolas Rose und machte deutlich, wie aktuelle Quartierssteuerungsdebatten darin einzuordnen sind. Fabian Kessl argumentierte in eine ähnliche Richtung, erläuterte unterschiedliche Facetten des „Spatial Turns“ und konkretisierte seine Thesen plastisch am Beispiel der Bielefelder „Tüte“. Im Anschluss daran berichtete Manfred Perlik über die „neue Popularität des Lokalen“ an Beispielen aus der Schweiz, wo Stadtflucht, Fernpendeln und multilokales Wohnen zu ökologischen Problemen führt. Dazu entwickelte er eine Hierarchie von Makro- und Mikro-Regimen, die entsprechende Immobilienangebote aus Kapitalverwertungsinteresse bereitstellen. Abschließend erläuterte Céline Widmer die Rescaling-Theorie am Beispiel der Stadtentwicklungspolitik in Zürich, bei der es sich um Simultanpolitik handeln könnte: vordergründig sozial ausgerichtet, im Prinzip aber ökonomisch orientiert, um im internationalen Wettbewerb der Städte eine gute Position zu erlangen.
Themenkreis 2 (Quartiere zwischen Programmen und Akteursinteressen) begann mit einem Beitrag von Christina West über politische Utopien und städtische Heterotopien im Sinne Foucaults. Anhand einer Korrespondenzanalyse mit Daten aus Barcelona und Sevilla wurden die Akteurskonstellationen, partizipativen Durchsetzungsstrategien, Diskurse und Mobilitätslogiken der „kreativen Klassen“ aufgezeigt. Dabei spielt die Kategorie „Vertrauen“ eine zentrale Rolle, auf die anschließend Samuel Mössner an einem Beispiel aus Mailand näher einging. Er vertrat die These, dass integrierte Entwicklungsprogramme aufgrund ihrer Abhängigkeit von einer so fragilen Größe risikobehaftet und deshalb kritisch zu betrachten seien. Christian Strauß betrachtete ebenfalls integrierte Quartierskonzepte, dies jedoch bezogen auf Stadtumbau und demografischen Wandel in Deutschland. In einer Instrumentenkritik erklärte er den kooperativen Anspruch des „Stadtumbaus“ für gescheitert und plädierte für neue, multiskalare Herangehensweisen. Abschließend befasste sich Orlando Eberle aus der Perspektive der Züricher Stadtverwaltung mit dem prototypischen ehemaligen Arbeiterquartier Schwamendingen, das heute eine konflikthafte Entwicklung durchläuft und mit innovativen kommunalen Instrumenten stabilisiert werden konnte. Passend zu diesem Themenkreis war auch der Vor-Ort-Termin im Brunnenviertel in Berlin-Wedding, wo gleich drei Quartiersmanagementbüros mit unterschiedlichen Gebietsabgrenzungen, Hintergründen, Motiven und Handlungslogiken arbeiten. Die Tagungsteilnehmer wurden parallel in drei Gruppen durch das Quartier geführt und mit den jeweiligen Quartiersperspektiven der Akteure konfrontiert. In einer sehr offenen und aufschlussreichen gemeinsamen Abschlussdiskussion konnten diese Perspektiven vergleichend thematisiert werden.
Der zweite Konferenztag begann mit dem Themenkreis 3, der neue Entwicklungsagenten und ihren Einfluss auf die Quartiersentwicklung beleuchten sollte. Dabei wurden die unterschiedlichen Handlungslogiken, Spielräume, Zwänge und Perspektiven der Akteure deutlich. So stellte Lars Friedrich vom Berliner Bürgerverein „BürSte“ („Bürger für den Stephankiez“) Projekte seines Vereins sowie Ideen für die Stärkung der Bürgerbeteiligung durch Bürgervereine vor. Töns Föste berichtete daraufhin anschaulich von seinen Erfahrungen als Quartiersmanager in der Greifswalder Fleischervorstadt. Hermann Brachmann erläuterte Prinzip und Wirkung der neu gegründeten Genossenschaft „RundUlm Betreuung eG“, die im Quartiersmanagement-Gebiet Ulmer Weststadt ihre Dienste verrichtet und zur Quartiersentwicklung beträgt. Abschließend hatte Stephan Lanz die Aufgabe, auf der kritisch-theoretischen Ebene die Fäden aus der Praxis aufzugreifen und gleichzeitig am konzeptionellen Fundament des Quartiersmanagements zu rütteln. Er vertrat die These, dass der mit dem „Neoliberal Turn“ verbundene Wandel vom Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Sozialregime die Staatsbürger zunehmend unter Druck setze und – wiederum mit Bezug auf Nicolas Rose – aus Nachbarschaft ein für den einzelnen schwer verdauliches, individualistisch-moralisiertes Amalgam aus Territorium und Gemeinschaft mache.
Während sich dieser Teil mit partizipativen Elementen und bürgerschaftlichem Engagement befasste, sollte der folgende Abschnitt insbesondere Unternehmen als Entwicklungsagenten analysieren. Dementsprechend befasst sich Heike Birkhölzer in ihrem Beitrag mit sozialen Unternehmen, die neue Arbeitsplätze in solchen Bereichen schaffen wollen, die im Quartier unterversorgt sind. Dazu stellte sie die Berliner Agentur „BEST“ vor, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Stadtteilökonomie zu verbessern. Darauf aufbauend stellten Gisela Prey und Annette Vollmer das Konzept der Business Improvement Districts (BID) vor. Während Gisela Prey ein Beispiel aus Köln-Kalk erläuterte, beschäftigte sich Annette Vollmer mit den Ursprüngen der BID-Idee und stellte einen kritischen Vergleich von US-amerikanischen und deutschen BIDs vor.
Im vierten und letzten Themenkreis 4 der Tagung wurden noch einmal neue Steuerungs- und Evaluationsinstrumente in der Quartiersentwicklung einer eingehenderen Betrachtung unterzogen. Ein Boom neuer Begriffe und erste Modellprojekte deuten darauf hin, dass sich auch im Instrumentenkoffer der Quartiersentwicklung einiges verändert. So präsentierte Peter Zemp ein neues modellartiges Evaluationstool und innovative Entscheidungshilfen für den Bau und die nachhaltige Sanierung von Quartieren für die Agglomeration Lausanne. Den Schlusspunkt der Tagung setzte Annette Kuhk, die für Brüssel, noch in den 1970ern die „Stadt der 100 Bürgerinitiativen“ genannt, neue Steuerungsinstrumente („Kontrakte für Quartiere“ und „Gebiete von regionalem Interesse“) vorstellte und auch in der Abgrenzung zu ähnlichen Instrumenten in Deutschland oder der Schweiz zu einer positiven Bewertung kam.
In den Diskussionen zwischen den Referaten gab es einige Schwerpunkte. So wurde immer wieder versucht, absolut- und relativräumliche Vorstellungen miteinander zu verknüpfen (statt konfrontativ einander gegenüberzustellen). Außerdem wurde die These kontrovers diskutiert, ob man politisch-ökonomische Wettbewerbsziele der Kommunen bzw. des Staates nicht in Kauf nehmen könne, wenn diese als „side effect“ auch zu sozialen Verbesserungen führten. Eine weitere Kontroverse wurde darin aufgegriffen, inwieweit man in der bundesdeutschen Quartiersentwicklungspolitik eine Verknüpfung von „Versäulung“ (nach KGSt-Handlungsmodell) und „Intersektoralität“ (nach Soziale-Stadt-Handlungsmodell) erreichen könne. Es wurde die Auffassung vertreten, eine „Matrix“-Lösung zu schaffen, die aber nicht ohne größere personelle und finanzielle Ressourcen zu verwirklichen wäre.
Dass der im AK angestrebte Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis (aber auch zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen) auch tatsächlich gelingen konnte, lag u.a. an der offenen Atmosphäre der Tagung. So wurde sowohl von Wissenschaftlern als auch von Praktikern während und nach der Tagung immer wieder betont, dass dieser gelungene, fruchtbare Austausch unbedingt fortgesetzt und weiter entwickelt werden müsse. Ein nächster Schritt ist im Rahmen der Fachsitzung zur Governance in der Quartier-, Stadt- und Regionalentwicklung am Geographentag in Wien geplant. Dem Schweizerischen Nationalfonds danken wir für die finanzielle Unterstützung der Tagung und den Druckkostenzuschuss für den in Bälde erscheinenden Tagungsband. Nicht unerwähnt lassen möchten wir auch den wichtigen organisatorischen Support durch die Fachhochschule Nordwestschweiz und das Geographische Institut der Humboldt-Universität.
Powerpoints bzw. Abstracts der Vorträge können auf dieser Webseite unter der Download-Rubrik abgerufen werden.
Herzliche Grüße,
Olaf Schnur (Berlin) und Matthias Drilling (Basel)
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Als Band 49 der IÖR Schriften ist soeben der Titel “Dichte und Schrumpfung - Kriterien zur Bestimmung angemessener Dichten in Wohnquartieren schrumpfender Städte aus Sicht der stadttechnischen Infrastruktur” erschienen.
Aus der Buchinfo:
“Zahlreiche Städte, vor allem in Ostdeutschland, sind derzeit von Prozessen des Bevölkerungsrückgangs und der Schrumpfung betroffen. Diese sind mit einer zum Teil erheblichen Auflockerung der Siedlungsstruktur verbunden, die neue stadtplanerische Ansätze erfordert. Aufgrund des jahrzehntelangen Wachstumsparadigmas der Raumplanung fehlt es jedoch nach wie vor an geeigneten raumstrukturellen Zielen für die Siedlungsentwicklung in schrumpfenden Städten. Dichterückgänge haben erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche stadtplanerische Handlungsfelder, allen voran die stadttechnische Infrastruktur. Liniengebundenheit und hohe Fixkostenbelastungen führen zu gesteigerten Aufwänden, verringerten Funktionsfähigkeiten und abnehmender Wirtschaftlichkeit der Versorgung mit Trinkwasser und Fernwärme sowie der Entsorgung des Abwassers. In dieser Arbeit entwickelt Christiane Westphal quantifizierte sowie qualitative Kriterien zur Bestimmung angemessener Dichten in schrumpfenden Städten. Grundlage bildet eine umfangreiche Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen von Verdichtung einerseits und Auflockerung andererseits. Hierzu werden die Dichteziele städtebaulicher Leitbilder in Westdeutschland aber auch in der DDR vergleichend analysiert. Im Schwerpunkt der Betrachtung steht die Ermittlung von Zielkorridoren minimaler Dichten aus Sicht der stadttechnischen Infrastruktur (Trinkwasser, Abwasser, Fernwärme), die anhand zahlreicher Modellrechnungen erfolgt. Gespiegelt werden diese Kriterien mit solchen aus Sicht anderer stadtplanerischen Handlungsfelder (Verkehr, soziale Infrastruktur, Freiraumversorgung, Wohnen). In Handlungsempfehlungen für Stadtplaner, Verbund Entsorger und Wissenschaftler zeigt sich die Bedeutung der Ergebnisse für die Steuerung des Stadtumbaus.”
IÖR Schriften Band 49
Christiane Westphal: Dichte und Schrumpfung - Kriterien zur Bestimmung angemessener Dichten in Wohnquartieren schrumpfender Städte aus Sicht der stadttechnischen Infrastruktur
Die Publikation kann zu einem Preis von 19,90 € zuzüglich Versandkosten unter nachfolgender Adresse bestellt werden:
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
Frau Sauer
Weberplatz 1
01217 Dresden
Telefon: (0351) 4679-205 / Fax: (0351) 4679-212
E-Mail:
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Die Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Städtebau, die FH Dortmund und das ILS NRW laden im Rahmen des städtebauliches Kolloquiums „Images und Branding-Strategien“ im Wintersemester 2008/09 u.a. zu der Veranstaltung “Neighbourhood Branding als neuer Ansatz in der Stadtplanung” am 13.1.2009 ein.
Folgende Beiträge sind geplant:
- Rian Peeters: Neighbourhood Branding in den Niederlanden
- Ralf Zimmer-Hegmann: Imageentwicklung von Großwohnsiedlungen
Weitere Infos entnehmen Sie bitte diesem Link:
http://www.raumplanung.uni-dortmund.de/stb/veranstaltung/kolloqium.html
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Städte werden immer mehr zum zentralen Lebensraum ganzer Gesellschaften. Gleichzeitig sind die Gesellschaften einer globalisierten Welt mehr und mehr multikulturell geprägt. Die Funktionalität von Stadträumen muss zunehmend heterogener werden. Wie stellen sich die großen Städte in Europa dieser Herausforderung?
Basierend auf den Grundsätzen der Leipzig Charta beschreitet Berlin den Weg der sozialraumorientierten Stadtplanung. Vor dem Hintergrund der Qualitätssicherung sucht die Berliner Stadtentwicklungspolitik den Dialog: Gibt es andere, neue europäische Ansätze und Erfahrungen, die Berlin in seiner weiterführenden Strategieentwicklung berücksichtigen sollte? Wie können die Berliner Bürgerinnen und Bürger effektiv an der Gestaltung ihres großstädtischen Lebens- und Arbeitsumfelds beteiligt werden? Auf der Fachtagung sollen gute Beispiele vorgestellt und konkrete Methoden diskutiert werden. Die Veranstaltung soll die Vernetzung aller an der Stadtentwicklung beteiligten politischen und zivilgesellschaftlichen Akteure fördern.
Wann und wo?
Dienstag, 11. November 2008
09.30 bis 17.00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin
Anmeldung:
Constanze Yakar
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Im Rahmen des Praxisnetzwerks “Zuwanderer in der Stadt” findet am 2. Dezember 2008 in der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt der Workshop “Neue Bewohner in benachteiligten Wohnquartieren - kann die nachträgliche Mischung ein Schritt zu einer besseren Integration im Stadtteil sein?” statt. Der Workshop dient dem Erfahrungsaustausch von Städten und Wohnungsunternehmen zu Fragen der stadträumlichen Integrationspolitik und richtet sich an alle Akteure und Interessierte in diesem Themenfeld.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag und dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen durchgeführt. Das Praxisnetzwerk “Zuwanderer in der Stadt” ist ein Pilotprojekt im Rahmen des “Nationalen Strategieplans für eine integrierte Stadtentwicklungspolitik” des BMVBS/BBR.
Anmeldefrist: 24. November 2008
Anmeldung:
Gudrun Kirchhoff
Schader-Stiftung
Karlstr. 85
64285 Darmstadt
Telefon 06151/ 1759 14
Fax 06151/ 1759 25
Mehr Infos unter:
http://www.zuwanderer-in-der-stadt.de
http://www.schader-stiftung.de
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Gute Beispiele zur Verbesserung von städtischen Quartieren (8. Dezember 2008 in Berlin)
Fachtagung mit Preisverleihung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Verkehrsplanerische Aspekte spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger Siedlungsstrukturen und der Aufwertung städtischer Quartiere. Bundesweit werden bereits in vielen Städten und Gemeinden integrierte Konzepte wie auch Verkehrskonzepte für sichere und lebendige Quartiere aufgestellt. Eine Vielzahl von Projekten zielt unter anderem darauf, das Zurücklegen von Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu fördern, den ÖPNV nutzerfreundlicher zu gestalten und den Stadtverkehr verträglicher abzuwickeln.
Vor diesem Hintergrund haben das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Sommer 2007 die Best-Practice-Suche „Vernetzung im Verkehr zur Verbesserung von städtischen Quartieren“ gestartet. Im Ergebnis wurden 30 Projekte ausgewählt, die den Mehrwert vernetzten Planens und Handelns verdeutlichen und Mut machen sollen, Neues auszuprobieren.
Auf der in die Nationale Stadtentwicklungspolitik der Bundesregierung eingebundenen Veranstaltung werden die ausgewählten Praxisbeispiele für ihr Engagement ausgezeichnet. Fachvorträge und Best-Practice-Vorstellungen sollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung darüber hinaus einen tieferen Einblick in die Thematik geben und Anregungen für die eigene Praxis bieten.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen sind bis zum 26. November 2008 per E-Mail an möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter: 0631/362 45 70, per Fax: 0631/362 45 99 oder E-Mail: sowie auf den Seiten des BBR (http://www.bbr.bund.de).
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Die Fachsitzung knüpft an die Thematik der Jahrestagung 2008 des Arbeitskreises „Quartierforschung“ an („Wohin steuern unsere Quartiere? Zur Governance in der Quartiersentwicklung“). Insofern bietet diese Veranstaltung die Möglichkeit, das Thema in einem breiteren thematischen Kreis zu erörtern und so die transdisziplinäre Netzwerkbildung zu unterstützen.
Achtung: Zusätzlich wird auch noch (als eigene Sitzung) das Jahrestreffen 2009 unseres AK in Wien stattfinden. Dazu wird es später weitere Infos geben.
Inhaltlicher Rahmen der Fachsitzung
In den letzten Jahren hat in Theorie und Praxis die Diskussion über die Frage nach der Regierbarkeit von demokratischen Staaten durch ihre politischen Systeme zugenommen. Die Thematisierung von Exklusionsprozessen in den Zentren des Wohlfahrtsstaates, vom Umgang mit Natur und Landschaft in der Risikogesellschaft oder von der Aufblähung des bürokratischen Apparates und seiner Tendenz zur Überregulierung führten einerseits die hohen Erwartungen an Regierungssysteme vor Augen, zeigten andererseits aber auch Systemwidersprüche auf. Es war die Strategie eines Teilrückzugs des Staates aus Aufgaben in nahezu allen Politikfeldern, die hierauf eine Antwort finden wollte; ein Teilrückzug, der begrifflich durch die Substitution von ‚government’ durch ‚governance’ gerahmt wurde und den Abschied des Konzeptes von einer intentionalen Objekt-Subjekt-Beziehung (Staat-Akteure) zugunsten einer koordinierenden Beziehung zwischen unterschiedlichen Interessen und Akteuren zum Ausdruck brachte.
Die Geographie hat sich verschiedentlich an der Governance-Debatte beteiligt. In der Raum- und Regionalplanung wurde vor allem die Frage nach der nach der geeignetesten Organisationsform für die Steuerung von Planungsprozessen erörtert. Die Stadtgeographie hat sich im Rahmen der Urban Regime-Theorie mit unterschiedlichen Regierungsstilen auf Stadt- und Quartierebene auseinandergesetzt. Und die politische Geographie hat sich aus machttheoretischer Sicht zu Fragen der Gouvernementalität nationalstaatlicher und internationaler Verbünde geäussert. In den Studien ging es - und damit ist die geographische Forschung an die Gouvernance-Forschung im Allgemeinen anschlussfähig - vor allem darum aufzuzeigen, dass bisherige Steuerungsmodelle, allen voran das Hierarchiemodell in Politik und Verwaltung, aber auch der Markt einen zu geringen Beitrag zur Lösung kollektiver Probleme beisteuert.
Neben dieser deskriptiven Auseinandersetzung mit Governance hat in jüngerer Zeit vor allem in den Dokumenten der Europäischen Kommission ein normatives Verständnis von Governance Eingang gefunden: Hier wird von „Good Governance“ gesprochen und ein Regelwerk verstanden, das in der Lage ist, „openness, participation, accountability and coherence“ (White Paper „European Governance“, 2001) zu ermöglichen.
Zielsetzung
Auf die Diskussion dieser beiden Verständnisse zielt die Fachsitzung ab. An Beispielen von Studien aus den Bereichen Raumplanung, Regionalentwicklung, Stadt- und Quartiersforschung, Stadt- und Gemeindeentwicklung soll der spezifische Beitrag geographischer Forschung für die Regional-, Stadt- und Quartiersentwicklung herausgearbeitet werden. Darauf aufbauend soll aus wissenschaftlich fundierter Perspektive zur Frage Stellung bezogen werden, inwieweit die neuen Kooperationsmodelle Offenheit, Beteiligung, Verantwortlichkeit und Kohärenz fördern. So wird es möglich, über die Fachsitzung auch den in der Praxis tätigen Geographen Perspektiven zu eröffnen.
Wie kann ich einen Abstract einreichen?
Das funktioniert online und ganz einfach über die Webseite des Geographentags:
Infos zum Prozedere hier: http://www.geographentag-wien.at/index.php?id=33786
Der Weg zur beschriebenen Fachsitzung und zur Abstract-Einreichung hier: http://www.geographentag-wien.at/index.php?id=33634 (4. Sitzung von oben)
Sie können Ihren Abstract auch direkt an uns schicken:
Wer sind die Ansprechpartner?
Dr. Matthias Drilling, Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Sozialplanung und Stadtent-wicklung, Thiersteinerallee 57, CH-4053 Basel, matthias.drilling[at]fhnw.ch, T. +41 (0)61 337 27 12
Dr. Olaf Schnur, Humboldt-Universität zu Berlin, Geographisches Institut, Abteilung Bevölkerungs- und Sozialgeographie, Unter den Linden 6, D-10099 Berlin, olaf.schnur[at]geo.hu-berlin.de, T. +49 (0)30-2093-6852
Bitte beachten: Deadline ist bereits der 7.11.2008!
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe Quartiersforschungs-Community,
das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung führt in den nächsten Wochen zwei Veranstaltungen durch, die auch für AK-Mitglieder und/oder Interessenten am Thema Quartiersforschung von Interesse sein könnten. Zum einen geht es um “Shared Space”, ein ganzheitliches Verkehrskonzept, das auch eine soziale Belebung der Nachbarschaft beinhaltet (Workshop am 7. November 2008, 16:30 - 21:30 Uhr ). Eine Abendveranstaltung zum Thema “Stadtmonitoring und Sozialstrukturatlas” in Kooperation mit der SRL findet am 26. November statt (18:30 - 20:30 Uhr).
Keine Angst, obwohl beide Veranstaltungen in Berlin stattfinden und sicherlich auch Berlin mit thematisieren werden, sind es doch keine internen Berliner “closed shops”: So wird gerade für den Workshop der überregionale Bezug besonders betont, was sich auch in der internationalen Auswahl der ReferentInnen widerspiegelt. Die Stadtmonitoring/Sozialstrukturatlas-Tagung setzt zwar an den Berliner Erfahrungen an, fragt aber eher prinzipiell nach den Möglichkeiten, Grenzen und auch Gefahren der Anwendung derartiger Instrumente, wie z.B. die Stigmatisierung von Stadtquartieren durch (kartographische) Zuschreibung bestimmter negativer Attribute. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal auf einen älteren Blog-Eintrag verweisen: http://www.quartiersforschung.de/index.php/seite/newsblog/monitoring_soziale_stadtentwicklung_berlin_2007/
Nähere Infos zu den beiden Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier:
http://cgi.snafu.de/bildungswerk.boell/user-cgi-bin/seminar.cgi?PZ08110701
http://cgi.snafu.de/bildungswerk.boell/user-cgi-bin/seminar.cgi?PZ08112601
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Hallo liebe AK-InteressentInnen und -Mitglieder,
aus Euren Reihen hat uns ein Hinweis auf eine neue Fachzeitschrift erreicht, das “Journal of Urban Regeneration and Renewal”. Die Zeitschrift könnte durchaus auch eine Plattform für Quartiersthemen sein oder werden, jedenfalls finden sich schon einige interessante Artikel in den ersten Ausgaben.
Besonders bemerkenswert scheint mir die Zielgruppendefinition zu sein: “The audience for the Journal is those responsible for, or with an interest in, the management of the urban regeneration process, including policy making, planning, consultation, delivery and long-term management of developments and programmes.” Das Journal richtet sich also ausdrücklich nicht nur an WissenschaftlerInnen, sondern auch an ExpertInnen aus der Praxis - analog zu unserem AK.
Mehr Infos zur Zeitschrift finden sich unter http://www.henrystewart.com/jurr/!
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder und -InteressentInnen,
es vergeht noch eine lange Zeit bis zum Geographentag im nächsten Jahr vom 19. bis 26.9.2009 in Wien. Dennoch laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren, und das Programm zeichnet sich in seinen Konturen bereits ab. Auch in Wien werden sich vielfältige Bezüge zur Quartiersforschung ergeben, insbesondere in den Bereichen der Stadtentwicklung und Planung/Governance. Unter http://www.geographentag-wien.at kann der aktuelle Stand besichtigt werden. Seit heute besteht die Möglichkeit, Papers für die unterschiedlichen Sitzungen online einzureichen. Deadline für den CfP ist bereits der 7.11.2008!
Wir planen, auch das Jahrestreffen unseres AK Quartiersforschung im nächsten Jahr an den Geographentag anzudocken und in Wien stattfinden zu lassen. Weitere Infos dazu und ggf. Zusatzinfos zum Geographentag werden hier zu gegebener Zeit veröffentlicht. Wir halten Sie/Euch auf dem Laufenden!
Bis dahin herzliche Grüße,
Olaf Schnur
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CALL FOR PAPERS - AAG 2009
“Youth Participation in Neighborhood and Community Settings: Theoretical Considerations and Practical Implications”
Neighborhood and community settings can provide a context in which young people can gather, develop their interests, or participate in projects. Moreover, these spaces can also offer an opportunity for youth to learn about themselves, expand their autonomy, and make sense of the world. This session intends to bring researchers and practitioners to exchange findings regarding the social and physical aspects of these settings and make connections to relevant theoretical and practical aspects of this theme.
Topics can include but are not limited to these questions:
-What theoretical concepts can be applied or expanded through this form of research?
-What projects or activities help young people to develop new ways of understanding and dealing with their neighborhood and the environment?
-How can youth contribute to community change?
-How can bridges be constructed between research and practice?
-What ethical deliberations are critical to conducting research in youth settings?
-What notions of adolescent well-being are being reproduced in these settings?
The deadline for abstract submissions is October 16, 2008. If you have an interest in being a part of this session, please email me at no later than October 12.
Yvonne Hung
Ph.D. Candidate
Dept of Environmental Psychology
Graduate Center
City University of New York
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Weitere Infos zur Association of American Geographers (AAG): http://www.aag.org
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Liebe AK-Mitglieder,
das neue quartiersbezogene Förderprogramm BIWAQ geht an den Start. Dazu hier im Wortlaut die Pressemitteilung vom 29. September 2008 aus dem BMVBS:
Tiefensee: Integration durch Bildung und Arbeit im Quartier fördern.
Förderstart für 93 Projekte im ESF-Bundesprogramm BIWAQ
“Integration funktioniert nicht abstrakt auf dem Papier, sondern konkret vor Ort. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene soziale Integration und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind Ausbildung und Arbeit im Quartier. Genau das schafft dieses Programm”, sagte Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung heute anlässlich des Startschusses für das neue BIWAQ Programm.
Der Minister empfing heute die 93 Projektträger, die aus fast 500 Bewerbungen für die erste Förderrunde ausgewählt wurden. “Ich will die Leute dort abholen, wo sie sind. Wir fördern deshalb ganz gezielt Projekte, die für die besondere Situation an einem bestimmten Ort passen und von den Leuten dort selbst entwickelt und getragen werden”, so Tiefensee. Das Bundesprogramm “Soziale Stadt - Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier” kurz BIWAQ fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) die soziale Integration und das Engagement der Menschen in ihrem Quartier. Es dockt an das erfolgreiche Städtebauförderungsprogramm “Soziale Stadt” an. Ziel ist es, in den Gebieten der Sozialen Stadt städtebauliche und arbeitsmarktbezogene Maßnahmen zu verknüpfen und in die Entwicklungskonzepte der Kommunen vor Ort einzubinden. Für die erste Förderrunde stehen rund 71 Millionen Euro zur Verfügung: 22 Millionen Bundesmittel, 49 Millionen EU (ESF)-Gelder. Insgesamt stehen für den Zeitraum 2008-2015 164 Millionen bereit.
Zwei Projektträger illustrierten stellvertretend, wie das gehen kann: in Leipzig (Projekt “IQ-Quadrat") wurden “ethnic business districts” entwickelt. Insbesondere ethnischen Unernehmen wurde Beratung und Weiterbildung ermöglicht. Arbeitslose wurden in sieben Sprachen beraten. 24 haben seitdem Arbeit gefunden. Es entstand ein lebendiges, internationales Zentrum, wo vorher ein “benachteiligtes Quartier” war. In Bremen-Gröpelingen (Projekt IdA, Integration durch Arbeit) wurde gemeinsam mit lokalen Handwerksbetrieben arbeitslosen Jugendlichen der Start in die Ausbildung ermöglicht. Praktika in sozialen Bereichen im Quartier erhöhten die Sozialkompetenz der jungen Menschen. Zwölf der achtzehn Jugendlichen sind dadurch jetzt in fester Ausbildung. Die Projektvorschläge der neuen Förderrunde umfassen vielfältige Ansätze, wie die lokale Wirtschaft gestärkt, Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit gebracht und Jugendlichen der Übergang von Schule in Ausbildung und Arbeit erleichtert werden kann. “In Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Zuwanderern dient dies zugleich auch dem nachbarschaftlichen Zusammenleben. Wir haben bewusst einen Förderzeitraum von bis zu vier Jahren gewählt, um auch die Förderung kompletter Ausbildungen unterstützen zu können”, erläuterte Tiefensee. Mit der Umsetzung kann noch in diesem Jahr begonnen werden. “Wir stehen in den Startlöchern”, so Tiefensee.
Weitere Infos über das Internetportal des ESF-Bundesprogramms ‘BIWAQ’: http://www.biwaq.de
Was wird dieses Programm bringen? Ist der Ansatz viel versprechend? Sind die Fördersummen angemessen? Was ist wirklich neu?
Es darf diskutiert werden, auch hier im Blog...!
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder,
ich möchte heute auf ein neu erschienenes Buch aus dem Transcript-Verlag hinweisen, das hier von Interesse sein könnte:
Jonathan Everts: “Konsum und Multikulturalität im Stadtteil. Eine sozialgeographische Analyse migrantengeführter Lebensmittelgeschäfte”, erschienen August 2008, 240 Seiten, kart., 24,80 Euro, ISBN: 978-3-89942-866-7
Hier der “Klappentext” des Verlags: “Die alltägliche Begegnung mit dem Fremden wird oft als eine Quelle der Verunsicherung gesehen - und als eine der Ursachen für Fremdenfeindlichkeit. Was aber, wenn das Gegenteil der Fall ist? Abseits der Diskussionen um Minaretthöhen stellt diese Studie anhand des konkreten Beispiels kleiner migrantengeführter Lebensmittelgeschäfte die Integrationsfrage dort, wo das Zusammenleben mit dem Fremden tagtäglich erprobt wird. Dabei wird von alltagspraktischem Wirtschaftshandeln auf lokaler Ebene ausgegangen und mittels ethnographischer Methoden schrittweise ein praktisches und theoretisches Verständnis der eigentlichen Problematik gewonnen. Diese zeigt sich hier weniger in kultureller Differenz als in der Aushandlung sozialer Rollen vor dem Hintergrund alltäglicher Praktiken des Einkaufs. Jonathan Everts hat seine Dissertation an der Universität Freiburg im Breisgau im Fach Geographie geschrieben. Seine Forschungsinteressen liegen in der Stadt- und Konsumforschung sowie der Kultur- und Sozialtheorie.”
Auf folgender Webseite lässt sich das Inhaltsverzeichnis einsehen und das Einleitungskapitel lesen: http://www.transcript-verlag.de/ts866/ts866.php
Wer das Buch liest und gerne Kommentare oder Kurzrezensionen dazu hinterlassen möchte, der sei herzlich eingeladen, hier im Blog zu kommentieren oder mir eine entsprechende Nachricht zwecks Veröffentlichung zukommen zu lassen...!
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder und InteressentInnen,
das Tagungsprogramm für unser Jahrestreffen Ende Oktober zum Thema “Wohin steuern unsere Quartiere? Zur Governance in der Quartiersentwicklung” liegt nun vor (Download).
Wir haben an der Gliederung der Tagung in vier Themenkomplexe aus dem CfP festgehalten und konnten dank der überaus vielen und sehr interessanten Abstracts, die wir erhielten, die Themenkomplexe mit Beiträgen aus unterschiedlichen (und auch kontroversen) Perspektiven zusammenstellen. Dies verspricht, zu einer fachlich fundierten Diskussion beizutragen. Das Programm vereint theoretische Betrachtungen, empirische Studien und Praxisberichte, sodass ein fruchtbarer Austausch zwischen Theorie und Praxis möglich werden sollte. Zusätzlich haben wir einen Vor-Ort-Termin im Berliner Brunnenviertel sowie ein abendliches “get together” geplant. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und eine spannende Tagung!
Bitte melden Sie sich auf jeden Fall formlos per eMail an, damit wir planen können. Vermerken Sie in Ihrer Mail bitte unbedingt, ob Sie a) am Vor-Ort-Termin und/oder b) am informellen Abend des AK teilnehmen wollen (siehe Programm). Geben Sie zur Sicherheit bitte auch noch einmal Vor- und Zunamen, ggf. akademischen Grad, Institution/Firma inkl. Ort und Ihre Mailadresse an (für die Teilnehmerliste etc.). Im Zweifel reicht dafür ja auch Ihre übliche Mail-Signatur. Da wir letztlich begrenzte Ressourcen haben, können ggf. nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Über baldige Rückmeldungen würden wir uns freuen.
Die allerletzte Deadline ist der 30.09.2008.
Herzliche Grüße,
Matthias Drilling und Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder und -InteressentInnen,
heute möchte ich in eigener Sache auf eine soeben erschienene Publikation hinweisen. Es geht um den neuesten Arbeitsbericht des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität Berlin (Band 145), der sich mit Quartiersforschungskonzepten auseinandersetzt ("Neighborhood Trek: Vom Chicago Loop nach Bochum-Hamme - Quartiersforschungskonzepte im Überblick"). Es handelt sich hierbei um eine ausführlichere Fassung des einleitenden Aufsatzes im Band “Quartiersforschung - zwischen Theorie und Praxis”, der hier auch schon vor einiger Zeit erwähnt wurde (siehe Blog-Archiv). Der Bericht (knapp 100 Seiten, 35 Abbildungen) ist online kostenlos in Farbe hier verfügbar, kann aber auch “offiziell” als s/w-Printversion über das Geographische Institut gegen einen Unkostenbeitrag von 10,00 Euro inkl. Verpackungs- und Versandkosten bezogen werden.
Übrigens: Falls jemand hier weitere Publikationen ankündigen möchte, die im Quartiersforschungs-Kontext interessant wären: Kein Problem, eine Mail an mich genügt. Es ist auch möglich, neue (oder ältere) Veröffentlichungen hier ins BiblioWiki einzufügen.
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder,
heute möchte ich kurz auf ein Spiegel-Online-Interview mit Hartmut Häußermann hinweisen, in dem es im Wesentlichen um Perspektiven der Quartiersentwicklung in Großstädten geht.
Häußermann argumentiert für soziale Heterogenität in unseren Quartieren, die seines Erachtens u.a. mit Bussing im schulischen Bereich (zum “desegregation bussing” vgl. den Coleman-Report von 1966 [Infos zu James Coleman]), “sozialem Wohnungsbau” in Baulücken, dem Ankauf von Belegungsrechten durch die Kommunen etc. verbessert werden könnte. Was das Interview meines Erachtens so interessant macht, ist der dazugehörige Diskussionsthread: Erstens ist es bemerkenswert, dass dieses Interview auf ein so großes allgemeines Interesse stößt. Zweitens kommt im Thread meines Erachtens die ganze Palette unterschiedlicher Positionen und persönlicher Empfindlichkeiten zwischen wissenschaftlicher Analyse und lebensweltlicher Alltagserfahrung zum Tragen - allein das ist eine aufschlussreiche Lektüre.
Herzliche Grüße,
Olaf Schnur
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Liebe AK-MitgliederInnen und Interessierte,
heute möchte ich auf eine (hier schon einmal vor-angekündigte) Neuerscheinung hinweisen, zu der zum guten Teil AK-Engagierte einen Beitrag geleistet haben und die in diesem Kreis von Interesse sein dürfte. Der Sammelband “Quartiersforschung. Zwischen Theorie und Praxis” ist in diesen Tagen im VS-Verlag für Sozialwissenschaften erschienen. Näheres finden Sie unter diesem Link - das detaillierte Inhaltsverzeichnis ist darüber hinaus hier zu finden.
Das Buch ist gleichzeitig der erste Band der gleichnamigen Reihe “Quartiersforschung”, in der unterschiedlichste Forschungsarbeiten, Tagungsbände etc. zu unserem Oberthema veröffentlicht werden können. Bitte sprechen Sie mich oder Dirk Gebhardt als Reihenherausgeber an.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder und Interessierte,
der Termin und das Rahmenkonzept für unser nächstes Treffen liegen vor! Unsere Tagung wird vom 31.10.08 bis 1.11.08 in Berlin stattfinden und folgendes Oberthema näher beleuchten:
Wohin steuern unsere Quartiere?
Zur Governance in der Quartiersentwicklung
Ziel ist es, unterschiedliche Konzepte, Instrumente und Modelle exemplarisch im Quartierszusammenhang zu diskutieren. Dafür werden folgende vier Themenkreise vorgeschlagen:
Themenkreis 1: Die „neue“ Popularität des Lokalen
Ziel des Themenkreises ist es, verschiedene Erklärungsansätze in Bezug auf ihren Beitrag für die Quartiersforschung zu beleuchten. Erwünscht sind theorie-orientierte Beiträge, die z.B. die Regulationstheorie, Scale-Debatte, Urban Regime Theory zum Gegenstand haben oder aus theoriegeleiteter Sicht unterschiedliche strategische Prinzipien in der Quartiersentwicklung beleuchten (wie z.B. die „Sozialraumorientierung“ in der Jugendhilfe, der „Quartiersansatz“ in der „Sozialen Stadt“).
Themenkreis 2: Quartiere zwischen Programmen und Akteursinteressen
Dieses Themenfeld setzt an der Ausdifferenzierung von Quartieren unter dem Einfluss verschiedener „lokaler Regime“ an. Im Zentrum könnten konkrete, empirisch orientierte Fallbeispiele stehen, die zeigen, welche Bedeutungen verschiedene Akteure im Quartier durch die neue „Partnerschaft“ zwischen Staat und Zivilgesellschaft erhalten und wie Akteure die Programme (z.B. Soziale Stadt, Stadtumbau Ost/West, 2000 Watt-Gesellschaft) zu nutzen verstehen. Akteure können Schlüsselpersonen, soziale Bewegungen, Unternehmen, politische Parteien, Verwaltungen, Stiftungen etc. mit differierenden Interessenlagen sein.
Themenkreis 3: Innen- und Außenansichten – Entwicklungsagenten in der Quartiersentwicklung
Mit dem Entstehen neuer Allianzen in der Quartiersentwicklung verbunden ist die Frage ihrer Koordination und Moderation. Der Themenkreis beleuchtet neuere Entwicklungsagenten und ihren Einfluss auf die Quartiersentwicklung. Dabei sind insbesondere die unterschiedlichen Handlungslogiken, Spielräume, Zwänge und Perspektiven der Akteure von Interesse. Erwünscht sind Beiträge zu (oder von) Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Private Equity-Gesellschaften oder anderen wichtigen Akteuren im Quartier.
Themenkreis 4: Neue Steuerungs- und Evaluationsinstrumente in der Quartiersentwicklung
Ein Boom neuer Begriffe und erste Modellprojekte deuten darauf hin, dass sich auch im Instrumentenkoffer der Quartiersentwicklung einiges verändert. Wenn die Rede ist von HIDs, NIDs oder BIDs (= Housing, Neighbourhood oder Business Improvement Districts) oder z.B. von revolvierenden Stadtentwicklungsfonds, steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Mit welchen Instrumenten können Städte und insbesondere Quartiere unter den heutigen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden? Beiträge in diesem Themenkreis können sich auch auf Stadtmonitoring- und Evaluations-Instrumente oder partizipative Instrumente (z.B. „Globalbudgets”, partizipative Budgets o.ä.) beziehen.
Call for Papers
Der AK richtet sich bekanntermaßen an alle, die sich in Forschung und/oder Praxis (Kommunen, Immobilienwirtschaft, Consulting…) mit Quartiersthemen befassen, insbesondere auch an NachwuchswissenschaftlerInnen. Der Arbeitskreis versteht sich als ein offenes, interdisziplinäres und integrierendes Forum für den fachlichen Austausch: Deshalb sind neben GeographInnen auch Angehörige anderer sozialwissenschaftlicher Disziplinen sowie StadtplanerInnen und weitere Fachpersonen der Praxis herzlich willkommen!
Für das Jahrestreffen 2008 sind Impulsreferate (ca. 20 Minuten) aus den oben beschriebenen Themenfeldern vorgesehen. Themenvorschläge (mit Kurzexposés von höchstens einer Seite) richten Sie bitte bis spätestens 1. Juli 2008 an einen der beiden Sprecher des AK, die auch für weitere Auskünfte und Rückfragen gerne zur Verfügung stehen. Es ist geplant, die Beiträge auch in einer Verlagspublikation zu veröffentlichen.
Interessierte, die kein Referat vorstellen, aber dennoch an der Tagung teilnehmen möchten, sind ebenfalls herzlich eingeladen, werden aber gebeten, sich formlos anzumelden. Gegebenenfalls werden wir aus Platzgründen nicht alle Anmeldungen berücksichtigen können. Das definitive Tagungsprogramm wird bis spätestens Anfang September vorliegen. Zusätzlich zum Vortragsprogramm sind eine Fachexkursion und ein abendliches „get together“ geplant, wo wir uns über das Tagungsprogramm hinaus weiter austauschen können.
Für die Tagung wird keine Tagungsgebühr erhoben, Kosten für Unterkunft und Reise ist Sache der Teilnehmenden. Für eine freundliche Unterstützung des AK-Jahrestreffens 2008 konnten wir den Schweizerischen Nationalfonds gewinnen (Nationales Forschungsprogramm 54 „Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung“).
Dieses - zugegebenermaßen lange - Posting war dennoch nur die Kurzfassung unseres Aufrufs… Die “offizielle” Version, die auch über andere öffentliche Verteiler verschickt wird, steht ausnahmsweise nicht auf der AK-Webseite (diese wird bekanntlich gerade neu erstellt), sondern hier zum Download und Ausdrucken bereit.
Wir hoffen auf viel Feedback und interessante Papers!
Herzliche Grüße aus Basel und Berlin,
Matthias Drilling und Olaf Schnur
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Liebe AK-Interessierte und AK-Mitglieder,
zunächst einmal herzlich willkommen allen neu Hinzugekommenen (und das sind nicht wenige)! Die Mailingliste umfasst inzwischen mehr als 70 Einträge!
Kurz vor Pfingsten möchte ich die Gelegenheit für einen kurzen Zwischenruf nutzen: Was gibt es Neues vom AK QuF? In den letzten Monaten war es etwas still um Blog und Webseite. Das lag jedoch nur daran, dass wir im Hintergrund an verschiedenen Projekten arbeiten...:
Zum einen wurde inzwischen – zum großen Teil von AK-Mitgliedern – ein Sammelband zum Thema „Quartiersforschung – zwischen Theorie und Praxis“ fertiggestellt, der im Juni erscheinen wird. Das Buchprojekt ist älter als der AK, aber sicherlich interessant für alle, die hier vertreten sind. Eine detailliertere Ankündigung folgt! Darüber hinaus ist ein Relaunch der AK-Webseite in Arbeit. Unsere neue Webseite wird in Zukunft das bisherige Duo aus Blog und Webseite ersetzen und weitere bequeme Möglichkeiten des Austauschs und der Information bieten (integriertes Blog, Forum, Wiki etc.). Für die Erstellung der Seite konnten wir einen Sponsor gewinnen. Geplant ist ein Neustart im Juni oder Juli. Auch das werden wir natürlich ausführlich ankündigen! Drittens ist unser Treffen für 2008 in Planung. Aus terminlichen Gründen haben wir das usprünglich geplante Sommertreffen nun auf den Herbst verschoben (31.10.08 bis 1.11.08 in Berlin). Die Sitzungskonzeption und der Call for Papers sind fast fertig – auch dazu wird es demnächst mehr Infos geben!
Bis dahin: Herzliche Grüße!
Olaf Schnur
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Liebe AK-Mitglieder,
Der VS-Verlag für Sozialwissenschaften hat gemeinsam mit dem Deutschen Universitäts-Verlag ein neues Programm namens VS Research aufgelegt. Innerhalb dieses Programms gibt es auch eine Reihe „Quartiersforschung“, als deren Herausgeber wir fungieren (wir sind Dirk Gebhardt, Matthias Drilling und Olaf Schnur, Geographen aus Brüssel, Basel und Berlin). Inzwischen (Stand Oktober 2011) sind bereits 10 Bände erschienen (Sammelbände und Monographien).
Inhaltliches und Organisatorisches zur Reihe: Hier im AK müssen wir sicherlich nicht so sehr betonen, für wie wichtig wir das Thema halten… Die Reihe bietet jedenfalls einen Rahmen und ein Forum für Quartiersforschung im weitesten Sinne - von Arbeiten mit theoretisch-konzeptionellem Schwerpunkt über empirisch-methodisch orientierte Arbeiten bis hin zu explizit praxisorientierten Arbeiten über “Quartiers"-Themen aus dem Blickwinkel verschiedener Paradigmen der Quartiersforschung. Quartiersforschung sollte innerhalb der Reihe interdisziplinär und multidisziplinär gedacht werden, wobei geographische und sozialwissenschaftliche Ansätze einen Schwerpunkt darstellen. Die Reihe Quartiersforschung soll vor allem (aber nicht nur) NachwuchswissenschaftlerInnen eine Plattform in einem renommierten Verlag bieten. Denkbar ist die Veröffentlichung spannender Doktorarbeiten, Habil-Schriften, im Einzelfall auch von Abschlussarbeiten, die hohen Qualitätsstandards genügen, oder von Tagungsbänden etc.
Zu publizierende Arbeiten sollten originell (Thema, Forschungsansatz), relevant (in der Wissenschaft, für die Praxis), innovativ (Methodik, Lösungsansätze etc.) sowie nicht zuletzt sprachlich und stilistisch ansprechend und prägnant sein.
Der Verlag hat folgende Rahmenbedingungen gesetzt:
Für weitere Infos stehen wir gerne jederzeit zur Verfügung (dirk.gebhardt[at]web.de, matthias.drilling[at]fhnw.ch oder olaf.schnur[at]web.de)! Im VS-Verlag wird die Reihe von Frau Metzger betreut (zwecks Anfrage beim Verlag):
Verena Metzger
Lektorat VS Research
VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH
Abraham-Lincoln-Str. 46 | 65189 Wiesbaden | Germany
tel +49 (0)611 / 78 78 – 228
+49 (0)611 / 78 78 – 228
fax +49 (0)611 / 78 78 – 78228
verena.metzger[at]vs-verlag.de
http://www.gwv-fachverlage.de
Wir hoffen auf zahlreiche Vorschläge für Veröffentlichungen!
Herzliche Grüße,
Olaf Schnur, Dirk Gebhardt und Matthias Drilling
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Liebe AK-Mitglieder,
nicht ohne noch einmal auf das letzte Posting hinzuweisen (es darf weiterhin kommentiert werden), möchte ich aus aktuellem Anlass eine kleine Linksammlung zum Thema “Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin 2007” zur Verfügung stellen. Wie jedes Mal seit dem ersten “Häußermann-Gutachten” aus dem Jahr 1998 hat diese Studie in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit viele Reaktionen ausgelöst. Auch in den durch das Monitoring “markierten” Quartieren wird wieder debattiert (häufig nach dem Motto: “warum wir?").
Ich denke, das Thema sollte auch überregional von Interesse sein, zumal es ja auch um die Methodik, die Form der Ergebnispräsentation und die Wirkungsweisen wissenschaftlicher Kommunalberatung geht. Hier also die Links:
offizielle Infos zum Monitoring (u.a. Download der Kurzfassung):
SenStadt Berlin
Blogs/Zeitungsartikel:
Hauptstadt-Blog
Tagesspiegel 1
Tagesspiegel 2
taz
Welt
noch von 2006:
Telepolis
Kommentare und weitere Links zum Thema sind willkommen!
Herzliche Grüße,
Olaf Schnur
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Liebe AK-MitgliederInnen,
liebe LeserInnen,
ich will heute den Versuch starten, unser Blog/AK-Netzwerk für eine zwanglose inhaltliche Debatte zu aktivieren.
Es geht um den Begriff “Quartier” und dessen Definition. Ich frage mich, ob es in der Literatur bereits konkrete Definitionsversuche gibt. Eines der wenigen Beispiele, die ich gefunden habe, findet man in einer Broschüre der Bertelsmann-Stiftung von Ursula Kremer-Preiß und Holger Stolarz. Hier heißt es: “Mit ‘Quartier’ ist die überschaubare Wohnumgebung gemeint, wobei es sich um eine Wohnsiedlung, ein städtisches Wohnviertel, aber auch um eine kleinere Gemeinde oder ein Dorf handeln kann” (2005). Meines Erachtens ist das zu kurz gegriffen und ein wenig zu pragmatisch, insbesondere wenn man sich die wissenschaftlichen Diskussionen zu diesem Thema vor Augen führt. Aber immerhin - ein Anfang: “Überschaubarkeit” und “Wohnfunktion” wären hier also die Hauptkriterien.
Wenn man sich ein bisschen umschaut, wird schnell klar, dass man etwas weiter ausholen sollte. Vor allem im angelsächsischen Sprachraum findet man zahllose “neighbo(u)rhood"- und “community"-Definitionen aus den unterschiedlichsten paradigmatischen Epochen mit stark variierenden Schwerpunkten von physischer Umwelt bis zu eher subjektiven Bewohnerperspektiven. Im deutschsprachigen Bereich sind es u.a. Diskurse über “Nachbarschaft” und “Gemeinschaft”, die eine Berührung mit dem “Quartier” haben und latent einen Definitionsgehalt transportieren. In neueren Debatten tauchen Konzepte wie z.B. “soziale Landschaften” auf, welche die “Glokalisierung” aufgreifen und deren “Lebenswelten” zu beschreiben versuchen (vgl. den Beitrag von Matthias Drilling in der AK-Sitzung vom 4.10.07).
Wo und wie ist in dieser heterogenen Paradigmenwolke das “Quartier” also begrifflich zu “verorten”? Theoretische Kommentare sind ebenso willkommen wie praktische und pragmatische Meinungen oder Definitionsversuche “ins Blaue”!
Herzliche Grüße aus Berlin,
Olaf Schnur
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Liebe InteressentInnen und Mitglieder des AK,
wir haben uns in der letzten Woche in einer sehr interessanten Sitzung auf dem Geographentag in Bayreuth erfolgreich gegründet!
Dazu uns allen herzlichen Glückwunsch!
Es waren trotz des ungünstigen Termins nach dem offiziellen Finish des langen Geographentages zwanzig KollegInnen anwesend. Wir haben spannende Referate gehört, die gleich zu Anfang das große Spektrum der Quartiersforschung aufgezeigt haben. Dazu passend wurden nicht minder interessante und durchaus auch kontroverse Diskussionen geführt, in denen die verschiedenen Forschungsparadigmen sichtbar wurden (zwischen “Container” und “Relationalität”, zwischen “Chicago” und “Los Angeles”, zwischen wissenschaftlicher Theorie und dem notwendigen Pragmatismus der Praxis...), der Begriff “Quartier” einer ersten Prüfung unterzogen und die Konsistenz einer “Quartiersforschung” unter die Lupe genommen wurde (es gab diverse “Plädoyers” für eine Beibehaltung der Vielfalt der Ansätze). Mit anderen Worten: Wir waren innerhalb kürzester Zeit in medias res!
Eine kleine inhaltliche Zusammenfassung
In einer kurzen Einführung machte Olaf Schnur deutlich, welche Vielfalt uns im AK erwarten wird: Das “Quartier” könne aus unterschiedlichsten wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven und mit stark variierenden Methoden betrachtet werden. Am Beispiel des Leipziger Quartiers Volkmarsdorf wurde versucht, in den Mikrokosmos eines Quartiers einzutauchen und zahlreiche Fragen offenzulegen, die sich dem/r BeobachterIn angesichts der Quartiersmaterialität stellen.
Anne Vogelpohl stellte daraufhin in ihrem Vortrag “Urbane Dörfer” das Place-Konzept vor und vertrat u.a. die These, dass materiell und symbolisch gerahmte soziale Prozesse im Zentrum der Quartiersbetrachtung stehen müssten. Quartiere, die als Hybrid zwischen Individuum und gesamtgesellschaftlichen Strukturen gedacht werden sollten, stellten als “Ort” ein Integrationspotenzial dar. Dabei wies sie auf die Chancen und Gefahren der Subjektivität im Kontext der Quartiersforschung hin.
Auch Matthias Drilling stellte eine veränderte Sicht auf “den Raum” in den Mittelpunkt seiner Ausführungen zu den Konzepten der sozialen Landschaften (Soziosphären), der transnationalen Räume und der tragfähigen Alltagskultur. Das Quartier wurde hier im Bourdieu’schen Sinne als “soziales Feld” interpretiert, das sich den herkömmlichen Kategorien einer Stadtstrukturforschung entziehe. Darüber hinaus wurde diskutiert, inwieweit die traditionell eher großstädtisch ausgerichtete Quartiersforschung auch in kleineren oder mittelgroßen Städten möglich sei.
Den Kontrast universitärer Forschung zur Praxis machte anschließend Thomas Franke deutlich. Aus der Perspektive der Kommunalberatung im Rahmen des Bund-Länder-Programms “Soziale Stadt” wurden die Entscheidungswege und -zwänge professioneller Akteure auf unterschiedlichen kommunalen Hierarchieebenen durchleuchtet. Dazu wurde das Prinzip des “doppelten Gebietsbezugs” vorgestellt, mit dem der offensichtliche Gegensatz zwischen subjektiv verorteten “Lebenswelten” und administrativen Grenzziehungen konzeptualisiert werden kann.
Am Beispiel eines Bremer Quartiers präsentierte anschließend Andreas Farwick, inwieweit die ethnische Segregation inter-ethnische Beziehungen auf der Stadtteilebene beeinflussen kann. Eine Regressionsanalyse anhand von Befragungsdaten zeigte, dass die Segregation kleinräumig stark zersplittert ist und insbesondere die nähere Nachbarschaft eine Rolle bei inter-ethnischen Kontakten zu spielen scheint. Je homogener die Baublöcke seien, desto geringer seien die Chancen auf die Herausbildung inter-ethnischer Freundschaften.
Im abschließenden Beitrag berichteten Sigrun Kabisch und Andreas Peter von “Quartieren auf Zeit”, einem neuen Quartierstypus, der im Kontext schrumpfender Städte entsteht und durch die Ausdünnung von Versorgungsangeboten, die Auflösung von Nachbarschaftsbeziehungen und sozialen Netzwerken, wachsenden Wohnungsleerstand und eine abnehmende Lebens- und Wohnqualität gekennzeichnet ist. Um sich diesen Quartieren anzunähern, müssen Pfadabhängigkeiten, existentielle Brüche und politische Rahmenbedingungen in der Stadtentwicklung gleichermaßen analysiert werden.
Die ReferentInnen mögen mir verzeihen, dass ich ihre Ausführungen hier so holzschnittartig (und möglicher Weise mit sehr subjektiven Schwerpunkten) dargestellt habe. Demnächst werden aber die dazu gehörigen Powerpoints zur Vertiefung über dieses Blog ebenfalls online gestellt werden.
Außerdem gab es noch einige organisatorische Ergebnisse, z.B. die Bestimmung von Sprechern. Als AK-Sprecher wurden einstimmig gewählt:
Dr. Olaf Schnur
Humboldt-Universität zu Berlin, Geographisches Institut, Unter den Linden 6, D-10099 Berlin T. +49(0)30-2093-6852 F. +49(0)30-2093-6853
Dr. Matthias Drilling
Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit,
Thiersteinerallee 57, CH-4053 Basel T. +41 (0)61 337 27 12 F. +41(0)61 337 27 94
Es gab weiterhin Konsens darüber, dass wir uns jährlich an unterschiedlichen Orten treffen werden – erstmals im Sommer 2008 in Berlin. Über die Gestaltung der AK-Treffen wurde noch nicht gesprochen, aber ich denke, auch hier sollten wir Vielfalt zulassen.
Ansonsten: Wir sind für alle Anregungen sehr offen (Sondertermine, Sonderveranstaltungen, Webseite? etc.)! Mailt/ruft uns an! Nutzt auch das Blog für Kommentare (jeder kann Kommentare schreiben)! Postings bitte an uns! Für “Vielposter” können wir das Blog auch zu gegebener Zeit freischalten.
So viel dazu für heute.
Viele Grüße aus Berlin
Olaf Schnur
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Hallo liebe AK-InteressentInnen,
zumindest in Berlin ist es in Fachkreisen seit einiger Zeit das Tagesgespräch schlechthin: Die Verhaftung eines und Anklage mehrerer Kollegen wegen Terrorismusverdachts und Mitgliedschaft in der sog. “militanten gruppe”. Die Geschichte ist inzwischen bundesweit durch die Medien gegangen, sodass ich hier vermutlich nichts Neues berichte. Ich möchte diese Sache trotzdem noch einmal dezidiert in unseren AK-Blog aufnehmen, nicht zuletzt auch auf Wunsch einiger Mailinglisten-Mitglieder.
Die gute Nachricht: Der inhaftierte Kollege hat inzwischen immerhin eine Haftverschonung erreicht. Aber: Die Beschuldigungen stehen aber nach wie vor im Raum. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm u.a. vor, dass seine wissenschaftlichen Publikationen “Phrasen und Schlagwörter” enthielten, darunter der in der Stadtforschung gebräuchliche Begriff “Gentrification”, die in Texten der “militanten gruppe” ebenfalls verwendet werden. Außerdem verfüge er als Wissenschaftler über die “intellektuellen und sachlichen Voraussetzungen, die für das Verfassen der vergleichsweise anspruchsvollen Texte der ‘militanten gruppe’ erforderlich sind”. Zudem habe er eine später bei einer versuchten Brandstiftung verhaftete Person einige Monate zuvor getroffen. Einem anderen, ebenfalls von Durchsuchungen betroffenen Wissenschaftler wird vorgeworfen, ihm stünden “als Mitarbeiter eines Forschungsinstituts Bibliotheken zur Verfügung, die er unauffällig nutzen kann, um die zur Erstellung der Texte der ‘militanten gruppe’ erforderlichen Recherchen durchzuführen”.
Dass diese bizarre Begründung zahllose Fragen aufwirft, ist klar. Dass sich der gesamte Vorgang wie ein Anschlag auf die kritische Wissenschaft lesen lässt, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Deshalb ist es meines Erachtens gut, dass sich eine breite öffentliche Protestbewegung mobilisiert hat, die auch prinzipielle Bedenken gegen eine solche Vorgehensweise äußert. Von prominenten Wissenschaftlern, u.a. von Saskia Sassen, Richard Sennett, David Harvey, Bob Jessop, Mike Davis, Peter Marcuse, Hartmut Häußermann, Claus Offe und Wilhelm Heitmeyer unterzeichnete “Offene Briefe” findet man hier. Außerdem können diesem Link auch eine genaue Dokumentation des Vorgangs, aktuelle Meldungen etc. entnommen werden.
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe AK-InteressentInnen,
hinter folgendem Link finden Sie die umfangreiche Dokumentation einer Tagung aus Aachen, die unter dem Titel “Bestand - Perspektiven für das Wohnen in der Stadt” am 15.6.07 am Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung (Prof. Selle) stattfand: http://www.pt.rwth-aachen.de/content/view/214/97/lang,de/ Es geht im Wesentlichen um Bestandsentwicklung, „Schrumpfung“ und den Umgang damit seitens der Kommunen und der Wohnungswirtschaft (auch im Quartierskontext). Für unseren Blog/AK sind m.E. einige recht spannende Beiträge und Anregungen dabei!
Herzliche Grüße
Olaf Schnur
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Liebe AK-Interessierte,
das Programm für die Sitzung am Geographentag steht nun fest! Ich hoffe, es stößt auf breites Interesse.
Unter dem Punkt „Organisatorisches“ sollten wir auch die AK-Sprecher wählen oder ernennen. Ich denke, es sollte üblicher Weise wenigstens zwei Sprecher geben. Ich werde mich natürlich gerne als Kandidat zur Verfügung stellen und möchte – um auf der Sitzung nicht allzu viel Zeit dafür beanspruchen zu müssen - auf diesem Weg schon einmal vorfühlen, wer denn vielleicht noch Interesse an einem solchen schönen Ehrenamt hätte
!
Herzliche Grüße,
Olaf Schnur
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