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CfP Neue Perspektiven auf Gentrification (DGS 2018)
Geschrieben: 15 März 2018 05:32 PM   [ Ignorieren ]
Administrator
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Total Beiträge  124
Beigetreten  2008-03-10

Call for Papers

für die Veranstaltung

Neue Perspektiven auf Gentrification: Wohnungsmärkte, Lebensstile und politische Regulation

der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie

auf dem 39. DGS-Kongress in Göttingen (24.bis 28. September 2018)

Organisation: Jan Üblacker (FGW, Düsseldorf), Matthias Bernt (IRS, Erkner)

Gentrification, die mit dem Austausch bzw. der Verdrängung statusniedrigerer BewohnerInnen einhergehende Aufwertung von Wohnvierteln, gehört seit etwa einem halben Jahrhundert zu den Kernthemen stadtsoziologischer Forschung. In den letzten Jahren haben sich Gentrificationprozesse erheblich intensiviert und sind inzwischen in fast allen größeren
Städten weltweit zu beobachten. Sowohl Verlauf, Ursachen, Dynamiken und Begleiterscheinungen auf lokaler Ebene als auch die sie bedingenden gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen haben sich seit den ersten empirischen Untersuchungen stark gewandelt.

Wachsende soziale Ungleichheiten, soziokulturelle Differenzierung, ökonomischer Strukturwandel, Wandel der Arbeitswelt, transnationale Migration, wechselnde Wohnungspolitiken und die Finanzialisierung der Wohnungsmärkte verändern das Zusammenleben, Wohnen und Arbeiten in den Städten und bringen neue Formen und
räumliche Muster von Gentrification (z.B. Touristification, Neubau-Gentrification, Studentification) hervor.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen möchten wir den Fokus der Sitzung insbesondere auf Aspekte des Wohnungsmarkts, der horizontalen Differenzierung durch Lebensstile und Milieus sowie auf Strategien und Maßnahmen politischer Regulation richten. Mögliche Beiträge können u.a. auf folgende Fragen eingehen:

• Welche Entwicklungen können auf der Angebotsseite beobachtet werden und wie hängen diese mit der steigenden Nachfrage nach Wohnraum in den Städten zusammen?
• Welche Akteure der Angebotsseite des Wohnungsmarkts verfolgen welche Handlungsstrategien und wie wirken sich diese auf den Wandel der Städte/städtischen Teilgebiete aus?
• Welche Praktiken kultureller Distinktion sind in den Städten zu beobachten? Welchen Einfluss haben diese auf Gentrificationprozesse und wie hängen sie mit der
Entwicklung lokaler Konsum-, Freizeit- und Wohnangeboten zusammen?
• Was charakterisiert verschiedene BewohnerInnengruppen jenseits ihres Sozialstatus (Bildung, Einkommen, Alter) und wie nehmen sie Gentrificationprozesse wahr?
• Welche Strategien verfolgen kommunale Verwaltungen im Umgang mit Gentrification? Welche Maßnahmen nationaler, regionaler und kommunaler Politik wirken sich wie auf lokale Gentrificationprozesse aus?

Wir sind besonders interessiert an Beiträgen, die innovative theoretische und methodische Zugänge erproben und somit Potenziale bergen, die konzeptionellen Grenzen bisheriger Forschung zu erweitern. Der Call ist offen für Beiträge aus Nachbardisziplinen der Stadtsoziologie (z.B. aus der Humangeographie, der lokalen Politikforschung oder der Immobilienökonomie).

Abstracts mit 2400 Zeichen (exkl. Leerzeichen) können bis 10. April per E-Mail bei Jan Üblacker () und Matthias Bernt () eingereicht werden.

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